Amerikanisch,: Mcrthümcr.
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stillos, Lond. 1825, neu 1871; O. Delitsch, West-indicn u. die Südpolarländcr, geogr. und statist.,Lpz. 1871; Kunstmanu, Die Entdeckung A-s nachden ältesten Quellen dargestcllt, Miinch. 1859;Kohl, Geschichte der Entdeckung von A., Bremen1861; Frdr. von Hcllwald, Die amerikan. Völker-wanderung, Wien 1866; v. Martins, Beiträgezur Ethnogr. n. Völkerwanderung A-s, Lpz. 1867;v. Martins, Beiträge zur Ethnogr. n. Sprachen-knnde A-s, Lpz. 1867; Brinton, Mrs mMis oktüs I7e>v ^Vorlci; a trsatiss ok tbo sznnbolismanci mvtüoloA^ ok tüs reck rase in Amerioa,New-?/ork 1868 ; A. Morclct, Reisen in Central-ameritä, deutsch v. Hertz, Jen. 1872; Die Eisen-bahn durch die Anden von Peru, Mitthl. derGeogr. Gescllsch. in Wien, 1873,Nr. 7; v. Hlibner,Ein Spaziergang um die Welt, Lpz. 1874.
Amerikanische Alterthiimcr. "Alexander v.Humboldt unterwarf die A-n A. zuerst einer wissen-schaftlichen Forschung. Seitdem haben sowol ganzeGesellschaften (n. a. die Ethnographische in New-Jork), als auch einzelne Gelehrte, wie Sqnicr,Davis, Schcrzer, Stephens, Norman, Dr. S. Wil-son, Fr. v. Kittlitz u. A. sich erfolgreich mit derAufsuchung n. Classificirung derselben beschäftigt,das Gefundene ausführlich beschrieben und dasSammelbare in Museen aufgehoben, so zu New-Jork, Mexico, Washington. Alan theilt dieA-n A. innord-, süd- n. mittamcrikan. A. Von den cin-sachsten Cnltnrzustände» zeugen die in den Vcr.Staaten, namentlich im Stromgebiete des Missis-sippi, aber auch in Florida n. sogar in Utah ge-fundenen. Es sind meist hügelartige Erdanhäuf-nngcn (Llounäs), hin n. wieder unter Verwendungvon Steinmaterial errichtet, in erstaunlicher An-zahl (im Staate Ohio allein über 10,000) n. oftvon großer "Ausdehnung; so ist der Monnd vonCahokia 220 m lang, 160 m breit n. 28 in hoch.Oft bilden sie in ihrer Form Nachahmungen vonMenschen- oder Thiergcstalten, oder symmetrischeFiguren. In den Ländern am Golfe vonMexico findet man sowol in den Umwallungen derMonnds, als auch in ihrem Innern Backsteine.Man will in ihnen Gräber, Altäre, Tempel oderdie Überreste von Wohnungen erkannt haben. Inden Monnds finden sich oft gebrannte Vasen,Pfeifcnköpfe, Schmncksachcn, Waffen ans Stein n.Kupfer, letzteres um so merkwürdiger, als dieIndianer, mit denen die zuerst in Amerika an-kommcnden Europäer znsammcntrafen, nur stei-nerne Geräthc kannten. Es wäre vergeblich, dieZeit der Entstehung der Monnds, die ethnogra-phische Zugehörigkeit ihrer Erbauer rc. fcststellenzu wollen. Sicherlich waren sic nicht die Vor-fahren der heutigen Indianer, eher stehen sie mitden Tolteken Mexicos in verwandtschaftlichem Zu-sammenhang. Weit bedeutender sind die Stcin-u. Felsbantcn SAmcrikas, darunter (unwcit'LaPaz in Bolivia) die riesigen Mauern bei Tiahna-naco, ans Felsblöcken von 120 ebm bestehend,dann die Ruinen eines Jnkatcmpels und die desPachacamac; ferner zahlreiche Knnststraßcn, wiedie großartige, theils über Abgründe, theils durchFelsen geführte Straße von Quito nach Cuzko;endlich Sonnentempcl, wie der zu Cuzko. AuchHieroglyphen und rnnenartige Schriftzeichen auf
