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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Amrum

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er, als dieser im Jahre 525 von seinem eigenenStamme erschlagen worden, die Ausübung derRache auf sich, mußte aber, da er sein Rachewerknicht nach Wunsch zn Ende führen konnte, von! Neuem entfliehen. Er wandte sich nun an den

H oströmischen Kaiserhof; allein Justinian ließ ihn

mittels eines vergifteten Gewandes zu Angora ansdein Wege schaffen. A. gilt als ein Vorbild inLob- u. Spottgedichten. Außer seiner Moallakat,heransgcg. von Lette, Leyden 1748, Hengstcnberg,Bonn 1823, Arnold, Leipzig 1850, erschien nochsein ganzer Divan in der Ausgabe von M. G.

! de Slane, Paris 1837 (Übersetzung von Fr.

Rückcrt, Stuttg. 1843). Von den ihm zugeschrie-s benen 68 Gedichten soll jedoch fast die Hälfte un-

l echt sein. Den Namen Jmruulkais führen auch

! noch 17 andere Dichter, von denen mehrere zur

Zeit des Islam lebten.

Amrum, s. Amrom.

^ Am Sand, Wirthshans bei St. Martin imBez. St. Leonhard des österreichischen KronlandesTirol, links an der Passeir; Geburtsstätte u. HausAndreas Hofers, 1838 zu einem landessürstlichen^ Lehugute erhoben.

Arnsberg, Aug. Phil. Christian Theodorv. A., geb. 17. Juli 1780 zu Rostock, gest. 9. Juli1871; Kammersecretär zu Braunschweig, späterKammerassessor u. Kammerrath; führte die Ver-, Handlungen wegen Bctheiliguug BrannschweigS an

dem Steuervcrcin u. Mitteldeutschen Haudelsverein,» wurde 1833 Direktor des Fiuanzcollegiums, 1835s Chef der Steuerdirection u. 1850 Chef der Eisen-bahn- u. Postdirection. Er machte den ersten Planzur Anlage von Eisenbahnen in Deutschland.

Amschaspauds, s. Amshaspands.

Amschclverg, Marktflecken im böhmischen Bez.

! Selczan (ehern. Kreise Tabor); Pfarrkirche, Syn-

agoge, Schloß; Alkohol- u. Lederfabrikation, Bier-brauerei; 2870 Ew.

Amschiu, der 6. Monat des türkischen Kalenders.

Amsdorf, Nikol, von A., Genosse Luthers;stammte aus einer Meißnischen Adelsfamilie, wargeb. 3. Dec. 1483 zu Großen-Zschopa bei Wurzen;studirte seit 1502 in Wittenberg, lehrte dort seit! 1504 Philosophie, seit 1511 Theologie, u. stand

von 1516 an treu zu Luther, den er 1519 zurLeipziger Disputation n. 1521 auf den Reichstagzu Worms begleitete. 1522 wurde er Predigerin Wittenberg u. 1524 Superintendent in Magde-burg, wo er die Reformation begründete; 1537war er auf dem Convent in Schmalkalden u. 1541beim Colloquium in Negensburg; 1542 wurde ervon Kurfürst Johann Friedrich dem Großmü-thigen als erster evangelischer Bischof v. Naumburgberufen n. von Luther ordiuirt; aber 1546 voms Herzog Moritz vertrieben, kehrte er nach Magde-burg zurück. 1550 wurde er von den Söhnendes gefangenen Kurfürsten zum Oberkirchenrathernannt und nahm seinen Wohnsitz in Eisenach.Dort starb er nach endlosen Kämpfen für dielutherische Rechtgläubigkcit gegen das Augsburgerund das Leipziger Interim, gegen Adiaphoristen,Synergisten rc., 14. Mai 1565. Er schrieb Vieles,veranstaltete auch die Jenaer Ausgabe von LuthersSchriften, 1555 ff. Lebensbeschreibung von Presset,

> Elberf. 1862; Meier, Lpz. 1863.

