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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Alimente -

dieser Rechtstitel, eventuell würde richterliches Er-messen entscheiden. Auf die persönlichen Verhält-nisse des Berechtigten wie des Verpflichteten istdabei stets Rücksicht zu nehmen. „Bis zurMllndig-keit" vermachte Alimente sind männlichen Personenbis zum 18., weiblichen bis zum 14. Lebensjahre znleisten. Im Zweifel beziehen a. IsZs-bn sich nurauf die leiblichen Bedürfnisse des Legatars. (S.auch Ältemheil, Leibrente, Leibzucht.)

Alimente, s. Alimentation.

Alimipi, See in Canada, mit dem See Su-perior verbunden. .

ü lines (lat.), auf einer neuen Zeile; daherAlinda, Absatz im Druck oder in der Schrift.

Alingsäs, St. in dem schwedischen WeneborgsLän, am Säve Äs, beim See Mjör, gut gebaut,Sauerbrunnen, Fabrikanlagen; 3000 Ew.

Alioth, Stern r im Großen Bären (s. d.).

Alipee, Stadt an der Küste von Malabar;13,000 Ew.

Aliphcra (a. Geogr.), St. in Arkadien, südl.vom Alpheos; mit Tempeln des Asklepios u. derAthene (deren berühmte Bildsäule von Hypato-doros daselbst stand); Ruinen beim jetzigen Ne-rovitza.

Aliquoter Theil (v. lat. aliquot, etliche, ir-gendwicviel), irgendwievielter Theil einer Größe,ist eine andere, wenn sie, mit irgend einer ganzenZahl, ausgenommen 1, multiplicirt, jener gleichwird. 3 ist ein a. T. von 27; denn 3 x 9 — 27.Eine Größe ist demnach ein Vielfaches (Multiplum)jedes a. T-s von ihr. Ist eine Große kleiner alseine andere, aber nicht ein a. T. derselben, sonennt man sie wol einen aliquanten Theil derzweiten.

Aliquote Töne, s. Obertöne.

Alise (A.-Ste.-Reine), Df. im Arr. Semurdes französischen Depart. Cöte-d'Or, am MontAuxois; Hospital für Hantkranke, Stahlquelle mitBadeetablissement, Eisenminen, Chocoladenfabrik,Handel mit Rosenkränzen; stark besuchte Wallfahrtam 7. Sept.; 740 Ew. Der 418 rn hohe MontAuxois beherrscht die Thäler der Flüsse Brenna,Oze u. Ozerain; auf ihm stand angeblich das alteAlesia (s. d.); Napoleon III. ließ 1865 auf seinerSpitze durch Millet eine kupferne Kolossalstatue desVercingeturix errichten.

lllisma V. (Froschlöffel), Pflanzengatt, aus derFam. der Wasserliesche oder Alismaceen (VI. 4),mit 3 äußeren kleineren kelchartigen u. 3 größerenkronblattartigen Blüthenhüllblättern, 6 Staubge-fäßen, qnirlstäudigen, zahlreichen Fruchtknoten u.vielfächeriger Kapsel mit 1 Samen in jedem Fache.4.. Vianta^o V. (Wasserwegbreit), deutsche Wasser-pflanze, Wurzel u. Kraut als Raäix und VerbaplalttaMvis aquatioas gegen die Hundswuth em-pfohlen; 4.. nobans, parnassikoiium, rnnnnevloi-äos, in Sümpfen, zum Theil sehr selten.

lUismscese (Bot., Wasserliesche), Pflanzenfamiliemit regelmäßiger, zweireihig-sechsblätteriger Blu-menhülle, 6 oder mehr freien Staubgefäßen, ein-bis zwei-eiigen Fruchtknoten, mit 1 Griffel undNarbe, trockenen Früchten u. gekrümmtem Embryo.Enthält die Gattungen Eilsum, LaZibbaria n. a.

Aliso (a. Geogr.), 1) alter Name des FlussesAlme. 2) Ein von Drnsus 11 v. Ehr. gegen die

— Alison.

