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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Afrika (Geognostische u. mincralog. Verhältnisse).

ganz unbekannten Weise entwickelt und schließtmeist unbeschriebene Thiere ein; Steinkohlen undAblagerungen von Brennstoff fehlen hingegenin dem von der Nohlfsschen Expedition bereistenGebiete vollständig, es gibt dort zwar keine Erz-gänge, leine Edelmetalle, auch keine Edelsteine;doch belecken treffliche Eisenerze meilenweit denBoden i er Wüste westl. von Fachel, ebenso großeQuantitäten Steinsalz, Gips u. Alaun, aber esfehlen all cnthalben die Mittel zur Nutzbarmachung.Im Allgemeinen findet man, daß in der Saharavorherrschend schwarzer Sandstein die Unterlagebildet, auf welchem Kalkstein, darüber Gips undSalz führende Thone, endlich jener Sandsteinliegen, der den Flugsand liefert, der förmlicheDüncnrcihen u. selbst ganze Berge bildet. DieseFlugsandwüsten werden in der westl. Sahara Jg-lidis genannt. Man unterscheidet aber derenverschiedene: den Ghnrd, einen Sandbcrg; dieZemla, eine langgczogcne Düne in Gestalt einesEselsrückens, u. den Sif, ähnlich der vorigen, abermit senkrechtem Absturz. Die Hochländer der Wüstesind theils gleichfalls aus schwarzem Sandstein,wie das Hochland der Askar, oder aus krystalli-nischen und vulcnnischen Fclsarten aufgebaut,wie das Asbengcbirge oder Mr, das aus Granilund Basalt besteht n. ein Labyrinth von zer-rissenen, felsigen Thälern bildet. Granitische Bil-dungen sind beispielsweise auch das von Barthuntersuchte Wadjena im O. von Asbcn, u. Aderer,wo Pauct unter dem wagrecht geschichteten Sand-stein Granit u. dunklen schieferigen Quarz hcrvor-treten sah, überragt von Basaltkuppcn. Der N.der ausgedehnten Plateaux besteht vorherrschendans Kalkstein, der S. aus Sandsteinen. Obcr-guinca gehört dem krystallinischen Gebirge an, indemselben treten die charakteristischen malerischenFormen des Granits ganz besonders hervor;von Metall sind Eisen u. Gold hcrvorzuhebcn,letzteres in den häufig genannten Goldwäschenin Bambuk, außerdem an der Goldküste. ImInnern findet man Sandstein (dem bunten ähn-lich), in Form zerschnittener Tafelberge. Dersandige, steinige Küstenstrich von Niedcrguineaist reich an Salpeter, auf der Hochfläche im Binncn-lande findet man ziemlich reichlich Kupfer, Eisen,Blei, Zinn, Quecksilber,Schwefel, Salpetcru.Salz,angeblich auch Steinkohlen und Petroleum.Ägypten ist eine mit Sand überdeckte, von S.nach N. durch das Nilthal gespaltene Felswüste.'Die östl. oder, arabische Plateausläche des Nilbesteht hauptsächlich aus primitivem Gestein, derDschebel Gerib ist aus Granit gebildet, doch fin-den sich auch Porphyr, Basalt u. Brcccicn, welche!schon von den Alten als Baumaterial geschätzt!wurden; nördl. von Kairo tritt ein völligerSandstein ans, der sich flachhügelig über Suezund die durchstochene Landenge hinzicht. Derwestliche Zug oder die libysche Kette ist aus Ge-bilden der Tcrtiärformation, Nummulitenkalk,Grobkalk, Diluvialsand und Sandstein mit Salz-thon zusammengesetzt, in denen die Königsgräbcrvon Theben zu finden sind. Südlich von Assuankommen aus dem unteren Sandstein schöne rotheGranite hervor; der Sandstein selbst, der in derThalengc von Edfu besonders schön u. feinkörnig

'ist, liefert das Material für zahlreiche BautenI OberägyptcnS. Die von Siut abwärts die Thal-j rändcr bildenden Nnmmulitcnkalksteiuc sind da-gegen das Baumaterial der Pyramiden von! Gizch. Das Nnmmulitengcbirg liefert in den! Brüchen von Minieh auch vorzüglichen Ala-^ basier. Westlich von Kairo liegen die kleinenNatronseen, deren Producte heutzutage nicht mehrdie Wichtigkeit haben, wie früher. In dennordöstlichen Hochländern bildet im Mgemeinender Granit die Grundlage, auf welcher Gneis,Glimmerschiefer, Hornblendcschiefer, Talk- undThonschiefer in mannigfacher Weise aufgelagcrtund selbst an manchen Stellen von Granit, Por-phyr, Mcillphyr, Basalt durchbrochen sind; inder Mitte tritt der Thonschiefcr als Grundlageauf. Während im Hochgebirge ächte Krater u.Lavaströme fehlen, sind ans den Abhängen desöstlichen Randgebirgcs die Lavaströme sehr zahl-reich, ebenso die der ganzen Küste entlang liegen-den Vulcankcgel, von denen der Vulcan von Edan der Danakilküste im Frühjahr u. Herbst 1861Ausbrüche hatte. Auch SA. ist reich an Zeugeneinstiger vulcanischcr Thätigkcit, doch sind dortnur noch heiße Quellen u. besonders Schwefel-quellen vorhanden. Im O. u. W. treten Granitu. schieferige Urfelsarten zusammenhängend alsUnterlage einer mächtigen Schichtenreihe mit zahl-reichen Petrcfacten auf; erstcrc setzen sich der WKüsteentlang und im Innern fort und lassen sich noch biszu den Inseln im Guineabuscn erkennen. An derSKüste dagegen kommt der Granit nur vereinzeltvor, mit gangartigcn Ausläufern in den Gneis,Glimmerschiefer und Thonschiefer eindringend u.von dein Sandstein des devonischen Übergangs-gebirges wagrecht überlagert. Die Kamisberge,südl. von der Mündung des Oranje, bestehen fastnur ans Granit u. Gneis; letzterer führt nament-lich im Namaqualande Kupfererze. Überhauptist SA. reich an nutzbaren Mineralien, so anEisen, welches den Gegenstand einer lebhaftenIndustrie am Zambcsi, an den großen Quellseendes Nil u. in Usanga an der SKüste bildet; anSalz in Angola, am Zambesi, in der trans-vaalschen Republik rc; an Gold südlich vomZambesi, in Sofala, in neuerer Zeit von KarlMauch auch in Natal, in der Transvaalrepublik,am Tati aufgesunden, jedoch meist nur in Quarz-gängen, die Äusbcute nicht lohnend: außerdemfindet sich Gold in A. nur in den Ouellgebietendes Senegal u. Niger, sowie in etlichen Küsten-flüssen des Meerbusens von Guinea; Kohlenflötzewurden in Natal bei Pieter-Maritzburg u. beiTete am Zambesi aufgeschlossen, u. kommt sowoldie jüngere Kohle, als die ältere anthracitischevor. Seit 1869 sind im Sande u. Geschiebe desBaalflusses auch Diamanten entdeckt worden.

L. Klima. A. ist der vcrhültnißmäßig wärmsteTheil der ganzen Erde, denn fast ^ seines Flächen-inhaltes liegen in der heißen u. nur etwas überK in der wärmeren gemäßigten Zone. Die Linieder höchsten Lufttemperatur niit 22" R. mittlererJahrestemperatur der Erde geht über die OKüsteA-s unter 10° n. Br., reicht im Innern bis 15"u. fällt an der WKüste bis 6" n. Br. Zu denheißesten Ländern gehören Nubien, Sencgambien