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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
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Albrecht, 1) Wilhelm, geb. 1789 zu Rothen-burg a.d. Tauber; er wurde erst Lehrer anFellen-bergs Institut zu Hofwyl, dann Director des land-wirthschaftlicheu Instituts zu Idstein in Nassau,welches später nach Hof-Geisberg verlegt wurde;gründete auch den Landwirthschaftlicheu Verein fürNassau , dessen Secretär er war; 1849 legte erseine Ämter nieder u. st. 21. December 1868 inseinem Geburtsorte. Er gab heraus: Landwirth-schastliches Wochenblatt für Nassau; Jahrbuch desLandwirthschaftlicheu Vereins daselbst. 2) Wil-helm Eduard, geb. 1800 zu Elbing; seit 1823Privatdocent des Deutschen Rechtes u. 1827 Pro-fessor in Königsberg u. 1830 in Göttingen, hieraber in Folge seiner Mitunterzeichnnng der Pro-testation gegen das königliche Patent (s. Hannover)1837 seiner Stelle entsetzt, lehrte er seit 1839 inLeipzig, wo er 1840 ordentlicher Professor mit demTitel Hofrath wurde. Er war 1848 einer der 17Vertrauensmänner beim Bundestage, wo er auchmit Dahlmann den Entwurf zu der Verfassungbearbeitete; an der Nationalversammlung, voneinem hannoverischen Wahlbezirke gewählt, nahmer nur kurze Zeit theil. 1863 erhielt er den TitelGeheimer Hofrath, u. 1869 trat er in den Ruhe-stand und hat dann nur noch im Herbste 1871aushilfsweise wieder Vorlesungen gehalten. Durchsein 1828 erschienenes Werk: Die Gewere, alsGrundlage des älteren deutschen Sachenrechtes, u.durch seine langjährigen geistvollen Vorträge ist ervon bestimmendem Einflüsse ans die Fortentwickel-ung der Wissenschaft des Deutschen Rechtes gewesen.3) Karl, geb. 1823; studirte 1843—48 in Leipzig.Wegen Theilnahme an den Dresdener Maiercig-nissen 1849 zu 10 Jahren Zuchthaus vcrnrthcilt,aber nach 2j- Jahren Gefängnis; in Leipzig n. Hu-bertusbnrg, die er zu eifrigem Studium der ver-schiedenen Stenographien n. der neueren Sprachenverwendete, begnadigt, wurde er Lehrer amMo-!dernen Gesammtgymnafinm u. der Hauschildschenhöheren Töchterschule, 1869 Oberlehrer für fran-zösische n. englische Sprache an der höheren Bür-gerschule für Knaben in Leipzig. Hervorragendals praktischer Stenograph u. Lehrer für Steno-graphie. Er sehr. u. a.: OrnmmationI Ilietio-uar^ ob tüs ImiiZnaM, Gotha 1854; Lehr-buch der Stenographie nach der calculirenden Me-thode, 1. Cnrsns, 25. Ausl-, 2. Cursns, 6. Ausl.,kbd.; Babelsbergers Leben u. Streben, 1858, ebd.Seit 1864 Redacteur der Mg. Stenographen-Ztg.

Albrechtsberger, Joh. Georg, geb. 1736zu Kloster-Neubnrg bei Wien, einer der bedeu-tendsten Theoretiker u. Lehrer der Musik, Contra-pnnktisten, Kirchencomponisten u. Orgelspieler; warerst Organist in Raab n. Mölk, 1772 Hoforganist inWien, 1792 Kapellmeister an der Stephanskirchezu Wien; st. 1809. Zu seinen Schülern gehörtenBeethoven n. Seyfried. Von seinen 244 Werken(Kirchenmusikstücke u. Fugen, Oratorien, Concerte,Symphonien -c.) sind nur 27-gedruckt. Er schr.:Anweis, zur Eomposition, 3. Ausl., 1821; Sämmt-liche Schriften über Generalbaß, Harmonielehre rc.,herausgcg. von Seyfried, 3 Bde., Wien 1826.

Alürechtsdorf, Dorf im Gerichtsbezirke Tann-wald des böhmischen Bezirkes Gablenz, am Ka-menitzbach; 13 Glasschleifmühlen; 4254 Ew.

