Zur Arbeiterfrage (Die Waldenburger Deputation), lük
sind, als daß ein Mensch sie in drei Tagen durchzulesenvermag. Der Herr Abgeordnete hat mich in die fürmich unerqnickliche Notwendigkeit versetzt, in diesen Er-örterungen der Veröffentlichung, soweit es zu meinerRechtfertigung notwendig ist, vorzugreifen. Dadurch warich genötigt, gewisses mir vorliegendes Material vor-zutragen. Der Herr Abgeordnete hat dann den Kunst-griff gebraucht, die irrtümliche Darstellung, die ich alsirrtümlich nicht kennen konnte, mir uuterzuschieben. DerVorwurf trifft mich nicht; ich habe keine eignen An-gaben gemacht, ich habe nur das Material vorgelegt,welches mich veranlaßt hat, Sr. Majestät den Empfangdieser Deputation anznraten. Diese Ersparnisse, denengegenüber dieser Notschrei von zweihundert fast aus-schließlich in der Reichenheimschen Fabrik beschäftigtenArbeitern — (sechs oder acht waren aus der Kauffmann-schen und andern Fabriken) — doch nicht ohne Gewichtist, diese Ersparnisse mögen bei einzelnen bedeutend ge-wesen sein; — namentlich der Führer der Beschwerde,der Weber Paul wird als „Arbeitergenie" bezeichnet,der selbst zugab, daß er wöchentlich gegen drei Thalerverdiene. Er gab 2 Thlr. 23 Sgr. an, die Kommission3 Thlr.; darin liegt der Unterschied, den der Herr Ab-geordnete Reichenheim zur „Lüge" stempelt. Der HerrAbgeordnete hat wiederholt und mit Emphase die Petitionein „Spiel" genannt. Wir, auf der Stelle, wo ich stehe,sind nicht gewohnt, die Klagen der Armut als ein Spielzu behandeln (Murren links), auch nicht, sie mit Ent-schlossenheit in den Wind zu schlagen, wie dies vomStandpunkt des Wohlhabenden, gegen den die Klagender Armut gerichtet sind, vielleicht gewünscht werdenmag.