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2 (1885) Der Ministerpräsident v. Bismarck-Schönhausen : 1862 - 1866
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Nochmals die polnische Frage.

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das, daß Sie eben die Natur dieser Konvention nichtkannten, und daß Sie nicht wußten, ob sie noch bestände,womit ich nicht behauptet zu habeil glaube, daß sie nichtmehr bestehe; ich behaupte bloß, daß Sie es nicht wissen.Alles, was der Herr Vorredner über den positiveil In-halt der Konvention hat angeben können, beschränkt sichdanil wieder auf die Anführung aus der französischenDepesche vom 17. Februar, daß wir mit Rußland gegen-seitig die Befugnis stipuliert hätten, zur Verfolgung vonInsurgenten die Grenzen soweit zu überschreiten, bisman auf einen hinreichend starken nationaleil Truppen-körper stieße, um die Verfolgung weiter aufzunehmen.Ich kann nur soviel sagen, diese Stipulation ist positivnicht vorhanden, sie ist nicht geschlossen worden; wasbleibt also da von der Bekanntschaft des Herrn Vor-redners mit der Konvention übrig?

Der Abg. Löwe äußerte, der Ministerpräsident habe den Ge-danken, daß Rußland aus der Konvention einen Vorteil gegenPreußen ziehen könne, völlig all aüsuräuvo geführt und warf danndie Frage auf: „Hat der Herr Ministerpräsident, als er die russischeKonvention abschloß, die durchaus nicht nötig war, nicht andreAufgaben in Deutschland vorgefunden, die er zu erfüllen hatte?Hat er nicht z. B. den preußisch-französischen Handelsvertrag vor-gefunden, hat er nicht, abgesehen von andern Angelegenheiten amBunde, die schleswig-holsteinische Frage vorgefunden, die wahrlichalle nicht gefördert werden bei der unbestrittenen Isolierung, indie Preußen in Europa durch seine russische Politik Hineingetriebenist?" Der Ministerpräsident antwortete:

Der Herr Vorredner muß meine Worte mißver-standen haben. Ich habe nicht von dem Vorteil oderNachteil gesprochen, den die Konvention für Rußlandhaben könnte, sondern, an die angeblichen Wielopolski-schen Pläne anknüpfend, habe ich gesagt: Sollten diese

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