— Albret.

Albrcchtsleute, strenge Partei der Methodistenin NAmerika, welche sich selbst „Evangelische Ge-meinschaft" nennt, 1803 von dem Deutschen JakobAlbrecht in Pennsylvanicn gestiftet.

Alürechtsorden, 1) (Anhaliischer HausordenAlbrechts des Bären) am 18. Nov. 1836 von den3 regierenden Herzogen zu Anhalt-Dessau, Wern-burg u. Köthen gestiftet, zur Belohnung von Tu-gend, Verdienst, Treue, Anhänglichkeit, Talent n.Amtstreue. Er hat 3 Klassen: Großkrcuze, Com-mandeurs 1. u. 2. Klasse u. Ritter 1. u. 2. Klasse.Zeichen: ein goldener Bär in einem ovalen Reifen.Umschrift: Fürchte Gott u. befolge seine Befehle.

Auf der Rückseite: Albrecht der Bär, reg. 1123bis 1170. Band: grün mit ponceaurothen Streifen.Ordensstern: silbern n. achtspitzig; von der I.Kl.über der rechten Schulter, von der 2. um denHals, von der 3. im Knopfloch getragen. DerSenior des Hauses ist Großmeister. Dazu eineVerdienstmedaille in Gold n. Silber mit gleichemZeichen. 2) König!, sächsischer Orden, gestiftet vomKönig Friedrich August II. am 31. Dcc. 1850, szum Andenken an den Stammvater der Alberti-nischcn Linie, Herzog Albrecht den Beherzten, zurBelohnung für bürgerliche Tugend n. hervorragende .Leistungen in Wissenschaft u. Knust; das Recht derVerleihung steht dem König zu.- Der A. bestehtans Großkrenzen, Comthuren 1. u. 2. Kl., Ritternn. Ehrenkrcnzen. Das Ehrenzeichen des Ordensfür die 4 ersten Klassen besteht in einem goldenen,weiß emaillirien Kreuze mit emaillirtem Mittel-schilde, ans der Vorderseite das Bild des HerzogsAlbrccht von Gold, darum ein blau cmaillirterRand mit den Worten: ^Ibsrtna ^.nimomw; aufder Kehrseite das sächsische Wappen n. im blauenRande das Stiftnngsjahr 1850; dem Kreuze istein freistehender, grün cmaillirter Eichenkranz bei-gefügt. Das Kleinkrenz ist einfacher u. in Silber.Ordensband: grün mit weißen Randstreifen. Die !Großkrcuze n. Comthnre 1. Kl. tragest dazu einenStern auf der linken Brust.

Albrcüa, Stadt an der Mündung des Gambiaim 'Negerreiche Barra (Senegambien), französischeNiederlassung u. Handelspostcn; Factorci 1857 anGroßbritannien abgetreten; 7000 Ew.

Albret, eines der ältesten Adelshänser des süd-lichen Frankreich. Ms sein Stammhaupt wirdAinanjau, Herr v. A. (im 11. Jahrh.), bezeichnet.Einer von dessen Nachkommen, Tharles, Herr v. A., i

Graf von Dreux, Vicomte v. Janas, Vetter des I

Königs KarlVI., ward 1402 Connetable von Frank- ^reich, 1411 durch die Partei der Bourzuignons sgestürzt. 3 Jahre danach wieder in sein Amt ein- jgeführt, befehligte er 1415 die französische Armeebei Azinconrt und verlor in dieser Schlacht seinLeben. Johann v. A. heirathete 1484 Katharina,die Schwester u. Erbin von Francois Phöbns von iNavarra und wurde nach dessen Tode durch seineGemahlin 1494 König von Navarra. Er konnte !aber die ganze Erbschaft nicht behaupten, flohmnthlos, als ihn Ferdinand der Katholische, Königvon Spanien, 1511 angrifs, und verlor 1512 ansdie Krone von Castilien das obere Navarra; ihml blieb nur Bearn, n. bei seinem Tode 1515 hinter-ttieß er seinem Sohne Heinrich II. nur den Titelvon Navarra. Des Letzteren Tochter, Johanna