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Arabin — Arabisches Gummi.
Cultus ein, ebenso wie in Medina, wo er selbstdie Gräber Mohammeds u. der ersten Khalifennicht schonte (1810). Mehemed Ali that im Auf-träge der Pforte diesen Raubzügen Einhalt, abererst nach mehrjährigem Kampfe (1811—1818), woIbrahim Pascha die Hauptstadt Derajeh zerstörten. Abd Allah als Gefangener in Constaminopclhingerichtet wurde. Von der Wüste aus, wohinsie geflüchtet, machten die Wcchabiten unter AbdAllahs Sohn Tnrki u. dessen Sohne Faisnl wie-derholt Streifzüge gegen die ägypt. Statthalter,denen sie 1835 n. 1837 gänzliche Niederlagen bei-brachten, n. seit des Vicekönigs Abbas Pascha Re-gierungsantritt haben Faisuls Söhne den Thronihrer Väter wieder inne, freilich nicht mehr überdas Reich von ehedem gebietend.
Mehemed Ali hatte den ihm befohlenen Zuggegen die Wechabiten zu weiteren Eroberungen>n A. benutzt, in Hidschaz u. Jemen Gouverneureeingesetzt n. selbst das Hütcramt über die heiligenStädte sich angeeignet. Jndeß, theils durch dieAsir, ein der WKüste nahe wohnendes Gebirgs-volk, theils durch Len Kabylen-Scheikh Hassan1835 u. 1837 bereits mehrfach besiegt n. zurück-gedrängt, mußte er endlich, durch den Tractat zurPacification des Orients (Juli 1810) von Leneuropäischen Mächten dazu gezwungen, was ernoch in A. innehatte, die WKüste von Akabahinab bis Mokka n. im Innern Mekka, el Tayefund das Hüteramt über die heiligen Stätten anden Sultan znrückgebcn. In Mekka hat seitdemder Großscheris von Hidschaz seinen Sitz, n. ob-wol er beauftragt wurde, der Pforte den Fürstendes südlich angrenzenden Gebirges Asir, sowieden Scherif von Mokka u. Hodyda zu unterwer-fen, hielten sich dieselben doch noch in einer ge-wissen Unabhängigkeit von den türkischen Genc-ralgouverneurcn, welche für Hidschaz (Hedjas)den Sitz in Dschidda, für Jemen in Mokkahaben. Von fremden Völkern haben mir noch dieEngländer Besitz in A., nachdem der britischeCapitän Hahnes den Sultan von Aden zur Ab-tretung dieser Halbinsel an England erst beredetu. dann, La er die Überlassung verweigerte, am11 . Jan. 1839 gezwungen. Bei verschiedenenGelegenheiten, so 1858 in Folge eines auf dieChristen in Dschidda verübten Attentats (Bom-bardement von Dschidda 15. Juli 1858), dannbei den Thronstreitigkeiten in Maskat (s. o.)haben sie sich auch in andere arab. Angelegenheitengemischt. Vgl. außer den einheimischen, unterArabischer Literatur genannten Historikern: See-mann, Ds robns Aostis Xrabnm a. 6 Iir. m,Berl. 1835; Schiiltens, Ilmtor. impsrü vstust.llootiuMarmn. herausg. v. Ring, Konigsb. 1792;Raßmussen, Historin graovix. Xrabiae ro§-norum antoislam., Kopenhagen 1817; Johannsen,Listor. llsmanas, Bonn 1828; George, 2sLotlilopmn Impsrio ln Xrnb. Ist., Berl. 1833;Rühle von Lilienstern, Zur Gesch. der Araber vorMoham., ebd. 1836; Ilisboirs des IValmbitss,Par. 1810; Förster, Ilisboinoal ^soxraplr^ ob X.,Lond. 1844, 2 Bde.; Canssin de Pcrceval, Lssnisur I'Iiist. ckss Xrabss avant I'lslainisme, Par.1847, 3 Bde.; Crichton, Ulst, ok Xrabla and itspsopls, Edinb. 1852; Sedillot, Ilistoirs äss
Grabes, 1854 ; Krehl, Über die Religion der vor-islamit. Araber, Leipz. 1863; Flügel, Gesch. derAraber, Leipz. 1867, 2 . Ausl.; Müller, Beiträgezur Gesch. der westl. Araber, Münch. 1868; Weil,Gesch. der islamitischen Völker, 1868; d'Avril,2'Xrabio eontsmporains, Par. 1868.
