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Aphthonios
bei Rindern, Schafen, Ziegen u. Schweinen ver-kommende epizootifche u. ansteckende Krankheit, diesich durch fieberhaften Blasenausschlag auf derSchleimhaut des Maules (Maulscuche) und imKlauenspalte (Klauenseuche) zu erkennen gibt.Die Seuche erlangt in manchen Jahren eine un-geheure Ausbreitung u. schreitet in solchen Fällenim Allgemeinen stets von Osten nach Westen —von Rußland bis zum äußersten Westen Spa-niens — vor. Sie verbreitet sich ans dem Wegeder Ansteckung; ob nebenbei selbständige Ent-wickelung vorkommt, ist noch nicht mit positiverGeivißheit dargethan worden. Nach stattgefnndenerAnsteckung erfolgt in 3—6 Tagen der Ansbruchder Krankheit. Die Genesung tritt meist in6—1V Tagen ein. Während der Krankheit, diean sich nicht lebensgefährlich ist, gehen die Thierebedeutend im Ernährungszustände zurück. DerGenuß der ungekochten Milch von erkranktenThieren bewirkt bei Kindern häufig Kopfweh,Schwindel, Erbrechen u. Durchfall.
Aphthonios, gricch. Rhetor in Antiochien, zuEnde des 3. u. Anfang des 4. Jahrh.; ist außer-dem, daß seine (meist von Hermogcnes entlehnten)Progymnasmata im 16. n. 17. Jahrh., besondersin Deutschland zum Leitfaden in der Rhetorikdienten, bcs. bekannt durch die nach ihm benannteOsiria Xpsitiwniuna; s. Chria Seine Schrift inSpengel, lillstorvs grasoi, Bd. 2, Leipz. 1854,und besonders herauszegcben von Petzholdt,Leipz. 1839.
/kpkipllae (Bot.), Blattlose, ist die große Abthcil-ung der Kryptogamen ohne eigentliche Blätter,u. werden dahin die Algen, Flechten u. Pilze ge-rechnet. Sie sind an das Wasser oder wenigstensan feuchte Luft gebunden, finden sich reichlichst inden Polargegendcn, spärlicher in den Tropen, be-decken die Gebirge ins zur Schneegrenze, be-reiten die verwitternde Erde für die höheren Pflan-zen vor, füllen Sümpfe u. Moräste aus n. sindfür die großen Zwecke u. Ziele der Natur wich-tiger, als für den Nutzen des Menschen.
üpb>I!antbas L-, Pflanzeugattnng aus der Fam.der Liliaceen (VI. 1); nackter Stengel, am Endemit einem kleinen Büschel blauer Blüthen. Art:L.. wonspsklisnsis IV., Nelkenlilie, in SFrankreich,blau blühende Gartcnblnme.
»pb^IIus (v. Gr., Bot.), blattlos.
üpk>ieis L. M (Ilzänora V/runb.). Pflanzen-gattung aus der Fam. der Cytineen (XVI. 1). X.h^änors. V. /L (OFänora, alrioanu 27»mb., Pitz-malve), eine der merkwürdigsten Pflanzen; siewächst am Cap parasitisch aus der Wurzel derOnpkwrbia mauritsnioa, einem Banchpilze od. derTrüffel ähnelnd, indem der zur Blüthe sich ent-wickelnde Fruchtknoten unmittelbar aus derselbenhervortritt; wird von den Hottentotten gegessen.
Apia, Hafenstadt auf der Schifferinsel Upolu,von Europäern bewohnt; protestantische u. katho-lische Kirche, katholische Schule, Schiffswerft;Consulate; reger Handel: im Jahre 1871 liefenim Hafen ein 67 Schiffe mit 14,282 TonnenGehalt, davon 36 deutsche mir 8696 Tonnen.
k pmcöi-o (ital., spr. piatschere), 1) (tV piaoi-insnto, Mus.) nach Belieben. 2) (Handelswesen)Nach freier Wahl; wird bei Wechseln gebraucht,
— Äpilius.
um dadurch dem Inhaber anheimznstellen, denWechsel vorzuzeigen u. einzuziehen, wann es ihmbeliebt. Durch diesen Ausdruck wird ein Wechseleinem auf Sicht lautenden gleich.
