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— Ambulance.
ümbrosis L., Pflanzengatt., zur Familie derAmbrosiaceen (XXI. 6) gehörig; männl. Blüthenröhrig auf kahlem Fruchtboden, weibl. ohne Krone.Der Name kommt von dem angenehmen Gerücheder geriebenen Blatter, sonst sind die Pflanzen un-ansehnlich. Arten: X. maritima L., in Italien,Kleinasien rc. am Meeresnfer, sonst als vsrbaambrosias officinell; X. artsmisiaekolia V., inNAmerika gegen das Fieber gebraucht.
ümbrosiaceae Lr'-rL., eine den Compositen naheverwandte dicotyle Pflanzenfamilie ans der Ord-nung der Lzmanäras; Blüthen zweihänsig, diemännl. mit 5 freien oder verwachsenen Staub-gefäßen im inneren Köpfchen, die weibl. einzelnoder zu zweien; Frucht vom verhärteten Hüll-kelch eingeschlossen. Sie enthält wenig ansehnlichePflanzen, die keine Verwendung, auch nicht alsZierpflanzen finden. Gattungen: Xmbrosia, L.,Xransoiia, <7crv., Xantiimm L.
Ambrosianische Bibliothek, die vom Erz-bischof Borromeo 1602 gegründete, 1609 eröffneteu. nach St. Ambrosius genannte Bibliothek inMailand; s. u. Mailand.
Ambrosianische Liturgie (Xmbrosiannmolüoinm, Xmbrooianns ritns), von dem römischenunterschiedenes Meßritual der Kirche zu Mailand,vom heil. Ambrosius eingeführt.
Ambrostanischer Kirchengesang, der an-geblich vom heil. Ambrosius zuerst in Mailandeinqeführte Gesang; s. u. Kirchengesang.
Ambrostanischer Lobgcsang, der lateinischeHymnus Vs vsum lanäanms.
Ambrosisch (v. Gr.), 1) von Ambrosia daherunsterblich, unsterblich machend; 2) göttlich, auch3) herrlich duftend, z. B. ambrosische Nacht.
Ambrosius (v. Gr.), 1)St.A., Sohn eines röm.Präfecten in Gallien, geb. um 340 in Trier oderArles; zeichnete sich früh schon in Rom als Redneru. Philosoph aus u. wurde 369 unter ValentinianStatthalter von Oberitalien in Mailand. Er ge-wann sich bei Verwaltung dieses Postens alleHerzen so, daß man ihn nach dem Tode desArianischen Bischofs Auxentius 374 zum Bischofist Mailand wählte. Als solcher belegte er denKaiser Theodosius, weil derselbe die empörtenEinwohner von Lhessalonike hatte niedermetzelnlassen, mit dem Banne, den der Kaiser auch 8Monate dulden mußte. Er starb 4. April 397,liegt im Dome zu Mailand begraben u. ist Schutz-patron dieser Stadt. Sowol der Tag seinerWeihe als Bischof, wie sein Todestag werden ge-feiert. Sein Kreis, sagt Niedner, war wenigerdie Wissenschaft, aber in einem Maße u. Umfange,wie sonst selten, das religiöse Leben in allen seinenBeziehungen u. Interessen. Für Beförderung derRechtgläubigkeit (bis zur Engelverehrung), desMönchthums, des Kirchengesanges rc. war er un-abläßig thätig. Schr.: Üsxasmsr««, heransg.von Gilbert, Lpz. 1840; Vs olkicüs ministrornm,heransg. von Krabinger, Tüb. 1857; Vs kiäs,äs oxiritn saneto; vpistolas, beste Ausgabe vonden Maurinern, Par. 1686, 1690, 2 Bände; einCommentar zu den Briefen des Paulus (der soge-nannte Ambrostaster) ist unecht. Vgl. Rudelbach,Christi. Biographie, I., Lpz. 1849. 2) A. derCamaldulenser, geb. 1386 zu Portico bei
Florenz; 1431 General des Camaldulenser-Ordens,versuchte diesen zu reformiren, worüber sein vo-äosporlüon, Florenz 1678, eine Beschreibung seinerVisitationsreise und seine vpistolas berichten;starb 1439. 3) A. (russisch Amwrosfij). Unterdiesem Namen ist der als Metropolit von Nowo-grod 1818 verstorbene Vodobjädof bekannt; früherMönch u. Prediger an der geistlichen Akademie inMoskau, darauf seit 1774 Rector u. Archimandritdes Zaikonospaskischen Klosters in Moskau, undseitdem Katharina II. durch seine Beredsamkeitauf ihn aufmerksam gemacht wurde, Bischof vonSjäwsk, Kasan u. 1795 Beisitzer des heil. Synod;1799 wurde er Erzbischof von Petersburg und1801 Metropolit von Nowogrod. Kurz vor seinemTode gab er seine Erbauungs- u. sonstigen Redenheraus, früher eine Anleitung zum Lesen d. Heil.Schrift (1779).
