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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Algerien.

die der Metidschaebcne diluviale Horizontalschichtenvon Mergel in Nollkiesel. Außerdem finden sichim Lande Neste erloschener Vulcane u. trachytischePorphyre.

Die Gesammtbcvölkerung A-s beträgt nachdem Census von 1872 2,414,218; davon sind2,123,045 Mohammedaner u. 11,482 in AnstaltenBefindliche, 164,175 Franzosen (davon 34,574algerische Israeliten), 71,366 Spanier, 18,351Italiener, 11,512 Anglo-Malteser, 4933 Deutschennd 9344 Fremde verschiedener Abstammung, imGanzen also 245,117 Europäer. Im Jahre 1866betrug die Bevülkeruugszahl 2,921,240 , davon217,990 europ. Nationalität, die somit einen Zu-wachs von 27,127 Köpfen erhalten. Der Con-fessio» nach vertheilcn sich die Ew. (Census vom31. Dec. 1866) ans die verschiedenen Cnlte unge-fähr, wie folgt: Katholiken 211,194, Protestanten5000, Israeliten 35,737, andere nicht christlicheSecten 17,232 nnd Mohammedaner 2,688,746.Die Hauptbevölkernng der Eingeborenen bilden,außer kleineren Stämmen die Araber und Berber.Elfteren werden beigezählt: die Beduinen (s. d.),welche nomadisch im Test, oder auch als arbeit-same Landbauer in der Sahara leben; dann dieMauren (s. d.), die, in Städten und Dörfernwohnend, sich vom Kleinhandel und Handwerkennähren. Zu den Berbern gehören die Kabylen,sie wohnen hauptsächlich in Dörfern und unzu-gänglichen Bergregionen des Dep. Constantine,wo sie schon de» Karthagern und Römern,später den Vandalen, Len byzantinischen Griechen,Arabern und zuletzt den Franzosen hartnäckigWiderstand geleistet haben; sie treiben Ackerbauund etwas Industrie. Von den kleineren Stämmenkönnen hcrvorgehobcn werden: Die Biskrih, ara-bischer Abstammung, ans der Oase Biskarah, unddie Mzabiten, berberischen Ursprunges, aus denOasen der nördlichen Sahara und ketzerische Mo-hammedaner. Außer den Türken, welche in ge-ringer Anzahl vorhanden sind, müssen noch dieInden, die nicht so sehr mit dem Handel sich be-fassen, sondern die auch als Schreiber, Beamte u.Handwerker thätig sind und 1870 von Frankreichemancipirt wurden, endlich die Neger genanntwerden, die seit 1848 Freie sind, und meist alsTagelöhner u. Dienstboten in den Städten leben.Eintheilung und Verwaltung. Das Land

für Constautine 175,000 ßIon (3178 ÜZM), fürganz Algerien 390,000 üm (7082 UM). Jedesder 3 Departements zerfällt wieder in militärische,u. Civildistricte: Constautine mit den Civil-Arrond.Bona, Constantiue, Gnelma, Philippeville, Setisn. 4 militärischen Subdivisionen; Algier mit denCivil-Arrond. Algier, Blida, Miliana, 2 militärischenSubdivisionen u. 3 weiteren Districten; Oran mitden Civil-Arrond. Mostagancm u. Oran und 3militärischen Subdivisionen. Bei den Arabern bil-den mehrere in einem Kreise zusammenstcheudeZelte einen Duar, das kleinste Gemeinwesen desLandes; mehrere Dnars eine Ferka (Kanton) un-ter der Leitung eines Schcikh; mehrere kleine F-erkaSoder auch eine einzige große einen Stamm miteinem Ka'id an der Spitze; mehrere Stämme un-ter einem Agha ein Aghalik, u. mehrere Aghaliksunter einem Kalifa oder Baschagha einen größerenVerwaltungsbezirk. Diese Eintheilung dient zurSteuererhebung und zur Aushebung der Mann-schaften. In jedem ^Verwaltungsbezirke bestandvor 1870 außerdem ein sogenanntes ArabischesBureau,' ein Begutachtungsrath (aus Franzosen,die mit Sprachen u. Sitten der Araber vertrautwaren, und Arabern gebildet), welcher über Ver-waltungsfragcn sein Gutachten abgab, u. dem dieÜberwachung des Steuerwesens, des Unterrichtesu. zum Theil auch die Justizpflege oblag. EineVerbesserung der Rechtspflege trat 1854 durchTrennung der arabischen Gerichte von den euro-päischen ein, wodurch die Araber eingeborene Ge-richtsbeamte (Kadis) erhielten, welche jedoch vonden Militärbehörden ernannt werden. Es bestehen,wie iiy Mutterlande, beim Gerichtsverfahren 3Instanzen, von denen die höchste der Pariser Cassa-tionshof ist. Die oberste Behörde eines jedenBezirkes war vor 1870 ein französischer Offizier;dieser stand unter dem Generallieutenant der Pro-vinz, u. an der Spitze des Ganzen der General-gonvernenr, der zu Algier residirt, die Civil- u.Militärgewalt in sich vereinigt n. unter dem fran-zösischen Kriegsministerium steht. Zu Gunsten derArabischen Bureaux wurde im Jahre 1852 demGencralgonverneur die Vollmacht ertheilt, aus denTruppen, die A. verlassen, je einen Offizier vomBataillon zurückznbehalten, wenn ein solcher fürden Dienst in den Arabischen Bureaux besondersbrauchbar war. Nach den französischen Verfassun-

Departe-

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Algier . . . !l 01 M 6Oran . . . 1289,631Constautine 1278,068

872,951 > 7,g513,492! 101,027,775! 4,i

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9,2

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^669,015 2,414,21^ 6,gDie osficiellenAngaben sind für Algier 11

0,2

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Düm

ist in 3 Departements (früher Provinzen) eilige- gen von 1851 nnd 1852 verlor A. wieder dastheilt, welche nach Flächeninhalt u. Einwohnerzahl Recht, einen Vertreter in die Gesetzgebende Ver-(Ccnsus von 1872) hier zusammengesteüt sind: sammlung Frankreichs zu wählen. Ein Zollgesetz

vom Januar 1851 hatte den Zweck, den Verkehrmit dem Mutterlande zu erleichtern u. zu beför-dern; ein anderes vom Juni desselben Jahres,durch Schutz die Vermehrung des Grundeigcnthumsu. die Herbeiziehung von Einwanderern zu bewir-ken, war ohne den gewünschten Erfolg, weil dem'Ermessen der Behörden noch zu viel eingeräumtwar u. die Selbstthätigkeit des Einwanderers über-all auf Hindernisse stieß. Nach dem Staatsstreichevon 1851 wurde eine Strafcolonie in A. gegrün-det. Ein Decret vom 3. Mai 1852 vermehrte denBestand der aus Einheimischen gebildeten Trup-pen, um die französischen an anderen Orten ver-^ wenden zu können. In neuerer u. neuester Zeit(2052 H)M), für"Oran 102,000Dskl" (1852 DM),!ist in der Verwaltung viel projectirt u. experimen-