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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Amasis -

St. hatte einst 200,000, jetzt 25,000 Ew.; Sitzeines griechischen Metropoliten, hat viele Moscheen(darunter die von Bajazet H. 1490 erbaute),Klöster u. 18 höhere islamit. Schulen (Medresses),mit über 2000 Schülern, deren Unterhalt ausden Einkünften der Schulen bestritten wird. —A., früher schon A. oder Amasda, war nach Mi-thridatcs Residenz der Könige von Pontos. Sul-tan Melck Ghasi, von der Familie der Damisch-mends, nahm A. 1083 den Griechen; 1174 er-oberte sie Kilidsch Arslan für die Seldschuken u.Bajazet II. 1485 für die Osmanen. Hier 1555Friede zwischen Sultan Soliman u. Persien, (s.Türk. Reich). A. ist Geburtsort von Strabo u. desSultans Selim I. Bgl. Perrot, Xntiquitssä'Xwaoia, in der Rsvus arellsoloAiqus, 1862, x.277 ff.

Amasis (Amoses), 1) A. I., König v. Ägyp-ten, 1706—1681 v. Chr. (nach Brugsch), aus derXVIII. Dynastie, begann die Herrschaft der Hyk-sos zu stürzen s. u. Ägypten. Brngsch, List.ä'LZ>pts, I. 84 ff. 3) A. II., aus der XXVI.Dyn., angeblich aus niederem Stande; wurde 571v. Chr. an der Stelle des Apries vom Heere zumKönig von Ägypten gewählt. Er begünstigte dieGriechen, nahm fremde Söldner in seine Diensteu. brachte durch weise Regierungsmaßregeln Ägyp-ten zu hoher Blüthe; er st. 527. Er war derFreund des durch das Schillersche Gedicht bekann-ten Polykrates von Samos. (Vgl. Brngsch, I.258 ff.) Er verschönerte den Tempel zu Sais durchden Bau der Propyläen. Vgl. G. Ebers, OsÜMastia, vieesima ssxta rsZum XsAzqchioruw,Berlin 1865.

Amasonis L., Pflanzengattung, nach ThomasAmason, amerikanischem Reisenden, benannt, ausder Farn, der Berhenaceen (XIV. 2), mit 5thei-ligem Kelche, röhriger, btheiliger Blume u. 4sami-gcr Steinfrucht. Arten: A.. erseta T., krautartig,mit gelben Blumen, aus Surinam; puuiesaVastk., Strauch, aus Trinidad, mit HochrothenBlumen.

Amaffera (Amastris), Seest. an der Küste desalten Paphlagonien, im türk. Vilajet Kastamuni(Kleinasien), auf einer Halbinsel am SchwarzenMeere, mit Trümmern der alten Stadt; 4000 Ew.A. hieß früher Sesamos und erhielt den neuenNamen von Amastris, welche im I. 322 v. Chr.sich mit Dionyfios, dem Tyrannen von Herakleaam Pontos, vermählt hatte. Später gehörte A.Len Königen von Pontos und wurde mit derUnterwerfung des Pontischen Reiches römisch.Als sich aus dem Byzantinischen Reiche dasKaiserthum Trapezunt bildete, kam A. 1210 andieses, dann an Genua und ward von Moham-med II. nach der Eroberung von Constantinopeleingenommen u. ^/g der Ew. nach jener Stadt versetzt.

ümassetto (fr.), Spatel, Farbenmesser von Holz,Horn, Eisen rc., womit die Maler die Ölfarbeauf dem Reibstein u. der Palette zusammenreibeu(amassiren). In neuerer Zeit, seitdem ein mehrpastoser Vortrag üblich geworden, benützen mancheMaler die Spatel selbst zum Aufträgen der Öl-farbe auf die Leinwand, um so eine stärkere Wirk-ung zu erzielen, die sich bei Mauchen bis zumPlastischen steigert.

- Amazia.

Amat, Gewicht in Batavia — 2 Pikuls oder123 Kilo.

Amnta (lat., die Geliebte), 1) weiblicher Vor-name; 2) Gemahlin des Latums, s. u. Äneas.

Amateur (fr.), Liebhaber, Freund.

Amatha, 4 von den Arabern stark benutzteSchwefelquellen von 34—43° 6., am Jarmuk(Scherial el Mandhur), Nebenfl. des Jordan inPalästina.

Amäthie (v. Gr.), Unwissenheit, Ungelehrigkeit.

Amathus (Amathonte, Amathunt), St. auf derSKüste Cyperns, mit einem berühmten Tempel derAphrodite, welche daher den Beinamen Amathusiahatte. Die Ruinen des Tempels fand Hammer-Purgstall in dem Dorfe Agios Tychonos wieder.Än Stelle der alten Stadt liegt jetzt Alt-Li-massol. Im Alterthum war die Gegend durchBergwerke, in der Neuzeit ist sie durch Cyperweinu. Johannisbrod für den Handel wichtig. Die Ver-ehrung der Aphrodite hat den Namen Amathontetypisch gemacht als Bezeichnung eines der Liebegeweihten Ortes.

Amäti, eine Familie Cremoneser Geigenmacherim 16. u. 17. Jahrh., deren Instrumente manschlechthin Amatis oder Cremoneser nennt.Die vorzüglichsten wurden von den Brüdern An-tonio, Geronimo u. von Niccolo , dem Sohnedes Letzteren, im 17. Jahrh. gebaut. Die echtenAmatis sind zu einer Seltenheit geworden.

Amatitlan, St. am See gl. Namens in dermittelamerikanischen Republik Guatemala; warmeMineralquellen, Handel mit Früchten, Seide, Salz;vor 30 Jahren noch ein kleines Jndianerdorf, jetztdurch den Cochenillebau Ort von nahezu 7000 Ew.

Amstonus (lat.), verliebt; daher Xmaboriusmnsvülus (Anat.), Liebesmuskel, derjenige Ge-sichtsmuskel durch dessen Zusammenziehung dasGrübchen in der Wange entsteht — Lachmuskel(musoulua risorius).

Amatrree (spr. -tritsche), St. im Distr. Citta-ducale der italienischen Prov. Abruzza ulteriore II.(Aquila), am Tronto; 6300 Ew.

Amaul, Fisch, s. Sander.

Amaurose (v. Gr.), schwarzer Staar, so v. w.Blindheit, wenn dieselbe hedingt ist durch Stör-ungen im Bereiche des lichtempfindlichen Apparats(Netzhaut, Sehnerv, Gehirn). Meist ist alsdannmit Hilfe des Augenspiegels Atrophie der Sehnervennachzuweisen.

Amausen sind durch Zinnoxyd undurchsichtiggemachte Gläser, auch Emaillen genannt.

Amaxichi (Ämakuki), Hauptstadt LN der NO-Küste der ionischen Insel Sta. Maura (Leukadia);griechischer Bischofssitz, 15 Kirchen, 2 Klöster. Wegender häufigen Erdbeben, deren eines 1825 dieStadt fast ganz zerstörte, sind die Häuser meistvon Holz gebaut. Der Doppelhafen ist nur fürkleinere Fahrzeuge zugänglich; Schifffahrt, Handel;Öl u. Südfrüchte; gegen 6000 Ew. In der Näheauf einer Landzunge die Festung Sta. Maura,die mit der Stadt durch eine Wasserleitung ausder Zeit der venetianischen Herrschaft in Verbind-ung steht.

Amazaleks, einer der bedeutenderen Kaffern-stämme; s. u. Kafsern.

Amazia, Sohn u. Nachfolger des Joas als