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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Apostolische Schlüssel Apostroph.

die Armee wurde geschlagen, u. die Regentschaftfloh nach Frankreich. Als die Franzosen ein-rückten. stand aber auch schon wieder eine neueGlanbensarmee von 10.000 Mann bereit, n. unterAuflösung der alten Regentschaft bildeten Calderon,Eguia, Eroles u. Erro eine provisorische Ncgicr-ungssunta (9. April 1823), die auch neben dervon den Franzosen (24. Mai 1823) errichteten offi-ciellen Regentschaft sortbcstand. Nach Wiedereinsetz-ung des Königs bildete sich ans dieser Partei einebei Hofe einflußreiche Camarilla, deren Erhebunggegen das gemäßigte Ministerium Zea 1825Bessieres mit dem Leben büßen mutzte. 1826erhob sich die Partei wieder n. unterstützte dieportugiesischen Gesinnungsgenossen, u. 1827 mußteselbst der König gegen einen von ihr angestiftetenAufstand in Catalonien entschreiten. Seit 1830,seit Entstehen der carlistischcn Partei, ging die A.P. in dieser ans.

Apostolische Schlüssel, 1) so v. w. Schlüssel-gewalt; 2) die beiden Schlüssel im päpstlichenWappen.

Apostolischer Segen, der vom Papste alsNachfolger des Apostels Petrus crtheilte «egen.

Apostolischer Sitz (Sackes npostoiioa), 1) sov. w. Apostolische Kirche 1); 2) (ap. Stuhl) diepäpstliche Regierung, weil die Päpste sich als Nach-folger des Apostels Petrus ansehen.

Apostolisches Symbölum, so v. w. Aposto-lisches Glaubensbekenntnis;.

Apostolische Tradition, angeblich von denapostolischen Vätern u. deren Schülern gesammeltemündliche Aussprüche der Apostel über kirchlicheDisciplin rc. Die Katholische Kirche gibt der A. L.gleichen Werth mit den kanonischen Büchern desN. T.; die Protestanten verwerfen dieselbe alsunerwiesen.

Apostolische Bäter, diejenigen Schüler undGenossen der Apostel, von welchen wir echte oderunterschobene Schriften vorwiegend praktischen In-haltes haben: Barnabas, Clemens Romanus, Her-mas ans dem Kreise des Paulus; Ignatius, Po-lykarp, Papias, Schüler des Johannes; endlichDionysios Arcopagita, angeblich Schülerdcs Paulusin Athen. Nene Ausgaben von Hcfcle, 4. A.,Tüb. 1856; Dresscl, 2. A., Lpz. 1863; Jacobson,4. A., Oxford 1863 (deutsch von Scholz, Güters-loh 1865). Vgl. Hilgenfcld, Die ap. B., Halle 1853.

Apostolischer Bicar, Gesandter des Papstesbei wichtigen Missionen.

Apostolisches Zeitalter, die Zeit der Be-gründung des Christenthnms durch die Apostel u.ihre unmittelbaren Gehilfen, im Allgemeinen dasI.Jahrh. christlicher Zeitrechnung umfassend. VonJerusalem, der eigentlichen Mnttcrgcmeinde, vonwelcher die anfangs noch wenig umfangreicheMissionsthätigkcit ihren Anfang nahm, ging baldauch der große Gegensatz aus, der dem erstenchristlichen Jahrhundert sein Gepräge gibt. Seitdem Jahre 44 zog Jacobns der Jüngere in seineeigene, streng asketische Gesetzlichkeit mehr n. mehrdie ganze Jernsalemischs Gemeinde n. alle Apostelhinein. Als durch die Anfänge einer Mischungvon Juden- n. Heiden-Christen in den syrischen u.phönikischcu Gemeinden und noch mehr durch dieHeiden-Missionen des Paulus an die Mutierge-Plercrs Unioersal-Convcrsatioils-Lexikoil. ü. Aufl.

