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wird nicht mit Dank die Veranstaltungen der Schale anerkennennnd benutzen!
Die Lektionspläne der Schalen werden künftig die gym-nastischen Übungen zwischen und nach dem geistigen Unterrichtebenso gut verzeichnen und feststellen, wie die übrigen Gegenständedes Unterrichts nnd der Übung. Wir stehen an der Eröffnungeiner neuen, viel versprechenden Erziehungsepoche. Geistesbildungohne Körperbildnng ist Unding nnd Chimäre, Irrtum und Wahn-sinn, heilloser, in seinen Erfolgen höchst verderblicher Irrtum!Denn des Menschen Existenz ist nicht eine Zweiheit, sondernEinheit, er lebt jeden Augenblick als Geist und Leib, zugleich inder sinnlichen wie in der geistigen Welt, überall nicht nur alsmenschliches, sondern auch als körperliches Wesen; sein Seinmag von verschiedenen Fäden durchzogen oder gebildet werden,es ist nur ein Gewebe. Den Körper vernachlässigen heißt: denganzen Menschen vernachlässigen, sein ganzes Dasein ver-pfuschen, verkrüppeln, verderben. Die Philosophie ist längst vondem Dualismus zurückgekommen; wie lange soll er denn in derPädagogik noch spuken? Hat der Gedanke nnd ihm gemäß diePraxis (denn die Praxis richtet sich nach dem Denken), fürzweierlei, für zweierlei Leben, sogar in mehrfachem Sinne(Mensch nnd Bürger — Staat und Kirche — Erde nnd Himmelu. s. w.) erziehen und bilden zu wollen, nicht Verkehrtheitengenug angerichtet? Wir kommen, wie auf allen Gebieten desLebens hoffnungsvolle Erscheinungen verheißen, von diesem Spaltenund Entgegensetzen dessen, was notwendig zusammengehört, weiles wesentlich eins ist, zurück. Allmählich werden wir dieFrüchte dieses Fortschrittes genießen, wenn wir sie vorerst auchnur in Gedanken erzeugen können, indem wir die Richtigkeit desPrinzips zu begreifen suchen. Die Vereinigung der Leibesgym-nastik mit der des Geistes zu derselben Zeit und in denselbenAnstalten ist eine praktische Frucht der korrigierten Theorie.An den Lehrern ist es, den weisen Absichten des Gesetzgebersentgegen zu kommen. Nicht auf einmal und plötzlich werden wiruns der Resultate zu erfreuen haben. Das Neue braucht nichtübereilt zu werden, darf es nicht. Aber die Einleitung dazu kannfast überall sogleich getroffen, der Anfang kann gemacht werden.