Ambrosoli, Francesco, italien. Belletrist u.Gelehrter, geb. in Mailand am 27. Jan. 1797,1840 Professor der Ästhetik an der Universität inPavia; nach der Revolution von 1848 seinesÄmtes entsetzt, erhielt er einen Ruf nach Wien;zuletzt war er Secretär des Lombardischen Insti-tuts für Wissenschaft und Literatur; st. 15. Nov.1868. A. war Mitarbeiter der vibllotsea Ita-liana, eines von der österr. Regierung zur Be-kämpfung des Liberalismus gegründeten Werkes,seine bedeutendste Leistung für dasselbe eine Über-sicht der Literatur von 1815 bis 1825. Vgl. St.Grosso, 8n§ii »tnäil äi v. X. neils Isbt. Arseliss lat., Niliwo 1872.
Ambroz, linker Nebenfluß des Alagon in derspanischen Prov. Cäceres; durchströmt ein äußerstmalerisches und fruchtbares, mit Oliven, Wein,Gartenfrüchten, Kastanien angebautes Thal.
Ambryssos (a. Geogr.), Stadt in Phokis, amParnasses, von den Thebanern gegen Philipp v.Makedonien befestigt. In der Nähe Tempel derArtemis Diktynnäa; beim jetzigen Distomo.
Ambulacralfnsichcn sind die eigenthümlichenBewegungsorgane der Stachelhäuter oder vow-noäsmmta (Seeigel, Seesterne rc.).
Ambulacrum (röm. Ant.), 1) grüner, schat-tiger Spaziergang in der Nähe des Wohnhauses,besonders Allee, auch Spaziergang im Allgemeinen;2) Sangplatte der Ambulacralfüßchen bei denStachelhäutern (Seeigel, Seesterne rc.).
Ambulante (stanz., v. lat. amimlars, hin-kt. herwandeln), 1) leichtes Feldlazareth (s. Feldla-zareth). Die leichten (oder Divisions-)Lazarethesind bestimmt, den Verwundeten ans dem Schlacht-felde die erste Hilfe zn leisten und deren Behand-lung u. Pflege so lange zu übernehmen, bis diePatienten einem schweren (Corvs-)Lazarethj. über-geben, oder in eine andere Heilanstalt geschaßtwerden können. Zu diesem Zwecke wird jedesDivisions-Lazareth in zwei Abtheilungen: einfahrendes Detachement mit den nöthigen Wagenn. ein Depot, getheilt. Das fahrende Detachementhat die Bestimmung, den Truppen unmittelbarauf das Schlachtfeld zu folgen u. hier an einembei Tage durch eine Fahne, bei Nacht durch eineLaterne markirten Berbindeplatz, den Verwundetenärztliche Hilfe durch den ersten Verband und dienöthigsten Operationen zu leisten u. die Patienten