Cherusker u. Sigambrer angelegtes Castell au derMünduug der Alme in die Lippe, jetzt Las DorfElsen, 1^ Stunde von Paderborn, nach And. ander Vereinigung der Ahse und Lippe bei Hamm,oder bei dem Zusammenflüsse der Liese und Lippebei Liesborn oder bei Haltern. Nach der Nieder-lage des Varus wurde A. von Len Römernverlassen, aber von Germanicus wieder her-gestellt u. besetzt. Vgl. Giefers, Vs Llisons oa-sbello, Krefeld 1847; Effekten, Das römische CastellA., Hanuov. 1857; Ders., Gesch. der Sigambrer,Leipz. 1868.

Alison, 1) Archibald, geb. 1757 zu Edin-burgh, gest. 1839 als Prediger an der episkopalenKapelle daselbst. Sein Vssa/ on bös Vaturs anckVrinoiplss ok Basis (Edinburgh 1790 u. ö.) wirdwegen der Klarheit der Darstellung n. der Schön-heit des Stils von den Engländern sehr geschätzt,wenn auch die darin ausgestellte Theorie sich nichiallgemeinen Beifalls zn erfreuen gehabt hat. Auchhat man von ihm eine Reihe vortrefflicher, imGeiste Fenelons gehaltener Predigten (Lermons.2 Bde., Edinb. 1814 bis 15 und seitdem öfter).2) Sir Archibald, Sohn des Vor., englischerGeschichtschreiber, geb. 29. Dec. 1792 zu Kenleyin Shropshire, wo sein Vater damals Pfarrver-weser war; erhielt seine Erziehung in Edinburgh,stndirte die Rechte und wurde 1814 Mitglied derschottischen Advocatenkammer (Var). In demsel-ben Jahre reiste er nach Paris, wo er unter demEindrücke, den die Zusammenkunft der verbünde-ten Monarchen auf ihn machte, zuörst den Planzu seinem späteren großen Geschichtswerke faßte.Eine Frucht seines Aufenthaltes in Frankreich wa-ren seine Bravsls in Braves (1816). Nachdemer sich durch seine Vrivoipiss ok bös Orimivsl Varv(Edinb. 1832) u. Vraobies ok bbs Orimival Vav(ebd. 1833) einen bedeutenden Ruf als Jurist er-worben hatte, wurde er1834Sherif von Lacajhire.Seine Visbör/ ok Vnrops krom bös 6ommsvkfl>insnt ok birs Brsvob Revolution io tirs Rssbo-rabiov ok bbs Bourbons erschien zuerst 1833 bis1842 zu Edinburgh in 10 Bdn. u. gehört zu denbemerkenswerthesten Erschcinnugen der neuerenhistorischen Literatur. Sie ist seitdem in zahlrei-chen starken Auflagen verbreitet und nicht nur inmehrere europäische Sprachen (ins Deutsche vonMeyer, Lpz. 1842 bis 1846, 6 Bde.), sondern so-gar ins Arabische n. Hindostauische übersetzt wor-den. Ihr Werth als Geschichtswerk besteht haupt-sächlich in dem großen Ncichthum an Thatsachenu. der Kunst, womit der Verfasser das mit größ-tem Fleiße gesammelte Detail für das Gesammt-bild zu verwerthen verstand, sowie in der lebendstgen u. malerischen Darstellung. Zum Nachthcilgereicht ihr nur der beschränkt conservative Partei-standpuukt, von welchem aus A. die Dinge be-trachtet. Auch fehlt es der Sprache nicht seltenan Correctheit. Eine Fortsetzung des Werkes, dieA. unter dem Titel Bbs Visbör/ ok Burops krombbs Ball ok Vapvisov to tbo ^oosssiov ok BovisVapoisov (Edinb. 1852 — 57, 6 Bde.) erscheinenließ, ist eine sehr flüchtige, nachlässig u. incorrectgeschriebene Compilation, voll von Ungenauigkeiten,Auslassungen u. paradoxen Behauptungen. MitBeifall wurde sein Bits ok bbs Ovbs ok Narl-