Arabin, Arabinsiinrc, s. Arabisches Gummi.
/Wadis 2. (Gänsekraut), Pflanzengatt, ans derFam. der Crnciferen (XV. 2 ), mit aufrechtemKelche, 4 weißen oder violetten Blumenblättern,einer linealen Schote, deren flache oder etwasconvexe Klappen von einem Längsnerv oder sehrvielen Längsäderchen durchzogen sind; Narbe stumpf,zuweilen seicht ansgerandet; «Lamm in jedem Facheeinreihig; Keimblätter flach. Arten meist in Alpenund Gebirgsgegenden; die bekannteren sind: beiuns tV iürsnta § 0070 ., mit weichhaarigem Stengel,seltener X. brassioastormis IVallr., mit kahlenmeergrünen, herzpfeilförmigen, steugelumfassendenStengelblättern; X. aurionkata La»»., die Staub-fäden mit geöhrtcr Basis; L. tnrrita L.. Stengeln. Blätter grau-sammethaarig; X. arcnosa ,?vox.,rauhhaarig; Wurzelblätter rosettig, lcierschrotsäge-förmig; Blume rosa oder weiß, auf steinigen Ge-birgen, Sandfeldern und in Felsenspalten.
ArabischesGmnnii (Mimosengummi, 6ummlarablonm, (I. mimosao) schwitzt ans den Stäin-men verschiedener Acacienarten, die sich im Ge-biete des Nil u. des Senegal, ferner am Cap derguten Hoffnung, in Ostindien n. Australien finden.Die wichtigsten, in NOAfrika wachsenden sindXoaoia aradlea, X. torlülis, X. 8s^al, 7 I. Lllren-bsrKinna. n. a. Die hauptsächlichsten im Handelunterschiedenen Sorten sind folgende:!) Das echtearabische, türkische oder ägyptische, auch levan-tische G. genannt, welches in Oberägypteu, Nu-bien u. Arabien gewonnen wird. Es bildetrund-lichc, leicht zerbröckelnde Stücke von verschiedenerGröße, blaßgclb, geringere Sorten röthlich bisbräunlich, die außen matt - rauh u. rissig sind u.einen flachmuscheligen, glasglänzenden Bruch zeigen.Es ist geruchlos, schmeckt fade süßlich u. löst sichvollkommen in Wasser zu einer schleimigen Flüs-sigkeit. Dasselbe kommt auch namentlich in seinenreinsten Sorren als Torgnmmi dar. Ihm sehrähnlich ist das Berrygummi. 2) Das Embavi-gnmmi, ebenfalls dem Icvantischen sehr ähnlich,ist spröder als dieses u. bildet meist kleinere Kör-ner; es wird des geringeren Preises wegen demlevantischen oft beigemischt. 3) Das Gedda-(Dschedda-)gummi, ans der Gegend von Adenstammend, besteht aus kugelförmigen, weiß-gelbenbis roth-braunen Stücken. 4) Das Senegal-gummi, aus den französischen Besitzungen amSenegal, meist über Marseille nach Dcmschlandkommend, bildet oft zollgroße, selbst pfundschwerekugelige Massen von großmnscheligem, glasglän-zendem Bruche, blaßgclb bis gelb-roth. Es löstsich weniger vollkommen in Wasser, als das echtea. G. Man unterscheidet von demselben je nachseiner Form, Farbe n. Abstammung mehrere Sorten,wie Las Galamgnmmi, Sabrabeidagnmmi u. a.Demselben ähnlich, aber kleinere Stücke bildend,ist das berberische oder barbarische, nach seinemAusfuhrhafen auch Mogadorgummi genannt. 5) O st-indisches Gummi, große durchsichtige Stücke