Apianus, 1) (eigentlich Bicnewitz od. Benne-witz) Peter A., geb. 1495 bei Leißuig inSachsen; studirte in Leipzig, wurde 1523 Lehrerder Mathematik in Ingolstadt u. von Karl V.,bei welchem er als Astronom in Ansehen stand,»obilisirt; st. 1552 zu Ingolstadt. Schr.: 6osma-xrapllia, Landsh. 1524 (in mehrere Sprachenübersetzt); Xstrorwmia oassarsa, ebd. 1532; In-soiiytioncs s. 8. vstustatis, ebd. 1534. 2) Phi-lipp, Sohn des Vor., geb. 1531; erhielt dasAmt seines Vaters, fertigte eine Karte von Bayern,Bayerische Landtafcln (Münch. 1566, 24 Bl.); alsLutheraner mußte er 1568 von Ingolstadt fliehen,wurde Lehrer der Mathematik in Tübingen n. st.hier 1589.
Apisrlao k?ev8t. (Xntkwylülas O-ntr.), die Jtt-secrenfamilie der Bienen oder Immen,üpiainum (lat.), Bienenhaus.
Apice (spr. Apitschc), Flecken im Bezirk u. derital. Prov. Bencvcnto; Olban; 3660 Ew.üpkces Iuris (lat.), juristische Spitzfindigkeiten.Apictus, Name zweier römischen Schlemmer,von denen der Eine, Marcus Gabius A., zur Zeitdes Angustus u. Liberias lebte u. mehrere nach ihmbenannte Gerichte erfand u. selbst in den höchstenKreisen als Autorität galt. Als sein Vermögen nurnoch etwa 300,000 Thlr. betrug, vergiftete er sichaus Furcht, verhungern zu müssen. Das unter sei-nem Namen erhaltene Werk über römischeKochkunst:Os arte onkinuria od. Os opsouiis st oouckimontis,öfter heransg., so von Torinns, Bas. 1541, zuletzt:Os rs ooguinaria librl äsoom, Hcidclb. 1867 vonSchuch (2. fTitel-Mufl. 1874), rührt nicht von ihmher, sondern von einem gewissen Cölins, der den Na-men A. nur aus Spekulation angenommen hatte.Vgl. Dierbach, Olvru upieianu, Heidelb. 1831.
üpiouMtus (Bot.), spitzendig, kleinspitzig, plötz-lich in ein kurzes Spitzchen (Xxioukum) ausgehend,ü pioä (franz.), zu Fuß.
Apii» (Chem.) ein m der Peter-
silie u. in kleinerer Menge in der Sellerie vor-kommendes Glucosid; bildet ein weißes, geruch- u.geschmackloses Pulver, das bei 180" schmilzt undin heißem Wasser leicht löslich ist u. beim Erkal-ten„eine Gallerte bildet.
ApMUs, Franz Maria Ulrich Theodor(sein eigentlicher Familienname Huch war voneinem seiner Vorfahren gräcisirt, nach dem gr.aipeinos, hoch), geb. 13. Sept. 1724 zu Rostock;studirte daselbst u. wurde zuerst hier Privatdocent,1755 Professor der Astronomie bei der Akademieder Wissenschaften in Berlin, 1757 Professor derPhysik an der kaiserlichen Akademie zu Petersburg,Lehrer des Großfürsten Paul, wirklicher Staats-rath im Collegium der auswärtigen Angelegen-heiten, Direktor des adeligen Cadettencorps undOberanfseher der Normalschnlcn, 1797 Gehcim-rath n. st. als Privatmann zu Dorpat 1802.Von ihm rührt eine Methode her, Stahl durchde» Doppelstrich zu magnetisireu; auch hat erschon die Jnflueuzelektricitäteu auf Nichtleiternnachgewiesen. Bon seinen zahlreichen Schriften