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Apothckerkuiist
1835, 2. A.; Philippe, Geschichte der Apotheker,deutsch, Jena 1854. Die erste öffentliche A. derWelt errichtete im Jahre 765 der arabische KhalifAlinansur zu Bagdad; Lurch die Araber kamen dieA-u nach Spanien u. von da nach Italien, dannnach Frankreich n. Deutschland, wo in Augsburgschon Ende des 13. Jahrhunderts eine solche be-standen haben soll, Prag 1342, Nürnberg 1404,Leipzig 1400, Basel 1440, Berlin 1488 n. andereStädte die ersten Anstalten dieser Art erhielten.Näheres in geschichtlicher, wie in staatlicher Hinsichts. n. Pharmacie.
Apothekcrkunst, s. u. Pharmacie.Apothekerordnung, Apothekertaxc, s. n.
Apotheke.
Apothekern ereilt, Verein der deutschen Apo-theker zur Vervollkommnung der Pharmacie undder zu ihr in Beziehung stehenden Hilfswissen-schaften, Verbesserungen des Apothekerwescns undErleichterung des Geschäftsbetriebes, gegenseitigeUnterstützung bei unverschuldeten Unglücksfällen u.Unterstützung verdienter würdiger Gehilfen in Alter,Krankheit rc. Der A. besteht seit 25. März 1821u. hält nach Art der Wandergesellschaften seinejährlichen Versammlungen an verschiedenen Orten;die erste fand 1821 in Minden (Westfalen) statt.In Deutschland bestanden bis zum Jahre 18732 Abtheilnngen des Apolhekervereins, eine nord-deutsche und eine süddeutsche; seit 1873 vereinigt,wurde die erste Generalversammlung im Sept. 1873in Köln gehalten. Vgl. Grundsätze des Apotheker-vereins im nördlichen Deutschland, Lemgo 1821u. ö.; Archiv des A-s, heransgegebcn von Brandes,Schmalkalden 1822 f.; seit 1846 Archiv derPharmacie rc., heransg. von Brandes n. Wackcn-roder, Hannover. Ein gleicher A. besteht auch inder Schweiz.
Apotheker:,eichen. Beim Gebrauche des me-trischen Gewichtes finden gar keine Zeichen mehrstatt, sondern das Gramm wird als Einheit ange-nommen; die Thcile derselben stehen hinter demKomma; z. B. 7,°s bedeutet ohne Weiteres 7 u.
Gramm.
Apotheina (gr., Math.), eine ans dem Mittel-punkte eines regulären Vieleckes auf eine Seite des-selben gefällte Senkrechte.
Apotheose (v. Gr.), k) Vergötterung, Versetz-ung unter die Götter, mit göttlicher Verehrungverbunden. Dieser Brauch geht von der göttlichenVerehrung der Könige im Orient aus. Doch er-hielten auch bei den Griechen ausgezeichnete Men-schen nach ihrem Tode diese Ehre, bes. Wohlthäterihres Volkes, so Thesens bei den. Athenern undandere Heroen. Unter den Nachfolgern Alex-anders, bes. den Ptolemäern, apothcosirte derSohn den Vater als Vorfahr in der Regierung.Bei den Römern hieß die A. Loimseratio n. be-ruhte darauf, daß man die verstorbenen Seelen od.Manen als göttliche Wesen, vii Llanso, dachte.Die Consecration des Romnlns ist ein verein-zelter Fall der Vergötterung durch das Volk. Inspäterer Zeit, besonders seit Cäsar, wurde die A.in Rom allgemeine Sitte, n. wurde dieselbe allenrömischen Kaisern, meist in Folge Senatsbeschlusses,zu Theil, mit Ausnahme des Vespasian, der dar-auf verzichtete; selbst einigen christlichen Kaisern
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ward diese Ehre zu Theil. Die Ä. wurde unterbestimmten Ceremonicn ausgefllhrt. Nachdem dieBestattung der Leiche, dem üblichen Branche ent-sprechend, prunkvoll ausgefllhrt war, wurde Lasin Wachs verfertigte Ebenbild des Verstorbenenvor dem kaiserliche» Palast auf einem kostbarenParadebctte 7 Tage lang ausgestellt, währendwelcher Zeit Mitglieder des Senats und Frauenvon hoher Geburt dasselbe in tiefer Trauerumgaben. Sodann fand auf dem alten Forumeine Art musikalischer Vorfeier zu dem Haupt-act statt, dessen Schauplatz der Liiinpu» Llar-tius war. Dort war in mehreren, pyramida-lisch sich verhängenden Stockwerken ein im In-nern mit dürrem Reisig angefüllter, mit kostbarenTeppichen u. Kunstwerken ansgeschmückter vier-eckiger Bau von kolossalen Dimensionen aufge-führt, in dessen zweitem Stockwerke die Bahre auf-gestellt u. mit Räucherwerk aller Art umschichtetn. überhäuft wurde. Nachdem dann ein impo-santer Umzug der gesammtcn Ritterschaft zu Pferde(ckoonraio) erfolgt war, gab der Thronerbe dasSignal zur Entzündung des Aufbaues, indem ereine brennende Fackel hineinschlcnderre, welchemBeispiel von allen Seiten Folge gegeben wurde,so daß der stolze Bau alsbald in lichten Flammenstand. Aus dem obersten Stockwerke ließ manzuletzt einen Adler (bei Kaiserinnen einen Pfau)auffliegen, womit das Aufsteigen der Seele in denHimmel angedeutet werden sollte. Der Apotheo-sirte hieß nun Oivns u. erhielt Priester (Lollalosn. Lneorävtsv) zngeordnet u. somit einen religiö-sen Culrns. Auf Münzen werden die Apotheo-sirten mit einem Strahlenkränze, oder auf einemAdler (Phönix) schwebend dargestcllt; oft befindetsich auch nur das Wort Loiwocratio auf demRevers. Die A. der Frauen wird auf Münzendurch einen Pfau angezeigt, auch durch einen Ses-sel der Inno. Es fehlte nicht an Verspottungendieses zur Unsitte gewordenen Brauches, z. B. inder Apokolokyntosis (Verwandlung in einen Kür-bis, Versetzung unter die Kürbisse), einer demSeneca beigelcgten Spottschrift auf den KaiserClaudius. Unter den auf erhaltenen Denkmälerndargestellten A-n ist am bekanntesten die Homers,ein Relief, 1658 auf einem Grundstücke des Für-sten Colonna ausgegraben, wo Kaiser Claudiusehemals ein Landgut hatte; sic ist in mehrerenKupferwerken abgebildet, besonders im Clememi-nischen Museum des Vaticans. 2) Im christlichenSinne die Vertheidigung der göttlichen NaturJcsn; in dieser Bedeutung gibt cs ein Gedicht vonPrudenlins.
Apothcsis (Apothese, gr., das Ablegen), 1)(Ant.) Aussetzung der Kinder; daher Aporhetai,eine Schlucht am Taygetos bei Sparta, wohindie schwächlichen n. mißgestalteten Kinder gleichnach der Geburt ausgesetzr wurden. 2) (Anlauf,Bank.) S. u. Ablauf. 3) (Chir.) Wiedcrein-richrnng von Verrenkungen. -1) (Gramm.) Ab-satz, Rnhepnnkt in einem Satze. 5) (Metrik)Die Schlußsilbcn eines Verses.
ü potwri (lat.), nach der Hauptsache, nach derHauptperson, nach der Mehrzahl. L putiori übüonomiimtio, nach dem Vorzüglicheren, Vornehme-ren geschieht die Benennung.
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