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2 (1890)
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Bewohner»; den» wir fühle» es, welche» Schatz wir a» dem,was vc>» deutscher Gesiimimg i» »»s sei» mag, besitze». Undwir solle» die deutsche Jugend mit deutsche» Gesinnungen durch-driuge». Wie könnte» wir es, wären wir selbst nicht dem Wesennach deutscher Art und Natur! Mag der einzelne sich auch alsGenosse der engeren Heimat, der Schwabe als Schwabe, derPreuße als Preuße fühle», etwas so Natürliches verdient nicht,getadelt und geschmäht zu werden: aber das Heimatsgefühl unddas Staatsbewusstsein darf das Baterlandsgefühl und das Vater-landsbewnsstsein nicht zurückhalten. Alle Deutschen gehören einergroßen, in ihren Grundanlagen reich begabten, in vieleil Stückengroßen und herrlichen Nation an, und mancherlei Größen undHerrlichkeiteil liegen sicherlich auf der Bahn, welche das Vater-land wandelt. Freuen wir uns derselben, schließen wir uns engail dasselbe an, und erzieheil wir unsere Jugend zu allein Kern-haften und Tüchtigen, wozu deutsche Naturen empfänglich sind!Es wird uns iil dem Grade gelingen, als wir Lehrer uns alsDeutsche fühlen lind wissen.

8. Das Lehrerb cm ußtsein besteht in der inne-ren Gewißheit um damit zu schließen daßman als Lehrer etwas ist und gilt.

Von eitler Ruhmsucht, von Glanz und Ehre und andernScheingütern, die den Inhaber in das Leere und Wüste Hinein-treiben, ist nicht die Rede; wohl aber voll dem Bewusstsein desMannes. Wie er mit Freuden jeden anerkennt in seinem Wertund in seiner Stellung: so wünscht auch er von seiner Um-gebung als der, der er ist, nach seinem Streben und Handelnanerkannt zu werden. Die Achtung derer, die er achtet lindschätzt, ist ihm eins der höchsteil lind edelsteil Güter. Ohne siegiebt es keine glückliche, nicht einmal eine gedeihliche Wirksamkeit.Die Teilnahme oder Zuneigung anderer kann das Menschenkindnicht entbehren; ans die Achtung des Lehrers als Lehrer, alsMann der Erziehung und Bildung, als Träger und Fördererder Kultur und Humanität wird der, der sich und die Menschen-natur kennt, nimmer verzichten. Er steht ans seinem Posten,erfüllt seineil Berns: er erwartet die Achtung des Achtungswür-