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legt den Grund zu allem, und ohne ihn würde sofort die Barbareiüber lins Hereinbrechen. Wenn etwas auf Erden GotteSmerkgenannt zu werden verdient, so sind es die Schulen, die Pflanz-stätten der Humanität in ihrem ersten, tiefsten, unentbehrlichstenFundament. Niemand soll dieses Bewußtsein uns rauben, esgehört zur Substanz des Lehrerbewußtseins, giebt uns im Lebenden rechten Halt, sichert uns eine würdige Haltung und denErnst der Gesinnung. Wer die Bedeutung seines Berufes nichterkennt, nicht groß von ihm denkt, wird als Lehrer wenig leisteirund wirken, d. h. seine Bestimmung als Lehrer und Mensch nichterreichen, folglich ein verlorenes Dasein haben. Den Beruf er-füllen, der den Gruudtrieben meines Lebens entspricht, heißt dieAbsicht erreichen, um derentwillen der Schöpfer mich ins Dasein rief.
2. Das Lehrerbewnß tsein besteht in der rechtenGesinnung, den Schülern und den Elterngegenübe r.
Die Schüler und Schülerinnen sind unsere Zöglinge, sindPflänzchen, deren treue Wartung und Pflege wir übernommen,freiwillig und gern übernommen habeil. Sie ruhen an nnsernrHerzen, leben in demselben; für sie atmen, denken, fühlen wir.Sie sind unsere Söhne, unsere Töchter, wie sie die ihrer Elternsiild. Aber daß sie diese sind, das vergißt der Lehrer nicht.Denn dann nimmt er keinen Anstand, sich an die Eltern in allihrer Liebe, ihrer Sorge und Bekümmernis um die Kinder an-znschließen. Er beherrscht nicht die Kinder, er dient ihnen; waser ihnen gebietet, wie er sie leitet, es geschieht alles zu ihremHeil. Wären sie vernünftig, sie würden zu allem Ja sageil, waser vornimmt. „Keine Liebe gleicht der Elternliebe." Darumhorcht der Lehrer auf die Wünsche der Eltern. Nur wo dieLiebe ihnen Unvernünftiges eingeben möchte, tritt er, der ver-ständigere, nach Grundsätzen handelnde Mann ihnen entgegen,aber mit all der Schonung, worauf die Liebe, diese edle Quelleder Verirrung, Ansprüche hat. Der echte Lehrer ist der beste,treueste Freund der Eltern. Sie sehen ihn nicht, hören ihn nicht;aber sie vernehmen sein Wirken, seine Gesinnung, sein Thun.Nichtachtung, Verkennung, selbst Unrecht muß er von ihnen er-