Amsel ist die Schwarzdrossel; s. u. Drossel.

Amselbeerc (Amselkirsche) ist lUmmim« eu-tiiartiea L.

Amselfeld (lat. Oampus insrüiarum, serbischIlussorvopolso oder nur Losscnvo, ung. IliAmusM),hügelige Hochebene (nach A. Bone 450 m) inder europäischen Türkei, Alt-Serbien, PaschalikPrisren, deren Länge von Nerodimlja bis Mitrowitza70 u. die Breite 30 Icm beträgt. A. liegt zwi-schen Makedonien und Bosnien; von Makedonientrennt es das hohe Gebirge Ljubatin, gegen NW.liegt das Gebirge Rogosua, südöstl. ist der EngpaßKaczanik. Die Ebene durchfließt der Fluß Sitnitza,u. der größte Theil derselben ist mit Waldungenbedeckt; im Übrigen ist überall fruchtbarer Acker-boden, ausgenommen das morastige Quellgebietder Sitnitza. Bewohnt wird A. fast ausschließlichvon mohammedanischen Schkipetaren (Albanesen),welche sich hier seit 1690 festsetzten, nachdem dieserbische Einwohnerschaft nach Ungarn auswan-derte. Das A. ist herühmt wegen der vielenSchlachten, die hier ausgcfochten wurden. Zuerstgewannen hier im I. 1073, als das A. noch zuBulgarien gehörte, in der Nähe von Prischtinadie Serben einen glänzenden Sieg über die ver-bündeten Griechen und Bulgaren. Im I. 1170schlug unter Zweczan an der Sitnitza der großeScrbenzupan Stephan Nemanja, der nachmaligeBegründer des großen Serbeurciches, seine Brüder,welche ihm mit den Griechen vereint die Ober-gewalt entreißen wollten. Am 27. Juni 1389brachten hier die Türken unter Murad I. denSerben unter Knes Lasar eine totale Niederlagebei. 1403 gewann bei Gracanitza der Sohn desunglücklichen Serbeuczars Stephan Lasarcwieeinen Sieg über Sultan Musa, den Enkel Mnrads.Am 17., 18. u. 19. Oct. 1448 zwischen Prischtinan. Wuczitin Niederlage der Ungarn unter JohannHunyadi gegen die Türken unter Murad II.,17,000 Ungarn deckten das Schlachtfeld, und derRest rettete sich nur durch einen eiligen Rückzug.1689 gewannen die Türken unweit von Prischtinaeinen Sieg über den österreichischen HeerführerPiccolomini. 1831 wurden die bosnischen Insur-genten unter Capitäu Hussein Gradaschczewic vondem gegen sie angcrückten türkischen Militär zer-sprengt u. fast gänzlich vernichtet. Eine ausführ-liche Beschreibung des A-es haben Hilferding undHahn in ihren Werken gegeben, und die groß?Schlacht am A-e bringen viele Nationallieder,welche Karadzic in seiner Sammlung den kom-menden Geschlechtern erhalten hat; aber eine ge-schichtlich wahre Darstellung derselben ist nirgendvorhanden.

Amsclmövc ist die schwarze Seeschwalbe.

Amshaspands, in der Zoroastrischcn Lehre die 7höchsten Lichtwescn, von welchen alle guten Existen-zen ausgehen. Ihr Oberhaupt ist Ähnra Mazda,oder Ocmuzd; mit ihnen hat man die indischenAditjas und die hebräischen Erzengel verglichen.In einem späteren, nicht altbaktrischen Stücke wer-den 33 A. genannt, was wol zn der Annahmeberechtigt, daß der Name Amshaspand auch inweiterem Sinne gebraucht wurde u. die unsterb-lichen Genien des Himmels überhaupt bezeichnete.

ümsinokis I-s/im., Pflanzengatt. anS der Fam.