meinde die Frage herantrat, ob das Christcnrhnmauch fernerhin nur eine Genossenschaft innerhalbdes Jndcnthums bleiben solle, gelang es demgroßen Hcidenapostel, wenigstens für sich freiesFeld zu erringen. Aber die Partei von Jerusalemfuhr fort, seine Gemeinden mit ihrer Predigt vonder Nothwendigkcit der Beschncidung und andererSatzungen zu verwirren. Dieser Streit über-lebte die Apostel und ihre ältesten Stiftungen inPalästina, die im Jüdischen Kriege nmergingcn.Was aber auch geblieben, theilweise freilich in einedurch mehrere Jahrhunderte sich hinzichende Ent-wickelung cingetretcn ist, das sind die wesentlichenBestandthcilc der von jenem Gegensätze kaum be-rührten inneren Verfassung der ältesten Gemeinden.So groß der Einfluß der Apostel gewesen sein mag,regiert haben sie die Gemeinden nicht; u. was manvon den Ältesten n. Propheten (Predigern, Leh-rern) erfährt, zeigt, daß die apostolische Zeit keinenEpiskopat, keine Priester hat, ja nicht einmal, wasman ein geistliches Amt nennen kann. Erst dieFolgezeit sah ein geistliches Vorsteheramt sich bildenu. ans diesem weiterhin den Episkopat hcrvorgchen.Über das Besondere der Lebens- u. Gottcsdicnst-ordnnng s. die einzelnen Art. Vgl. von kritischerSeite besonders Baur, Paulus, 2. A., Lpz. 1866;Hausrath, Neutestamentliche Zeitgeschichte Bd. 2:Bd. 2: Die Zeit der Apostel, Heidclb. 1872.

Apostool, Sam., mennonitischcr Prediger zuAmsterdam; st. 1644; nach ihm sind die Apostoo-len, eine extreme Partei der Wiedertäufer, ge-nannt; s. n. Wiedertäufer.

Apostroph, der (gr. die apoströxdos, abge-Ivandt, lat. die nxostropdus, sranz.die npostropdo,ital. der npostroko). Das neben (nicht über)dem Worte stehende Häkchen ('), welches gricch.meist neben dem Schlnßbnchstaben rechts als Zei-chen des Abwerfens eines Eudvocals, der Eli sionverwandt wird, z. B. epeit' für vpsita; seltenerbezeichnet es den Wegfall eines kurzen anlantcndenVocals t mo'§ü, statt me e^ö. Lateinisch steht dasAuslassungszeichen nicht nur für einen weggesal-lenen Vocal, wie in nostin', ain' für nostino, aisns,sondern auch für das von altlat. Dichtern wcgge-lassene s: eertissimn' nnntin' mortis (eortissimusnuntius mortis). Ital. kann der A. zu Anfangn. zu Ende eines Wortes (nicht in der Mitte) fürweggefallene Vocale u. Diphthonge stehen. Franz,wird durch den A. nur in wenigen, meist einsilbi-gen Wörtern der Wegfall des stummen o, in i' fürIn der des a, n. in si vor il, iis der des i, bezeichnet.Im Deutschen kann der A. am Ende, zu Anfangn. in der Mitte der Wörter den Wegfall einesBocals bezeichnen, z. B., so Hab' ich's gehaltenvon Jugend an; Wie groß ist des Ällmächt'genGüte. Oft wird auch bei Eigennamen ein A. ge-setzt um die Genitivform von der des Nominativsicherer zu unterscheiden: Gocthc's Werke. Neuer-dings sucht inan den Gebrauch des Zeichens mehrn. mehr zu beschränken. Holländisch ist nament-lich das häufige Weglasscn des Vocals zu Anfangder Wörter zu bemerken: 'kib, ich; 'tdet,das (aber t'ts, zu); 'sävs, des, und is, ist.Vgl. 'd den, ich bin; 't duis, das Hans (abert' duis, zu Hause); clit's. dies ist, u. die Städte-'s ürnveudaAs (Haag), d. i. des Grafen49

-namen:I. Band.