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2 (1890)
Entstehung
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drum herum von seinen Bestrebungen und Schicksalen erzählt?Sie sollten nachher nicht gerne etwas von ihm lesen? Wenndas wäre, dann müßte Heinrich Pestalozzi weniger gewirkthaben, als er gewirkt; dann müßte die Lust, von großen Männernetwas zu höreu, aus den Reihen der Jugend verschwunden sein;dann müßten die Lehrer der Gegenwart weniger ihre Pflichtkennen, als die alten. Nein, wir wissen, daß es so nicht ist, wirsind vom Gegenteil überzeugt. So rechne denn auch ich, der ichjetzt von dein Leben und Wirken des großen Mannes zu derdeutschen Jugend reden will, auf aufmerksame Ohren. DasGefühl der Achtung, der Verehrung und der Dankbarkeit gegenihn und gegen den, der ihn uns gab, wird in den jungen Lesernentstehen, und sie werden, wie ich hoffe, das Andenken einesMannes segnen, der nur für sie atmete und wirkte,i.» "Ich muß mich bei dein langen, vielfachen Wirken desMannes kürz fassen, muß bei kurzen Andeutungen stehen bleiben;glaube aber ineinen jungen Lesern den Zustand der Schulen vorseinen Lebzeiten schildern zu müssen, damit sie den Umschwung,den dieselben erfahren, und dessen Resultate sie tagtäglich ge-nießen!, und dadurch die Leistungen Pestalozzis gehörig wür-digen lernen.

Der Inhalt des Nachfolgenden besteht darum iu drei Stücken:

1) Wie waren die Schulen vor Pestalozzi beschaffen?

2) Wie sind sie durch ihn und nach ihm geworden, d. h. wiesind sie jetzt?

Z) Wie lebte und wirkte Pestalozzi?

I.

Die alten Schulen.

Die jetzigen Volksschulen nur von ihnen, den Schulenfür die Kinder aller, ist die Rede entstanden nach derfür die menschliche Kultur so hochwichtigen Erfindung der Bnch-druckerkunst durch Johannes Gutenberg 1436, nachdem esgelungen war, durch sie so wohlfeile Bücher herzustellen, daßsich jeder Unbemittelte in den Besitz solcher zu setzen vermochte.Als namentlich Martin Luther die Bibel ins Hochdeutscheübersetzt hatte, und die Begierde allgemein wurde, dieses nnschätz-