Felswänden, sowie Mumien finden sich in Süd-amerika. Die plastischen Arbeiten in Thon oderedlen Metallen sind meist sehr genau und natur-getreu gearbeitet. Die Architektur der in exica iri-schen Denkmäler (12. oder 13. Jahrh.) trägtdurchaus den pyramidalen Charakter. Die Teocallrs(Gotteshäuser) steigen meist terrassenartig bis zueiner Höhe von 40—50, ja sogar 100 m emporu. haben eine größere oder kleinere Plattform, aufder sich eine Kapelle oder eine Halle befindet. Aneiner oder mehreren Seiten sind sie mit breitcli,steilen Treppen versehen, die oft zickzackartig vonStufe zu Stufe weitcrführcn. Große Höfe undPriesterwohmmgcn umgaben den Fuß dieser abgestumpften Pyramiden. "Am berühmtesten sinddiejenigen von Cholnla, Papantla, Jochicalco n. a.In den Tempeln n. Wohnungen fand man In-schriften, gemeißelte Ornamente, auch Statuen n.Reliefs von strenger, aber nicht unedler Form,kolossale Götzenbilder, alles meist mit lebhaftenFarben angemalt, sauber gearbeitet n. von großertechnischer Fertigkeit zeugend. Auch finden sich inverschiedenen Gegenden Ruinen von Stavren. Dieeigentliche Region derStädtcrnineu ist aber Mittel -Amerika. In Guatemala kennt man deren außerkleineren 7 größere. "Auch Honduras hat eine be-deutende Anzahl solcher gininen mit znm Theilkolossalen Gebäuden n. künstlerisch hochstehendenScnlpturarbciten aufznweisen. Die "AlterthümerNicaraguas befinden sich größtentheils auf den In-seln des gleichnamigen Sees; auf einigen dersel-ben entdeckte Squier 1850 eine Anzahl großerGötzenbilder, welche von den übrigen Sculptnrendieser Region gänzlich verschieden sind. Alles dieswird aber durch Großartigkeit u. Pracht von denAlterthümern der Halbinsel (Yucatan übcrtrofscn,wo die Zahl der bis jetzt entdeckten Rninenstädtenicht weniger als 45 beträgt. "Auch hier findensich große, mit Stein gepflasterte Straßen, außer-dem zahlreiche Cistcrn'cn (wegen des Wasserman-gels der Halbinsel), sogar eine unterirdische Wasser-leitung, eine 19 m lange Brücke rc. Die meisteBewunderung haben die Monumente in Nxmal,Nochacab, Kebah, Chichen-Jtza, Jabah n. a. O.hervorgcrnfcn. Peru hat uralte Tcmpelruinenans riesigen Terrassen, mit Begräbnißstätten, so-wie Fclscnscnlptnrcn, von welchen Hutchinson be-hauptet, sie seien weit älter, als die Zeiten derInkas. Ans den Chincha-Jnscln fanden sich unter deinGuano in großer Tiefe geschnitzte Götzenbilder n.Gefäße von schöner Politur. Vgl. Brannschweig,Amerikanische Denkmäler, Berl. 1840; Bradford,^morioan Xntignitiss, New-Dork 1842; Kings-borough, Antignities okLloxioo, Lond. 1829—48,9 Bde.; Gailhabaud, iLntiguitso moxioaiirss. Par.1834—36; I. L. Stephens, Inoiäsnts ok Travel,Osntral America, 10. oclit., 2 Bde., Lond. 1843,heransg. v. 6atlrsrtvoocl. ebd. 1854; Inoicisnts okTravel, luoutan, 2 Bde., ebd. 1843;Rcbcl, Vozaixspittoresgns st areltsoloAigno sn ltlexigne, Par.1836; Waldeck, VoxaAS yittorssgus st arefiso-loAistue snHatan, ebd. 1834; Norman, Rambles(inHatan, Pbilad., 7. A. 1849; Charnay, Oitss^et ruius8 amsrio., Par. 1863; Squier, Ämeiont, lilonuments ok LIississippi Valley, heransg- v.(Davis, Wash. 1848; ^.ntiguitiss ok tlrs Ktats