geistes von allen angesehen wird, der Hauptsaktor ist, den er,der nun einmal ist, wie er ist, in Anwendung bringt, um diegesamten Zwecke der Schule, die sich durch das eine WortBildung auSdrücken lassen, zu erreichen; speziell: ob es eineSn Mine voll disziplinarischen Mitteln, oder ob esder Unterricht ist? Dieses ist der Kern der Frage, lind hierliegt die Verschiedenheit der Ansicht und Auffassung.
Ans der allgemeineil Kulturgeschichte der Menschheit lindans jeder Geschichte der Erziehung erfährt man, daß mail es infrüheren Zeiten mit jener, der erstell Allsicht gehalteil hat. Auchdie Schnlerziehung war, man kann fast sagen ausschließlich, einWerk der Übung und Gewöhnung. Nebenher ging das Lernen,d. h. das Erlernen gewisser Kenntnisse, die man dem Wortlautenach dem Gedächtnis einpflanzte, und die Übung in äußerenFertigkeiten. Durch den Unterricht zu erziehen, d. h. die Be-lehrung so einzurichten, daß sie die Kräfte des Kindes natur-geinäß entwickelte, übte und stärkte, und es darauf anzulegen,daß das Kind sein Verhalten durch klare Vorstellungen und Ge-danken bestimmen möge, daran dachte man wenig oder gar nicht;mail konnte daran nicht eher denken (wir reden voll der Volks-schule), bis man die rational formale Kraft des Unterrichts,unter welcher ich hier nicht nur die methodische Behandlung derUnterrichtsgegenstände, sondern auch den Einfluß des denkend-begriffenen, in die Überzeugung ausgenommenen Inhaltes ver-stehe, kennen gelernt hatte, was bekanntlich erst im 18ten Jahr-hundert und nicht einmal allgemein der Fall war. Will manjenem Standpunkte eineil Namen geben, so kann man ihn denkatholischeil nennen (die Leser trauen es mir hoffentlich nichtzu, damit hier oder anderwärts eine Schmähung anssprechen zuwollen); der andere ist der protestantische, eine konsequenteFolge des Protestantismus. Nach jener Auffassung der Dinge(der konsequente Katholik hat eine ganz andere Lebensauf-fassung als der konsequente Protestant) ruht das Heil desLebens, folglich der Erziehung, in der Unterwerfung des eigenenWesens unter die Macht der Autorität: der Glaube an dieWahrheit und Macht anderer, der Kirche rc. ist der Hauptsaktor