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digen als die süße Frucht seines Strebens. Sie ist nicht dasnächste Ziel und besondere Augenmerk seiner Thütigkeit; aber sieist die süße Frucht seiner Treue. Er weiß, daß sie ihm zufallenwird, wenn er nach dem Rechten trachtet; er empfängt sie mitDankbarkeit nnd zur Erhöhung seiner Treue im Berufe. Fürden gehalten zu werden, der er ist, für ein nützliches Glied dermenschlichen Gesellschaft; daß Verkennung ihn nicht treffe; daßsein Andenken bei seinen Freunden, Amtsgenossen und Mitbürgernin Ehren gehalten werde, und er den Namen eines rechtschaffenenund braven Mannes seinen Kindern vererbe; daß man ihn zudenen zähle, durch welche in dem größeren oder kleineren Kreiseseiner Thätigkeit das Gute gefördert worden: auf diesen Wunschkann er nimmer Verzicht leisten. Wer sich als Alaun fühlt,will auch als Mann Geltung haben; wer sich als Lehrer weiß,will auch als Lehrer gelten. Er hat des Guten mancherlei ge-nossen, er will auch des Guten mancherlei wirken, sein Lebensoll nicht umsonst gelebt sein. Darum „strebt er zum Ganze,:,schließt au ein Ganzes sich an".
Dann wird auch ihm sein bescheiden und gerecht Teil. Wernach den: Wese» der Dinge trachtet, dem fallen die irdischen Be-dingungen dieses Trachtens auch zu. Du möchtest in einer Zeit,ivo der Besitz der nötigsten Habe so großen Wert hat und woalle danach streben, doch auch nicht des Nötigsten entbehren,nicht bloß zur Deckung deiner Blöße und zur Stillung desHungers deiner Kinder, sondern des Sonntags wenigstens einHuhn in dem Topfe haben und dem Freunde einen Labetrunknorsetzen können. Ja, wie wolltest du ohne Geldmittel die geistigenBedürfnisse deines Geistes befriedigen, dir die Litteratur zugäng-lich erhalten können? Und steigert es nicht die Achtung der Welt,wie sie ist, wenn man nicht wie ein Bettler dasteht, und ver-mindert es nicht die Achtung, wenn man gleich dem Proletariernon der Hand zum Munde zehrt? Die Franzosen, die auf denBesitz der Quelle des Genusses noch begieriger sind als unsereLandsleute, indem es bei ihnen soweit gekommen zu sein scheint,daß das Nützliche das Wahre und Schöne, und der Genußdas höchste Ziel aller Klassen ist, nennen nur die Vermögenden