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laubniß, eine Festung daselbst anzulegen; doch wurde!letztere Erlaubniß wieder zurückgcuommen, n. mußte
A. nach zweimaliger Belagerung, von einigen sei-ner Hauptleute verlassen, die Insel aufgeben. VonLen Saracenen eroberte er 1S07 die Insel Soco-tora u. sperrte dadurch die Handelsstraße der Ve-netianer u. Genuesen nach Indien. Nachdem er1508 Nachfolger des alten Almeida im Vicekönig-thum in Ostindien geworden, eroberte er 1510 imNovember die Stadt Goa, 1511 Malacca, dannCeylon, bombardirte Aden, während ein Theil sei-ner Flotte bis zu den Molukken vordraug u. dieHerrscher von Siam, Java u. Sumatra um seineFreundschaft baten, n. eroberte endlich 1515 Or-mus, das die Hauptstütze der portugiesischen Machtin Asien wurde. Im Vicekönigthnm liberall be-liebt, ward er bei König Emanuel herrschsüchtigerPläne verdächtigt und erhielt, eben von Ormuskommend, vor Goa die Nachricht von seiner Ent-setzung, die den in seiner Gesundheit schon Ge-schwächten zum Tode erschütterte; st. 16-Dec. 1515dor Goa. Lein natürlicher Sohn Blas d'A. gabin den (loinmontarios cko Arancko Xil'oiwo cl'X.eine sehr gute Lebensbeschreibung von ihm.3 ) Eduarde d'A., Coelhe Marquis von Baste,Graf von Pernambnco, zeichnete sich im Kriege desdamals mit Spanien vereinigten Portugal gegenHolland in Brasilien, besonders in Bahia ausund lieferte ein Tagebuch dieses Krieges von 1680an (s. u.). Als Portugal mit Brasilien unabhängigwurde, 1640, blieb er auf spanischer Seite u. zog sichnach Madrid zurück, wo er 1658 starb. Nomoriasciiarias cks 1s, Ansrra äol Lrarii pur Disonrso äsnnovo anos smporancko äescko ol NOOXXX,Madr. 1654, in 4". 4 ) Alfonso, Herzog vonA., spanischer General, war mit Romana in Dä-neniark; führte, 1808 nach Spanien zurückgekehrt,eine Brigade unter dem Herzog von Jnfantadogegen die Franzosen, zeichnete sich bei Medellin u. alsDivisionsführer bei Ocana aus u. warf sich 1810mit 8000 Mann ans die Insel Leon, wo er den Ober-befehl übernahm. Er vertheidigte Cadiz bis 1811gegen die Franzosen u. trat dort an die Spitze einerCentraljnnta, entzweite sich aber mit der Regent-schaft u. ward nachLondon geschickt, wo er1813,starb.
Murnum (Bot.), s. Splint.
ülburnus LonL, Laube, Fischgatl. der Karpfcn-familie; chrrakterisirt durch die kurzen Rückenflossenund die langen Afterflossen; Schlundzälme in 2Reihen, zu 2 und 5. Dahin die gemeine Laube,Uckeley (X. Inoiäus UscL.); klein, selten bis 20 am;die Schuppen des ganz kleinen dienen zur Fabri-kation unechter Perlen; gegen 20,000 Fische sollendavon nur H stx liefern.
Albus (W Pfennigs!, eine frühere silberneScheidemünze, deren Name um 1360 unter KaiserKarl IV. entstand, um die guten Pfennige vonden (schwarzen) ans Billonsilber zu unterscheiden.Derselbe war besonders im Kurrheinischen geprägt— 64 Pf. Conv.-Münze u. erhielt sich dort bis 1798,im Änrhessischen aber bis 1842 (der Hessen-A.);dieser, früher — 9 Pf, Conv.-Münze, galt seit1814 beinahe 10H Pf. preußisch. Der Reichs-A.in der Pfalz, Mainz, Frankfurt und Hanau gab1761 2 Kreuzer. In Basel gab es noch A. als^Rechnnngsmünze zu 2 Kreuzern.
