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2 (1890)
Entstehung
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nicht immer so, mie sie jetzt ist, sie ist fortgeschritten oder andersgeworden. Gehört die Kenntnis davon auch nicht für jedermann,und schweigt man in der Regel davon: so ist es doch gewißlehrreich und interessant, zu Zeiten davon zu reden, namentlichdann, wenn ein Zeitabschnitt uns an wichtige Ereignisse in devGeschichte der Schule eriuuert, wenn diese uns den früherenZustand derselben vergegenwärtigen und wir des gedenken, wiedieses Alte vergangen lind das Neue entstanden ist. In solchenZeitmomenten ist es ein gutes Werk, den Blick der Eltern unstder Kinder selbst einmal auf die Geschichte der Schule hinzu-lenken. Kann man ja immer noch nicht sagen, daß die Elterndie Schule hoch genug oder gar zu hoch schätzen; sondernmuß man vielmehr sagen, daß sie gar nicht zu hoch geschätztwerden könne; und sicher ergreift der treue, von der Wichtigkeitseiiles Berufs ergriffene Lehrer mit Freuden eine Gelegenheit,die es ihm nahe legt, mit seinen Kindern auch einmal vonder Anstalt, in der sie so viele Stunden und Tage Zusammen-leben, zu sprechen. Er wird sogar nicht daran vorbei können,wenn ihn ein für die Schule lind darum für alles Hohe, wassie erstrebt, wichtiger Zeitmoment an die, edlen Menschen so süßePflicht der Dankbarkeit erinnert.

An einen solchen Zeitmoment führt die Lehrer der 12. Januardes Jahres 1845. Es ist der für die Geschichte der Schulenund deren Entwickelung hochwichtige Tag, an welchem vor 100Jahren der Stifter und Begründer einer bessereil Erziehungs-uud Uuterrichtsweise, der Schulreformator

Heinrich Pestalozzi

geboren wurde. Mit seinem Leben und Wirken beginnt eineneue Epoche für das Erziehen und Lehren; er hat das schlechteAlte durch Besseres verdrängt; mit ihm hat die Nacht in denSchulen einem freundlichen Morgen Platz gemacht; tausende undaber tausende von Kindern habeil die Früchte der edlen Wirk-samkeit des herrlicheil Mannes genossen. Wie, und wir wolltenihnen den Namen eines ihrer größten Wohlthäter vorenthalten?Sie sollten nicht begierig sein, von ihm etwas zu hören, nichtfreudig zuhören, wenn der Lehrer ihnen am 12. Januar oder