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2 (1885) Der Ministerpräsident v. Bismarck-Schönhausen : 1862 - 1866
Entstehung
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Das feine Gehör des Herrn v. Bismarck. 103

Wie beide Mächte, seitdem die Bereitwilligkeit Däne-marks zur Erfüllung seiner 1852 gegebenen Ver-sprechungen zweifelhaft geworden, sich gleichmäßighaben angelegen sein lassen, die berechtigten Forde-rungen Deutschlands zur Geltung zu bringen, so habensie sich auch gegenwärtig über gemeinschaftlich inKopenhagen zu thuende Schritte verständigt und siebereits ins Werk gesetzt. Diese Schritte sind außer-dem von gesonderten Kundgebungen beider Kabinettebegleitet, deren Inhalt, nach dem eigentümlichen Ver-hältnisse eines jeden von ihnen, zu der Entstehungder Verabredungen von 1851 bis 1852 bemessen undgeeignet ist, den Eindruck der vollen Uebereinstimmungzu verstärken, in welcher beide deutsche Mächte undmit ihnen voraussichtlich die Gesamtheit des Bundesdem Vorgehen Dänemarks entgegentreten.

19. Das frino Gehör des Herrn v. Bismarck.

17. April 1863.

An die Besprechung der Interpellation Twesten knüpfte sicheine fast heitere Episode. Ehe der Abg. Virchow das Wort er-hielt, begab sich der Ministerpräsident für kürzere Zeit in das vondem Sitzungssaals nur durch eine Thür getrennte Ministerzimmer.Der Abg. Virchow beantragte aus diesem Grunde die Vertagungder Debatte und die Einladung der Minister auf Grund des Ar-tikels 60 der Verfassung. In demselben Augenblicke trat derMinisterpräsident wieder in den Saal und sprach:

Ich wollte zur Beruhigung der Herreu nur bemerken,daß sowohl der Herr Vorredner, als der letzte HerrRedner im Nebenzimmer vollkommen verständlich waren.(Große Unruhe.)