! Lies L., Gattung der SchwimmvogelfamilicAlken (s. d.); Schnabel mittellang, stark zusammen-gedrückt, mit queren Furchen. Dahin der Riesen-alk (X. imponnis L.), flugunfähig; lebte noch imAnfänge dieses Jahrhunderts häufig in Island n.Grönland; scheint gegenwärtig ansgerottet; in den„Kllchenabfällen" Dänemarks häufig Knochenreste.Der Tordalk (X. torcka L.), flugfähig; lebt geselligim hohen Norden, wo er auf den Vogelbeizenschaarcuweise brütet; besucht im Winter Norwegenn. selbst die Nord- n. Ostseeküste.
Alcacer do Sal, St. im portugiesischen DistrLissabon, rechts an dem von hier schiffbaren Sado;bedeutender Handel mit Salz u. Espartogeflechten;2600 Ew.; ist das alte Salacium, ein römischesMuuicipium. Im 12. u. 13. Jahrh. Schauplatzverschiedener Kämpfe zwischen Mauren u. Christen.
Alcala, mehrere spanische Städte, z. B.: 1) A.de Chisvert (Ghisbert), in der Provinz Castellonin Valencia; 5460 Ew. 2) A. de Henares (6om-plutnw), St. am Henares in der spanischen Prov.Toledo, Hauptstation der Eisenbahn Madrid-Sa-ragossa; ist von stattlicher Bauart n. mit starkenMauern umgeben, hat 4 Kirchen, darunter die desColegio S. Mdefonso, 8 Nonnenklöster, 13 ehe-malige Collcgieu, 4 Spitäler, Palast des Erzbischofsvon Toledo, große Lcinengarnspinnerci, Webereien,Fabriken von Seife n. Leber; Getreide-u. Garten-früchtc und Weinbau; 8800 (unter den Arabern60,000) Ew.; hier früher Universität (gestiftet 1499vom Cardinal Ximenes, aufgehoben 1807); Cer-vantes' Geburtsort; Druckender ComplutenstschenBibel, deren Original in der dortigen Bibliothekanfbewahrt wird. 3) A. la Real, in der span. Pro-vinz Jaen am -kenil; Abtei, mehrere Klöster, vorzüg-licher Wein, Gemüse u. Gartcnfrüchte; 6700 Ew.
4 ) A. de Guadaira, Flecken am Guadaira in derspanischen Prov. Sevilla; festes Schloß, 4 Pfarr-kirchen, 4 Klöster, 2 Spitäler; 7340 Ew.; hierbeginnt der nach Sevilla führende Aquäduct.
5) A. de los Gazules, St. in der spanischen Prov.Cadiz; 5500 Ew. Nach ihr sind 1558 die Herzözevon A. benannt, die aus der Familie Riberahervorgiugeu; der Titel kam später an das HansMedina Celi.
Alcirla, Don Parafan de Ribera, Herzogvon A., Nachfolger Albas als Viceköuig vonNeapel 1558—1571; bewährte sich durch gerechteHandhabung der Gesetze u. suchte den Adel dadurchzu schwächen, daß er die großen Lehen zertheilteu. an mehrere Mitglieder des niederen Adels ver-thcilte. Von der ihm wegen seines Widerstandesgegen die Einführung der Inquisition drohendenUngnade befreite ihn der Tod; st. 1571 zu Neapel.
Älcalde (span., aus dem arabischen al llackrd. i. Richter) bezeichnet in Spanien und denStaaten des ehemaligen spanischen Amerika denVorstand einer politischen Gemeinde in admini-strativer u. richterlicher Beziehung. Er wird vonder Gemeinde aus dem Gemeiuderathe (den Re-gidoren) auf ein Jahr gewählt u. von der Ne-gierung bestätigt u. ist dann Vorsitzender (ähnlichdem französischen Maire) des Gemeinderathes''Ayuntamiento). In den Provinzialhauptstädten! werden die A-n vom König ernannt und habenj hier, wie in den größeren Städten, ihre Gehilfen,