After... — Afterblattläusc.
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des Mastdarmes erstreckend, erhält dieses Darm-stück in permanenter Zusammenziehnng. Ter sichin der 8-förmigen Krümmung u. höher im Darmehinauf ansammelnde Koth drückt zuerst auf diesenMuskel, bis derselbe dem Drucke nicht mehr Standhalten kann, dann erst rückt der Koth bis zumA., wo er, wenn der innere Schließmuskel nach-läßt, noch durch den äußeren willkürlich zurück-gehalten werden kann, wozu dann nöthigeufallsdie zusammengepreßten Hinterbacken noch mit-helfen müssen. In der Nähe des A-s n. mit denbeiden letzterwähnten Muskeln im innigen Zu-sammenhänge finden sich noch die Hebemuskelndes A-s, die Dammmuskcln und der Steißbein-muskel. Die Arterien für den After u. seineUmgebung .stammen aus der gemeinschaftlichenScham- n. den Mastdarmartcrien. Die um denA. ein starkes Geflecht bildenden Venen ergießensich znm Theil in die untere Hohlvene, zum Theilin die Pfortader. Die Nerven kommen ans demSchamgeflechte. Von den Anomalien am A.sind zuerst zu erwähnen die angeborenen Miß-bildungen, die Verengerungen, Verschließungenn. der Mangel des A-s. Die Verschließungen(Verwachsungen, ,4tresias ani) kommen ziemlichhäufig vor; man unterscheidet äußere n. innere,je nachdem die verschließende Haut sich an derA-öffnung selbst, oder etwas oberhalb derselbenim Inneren des Mastdarmes befindet. BeideArten der Verschließung bieten meist der opera-tiven Behandlung, der einzigen, die hier Erfolgverspricht, keine Schwierigkeit. Beim Mangel desA-s bietet die Behandlung ebenfalls' wenigSchwierigkeiten, wenn der Mastdarm vollständigvorhanden u. nur seine Ausgangsöfsnnng fehlt.- Anders dagegen verhält es sich, wenn gleichzeitigdas untere Stück des Mastdarmes fehlt. Dannsteht der Darm entweder mit den in der Nähegelegenen Theilen (Harnblase, Harnröhre, Mutter-scheide) in Verbindung, n. der Koth wird durchdiese entleert (sog. Kloakenbildungl, oder erendet blindsackförmig, u. eine Entleerung desKothcs ist unmöglich — abgesehen vom Kother-brechen (Ilons). In beiden Fällen muß entwederan der natürlichen Stelle, oder an einer anderenein A. gebildet werden. Im letzteren Falle nenntman den A. einen künstlichen (Anus artütioialw)oder auch einen widernatürlichen (.-lnu» prsetsr-natnraiw), doch gelingt es nur selten, besondersim letzeren Falle, das Leben der Kinder zu retten.Ein widernatürlicher A. bildet sich auch häufigim späteren Leben nach Durchbruch eines brandiggewordenen Bruches durch die Bauchwandung,seltener bei Darmwunden oder nach Durchbohr-ung der Darm- n. Bauchwandung durch fremdeKörper (Nadeln, Gräten) und bei diese Wand-ungen zerstörenden Darmgeschwüren. Erkrank-ungen des A-s sind, da derselbe ja nur dieAusgangsöffnung des Darmkanals, gleichsamdessen letzter Querschnitt, ist, für sich allein sehr-selten, sondern meist verbunden mit Erkrankungendes Darmes (s. d.), oder nur Symptome der-selben, so alle Ausflüsse aus demselben, dieSchmerzen beim Stuhlgange re. Ebenso habendie am u. in der Umgebung desselben vortom-mendcn Geschwülste, Neubildungen re. mit dcm-
l selben meist weiter keinen Zusammenhang, sondernlsind nur aus demselben heranSgetreten, wie! Hämorrhoidalknoten, Mastdarmpolvpen, oder-anderen, meist syphilitischen Ursprunges, z.B.Feig-warzen. Wunden am A. (Einrisse, Schrunden,bässuras ani) sitzen meist nicht am A. selbst,sonderen im unteren Thcil des Mastdarmes.Ebenso haben die sich in der Umgebung des-A-sbildenden Abscesse n. Fisteln gewöhnlich keineandere als- örtliche Beziehung zu demselben; vgl.Mastdarmfistcln. Auch Lähmung des A-s vdcrvielmchr seiner Schließmuskeln ist meist nur einbegleitendes Symptom anderer Krankheiten, be-sonders des Rückenmarkes, und erfordert außereiner Behandlung der zu Grunde liegenden Ur-sache weiter keine örtliche Behandlung als diefcrupnlöseste Reinlichkeit. 2) Bei Vögeln die Gegendzwischen den Füßen u. dem Schwänze (Untersteiß);die um letzteren befindlichen unteren Federn heißenA-federn. 3) Im Anfbercitungswcsen die inPoch- u. Waschwerkcn entstehenden Abfälle, die fastkein nutzbares Mineral mehr enthalten.
After ..früher Präposition im Sinne vonnach, hinter (hier affter mir kommen meine Mit-genossen , Zinkgrcf), wie noch engl, alter, holländ.u. plattdeutsch aobtor (mit cd statt kvort), jetzt neu-hochdeutsch nur noch in Zusammensetzungen alsuntrennbarer Wortthcil, bedeutet 1) Nachfolge derZeit, dem Orte u. der Ordnung nach, z. B. Aftcr-geburt, Aftcrerbe; 2) das Falsche, verfälscht Nach-gemachte, Künstliche, an Stelle des Wirklichen, Wah-ren, Echten.
Aftcrbildung (Aftergebilde, Aftcrgewächs, Af-tergeschwulst, Usenäoinorplmsiz). jedepathologischeNeubildung am Körper. Zuweilen wird die Be-zeichnung Aftergewächs re. auch fälschlich fürGewächse, Geschwülste am, oder in der Nähe desA-s gebraucht.
Afterbinde (Mastdarmbinde, stunde, IförmigeBinde; Chir.), Verband bei den verschiedenenKrankheiten des Mastdarmes u. dessen Mündung,des Afters, in Gestalt eines L.
Afterblätter (Bot.) oder eigentliche Neben-blätter, immer zu zwei am Grunde des Blattesstehende, anders geformte, früher sich entfaltendeu. früher abfallende Blatt-Organe.
Afterblattlänse (Blattflöhe,Uaz-IlockssLni-m.),Fam. der Halbdeckflügler; der Rüssel kommt nahebei der Brust heraus, Kops mit 2 hörnerartigenVorsprüngen, Augen vorstehend, Springfüße, beideGeschlechter mit 4 Flügeln; saugen die Säfte derPflanzen, wodurch sie oft schädlich werden u. bla-senartige Auswüchse verursachen; leiden eine Ver-wandlung: Larven platt, die 6 Füße mit häuti-gen Blasen u. Doppelkinnen, schwitzen einen feinenseidenartigen, wolligen Stoff, der'ihre Hülle ist,aus. Hierher gehört 1) tAeo/i,'(6üer-
mes L.), Obcrflügel ohne Mal, mit vierzinkigerGabelader; Fühler lOgliedrig, so lang oder län-ger, als der Leib; von den zahlreichen Arten istdie bekannteste die Erlen-A. (I>s. alni L.), grau,Hinterleib gelblich, Brustschild mit 3 grün-gelbenFlecken, Fühlerspitze schwarz; Länge 3 mm; dieLarven mit einem weißen, wolligen Überzüge ver-sehen; l?8. p)ri lebt auf Birnbaum- n. ur-^tioas auf Brennnessclblättern. 2) lävia Laü-.,