Afrika (Gewässer, Gcogiiosüsche u. mincralog. Verhältnisse).
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Dies Deltagcbict ist eine der ungesundesten Gegen-'haben eine wechselnde Ausdehnung, indem sieden der Erde. Die zweite Gruppe kann als das! während der heißen Zeit stark austrockncn, in dergroße System der centralafrikanischen Seen, welche! Regenzeit dagegen eine weite Ausdehnung gewinmehr oder weniger die Sammelbecken ihrer Quell- nen. Der bedeutendste See dieserArt ist der Tschad-flüsse bilden, betrachtet werden. Diese Seen oder Tsadsee in Sudan,mitniedrigeul1fern,über>liegen als mehr oder weniger Zusammenhängen- reich an Flußpferden und Fischen; die Ufer vonder Complex zwischen .3° n. Br. u. 17° s. Br. Papyrnsstaudeu umsäumt; im W. erhält er den(Näheres weiter u.) Dce dieser Gruppe angc- Komadagua, im S. den Schari. Ähnlicherhörenden Flüsse sind der Nil nach N., der Kongo Art ist wahrscheinlich der südlicher gelegene Libasee.u. Schari nach W., der Zambesi nach O. Der Im NO ist der bedeutendste Sec der TzanaNil ist nicht nur der hist, wichtigste, sondern auch (Tana); er liegt inmitten des abessinischcn Al-der merkwürdigste Strom der Erde, theils wegen pcnlandes u. wird vom Abai (Blauen Nil) durch-der Länge seines Laufes, theils wegen seines strömt. Weiter südlich in den äquatorialen Rc-Wasscrreichthums, in welcher Hinsicht er nur von gionen folgt das oben erwähnte große Systemwenigen Rivalen übcrtroffen wird. Das Räth- der Seen, deren Gebiet der Contiucnt seinensel seines Ursprunges ist noch nicht völlig gelöst; eigentlichen Wasserreichthum verdankt. Der süd-qs handelt sich nur noch darum, ob der Zufluß des lichste derselben ist der Schirwa, 5S8 m ü. d. M.;Ukerewesees, oder jener des Luta-Nzigc (Mwu- auf ihn folgt gegen N. der Nyassa oder Niand-tan-Nzige) der längere u. bedeutendere ist. Von sche Mkuba (großer See), welchen LivingstoneChartum bis Assuan ist sein Laus durch Knta- im Sept. 1859 erreichte, 463 m ü. d. M.; seinrakteubildung charakterisirt, seine Schiffbarkeit Abfluß ist der Schirc, den der Zambesi aufnimmt,also eine verhältnißmäßig geringe; die Mündung Etwa zwischen 4 u. 8" s. Br. dehnt sich der vonbeginnt unterhalb Kairo; der Strom bildet ein Speke u. Bnrton 1858 entdeckte TanganjikaseeDelta, dessen Hauptarme die von Rosette n. Dann- oder das Udschidschi-Meer aus, 900 in ü. d. M.ette sind. Der Kongo (Zaire) gehört zu den müch- Es folgt der Limbasee, den Livingstone 1867tigstcn u. wasserreichsten, aber noch am wenigsten entdeckte. Westl. u. südl. vom Tanganjikaseeerforschten Strömen der Erde u. nimmt unter den liegen der Bangwcolo, Mocro und Kamolondo,südafrikanischen Flüssen den ersten Rang ein. Sein welche 1868 durch Livingstone aufgcfunden wurdenQucllstrom ist der von Livingstone 1870 näher n. durch die Flüsse Lnapnla u. Lnalaba vcrbun-crforschte Lualaba: sein bedeutendster Nebenfluß ist den sind. Nördlich davon liegen die eigentlichenderKassabi. DerSchari ist cinBinnenfluß,u.zwar Quellscen des Nil, der 1858durch Speke entdecktevon den zahlreichen des Kontinents der bedeu- Ukercwe, der 370 üm lang u. ebenso viel breit u.tendste; ermündet in dcnTschadsee. DcrZambcsi, 1310 m hoch liegen soll; mit ihm ist durch dender größte Fl. der afrikanischen OKüste, in seinem Somersetfluß der 1864 von Baker aufgefundeneOberlauf Seschckc u. Liambye genannt, ist durch Luta-Nzigc, 740 Ion lang, durchschnittlich 150 IonLivingstone zuerst bekannter geworden u. bcs. bc- breit n. 830 in ü. d. Nt. liegend, verbunden,rühmt durch die Victoriafälle (Mosiwatunja, d. h. v. Grog nostisch e u. mineralogische Ver-lärmender Ranch), die man zu den größten Merk- h äl tni ssc. In Mahgreb, dem GebirgslandeWürdigkeiten A-s, ja der Erde zählt. Die ganze vom Cap Nun bis Cap Bon, besteht der Aufbau
aus Gneis-u. Granitmassen, die durch Kalk voneinander geschieden sind; der Boden der Küsten-striche u. Ebenen hat Granit zur Grundlage, aufwelchem Sand u. Thonschichten mit Kalktuff ab-wcchscln. Doch erfreut sich das Land einer üp-pigen Vegetation sowol in den Gebirgen, als inde., niederen Lagen. Weiter nach O., nahe ander großen Syrte, tritt der Nummulitenkalk ansu. zieht sich nach OSO. bis zum Nil; südl. desStriches von Tanger bis Tunis erscheinen krystalli-nische Schiefergebirge aus Gneis, granatführendeniGlimmer- u. Chloritschiefer u. körnigem Marmormit Einlagerungen von Magneteisenstein. Inder Plateanwüste oder dcrSaharastcppc trifft man,vom Mittelalter herkommcud, zunächst wagrechteSchichten von Thon oder Gips, meist bedeckt miteiner Lage kleiner, abgerundeter, verschiedenfar-biger Kiesel, mit Kalkstücken oder mit Ouarzsandgemengt. Die Libysche Wüste ist in ihrer geolo-gischen n. palaontologischen Beschaffenheit erst imWinter 1873/74 durch Zittel erschlossen worden.Statt der früher angenommenen einförmigenDecke von Nummulitenkalk zeigte sich ihm die-selbe ziemlich mannigfaltig gegliedert u. von einem
NKüste von A. hat außer dem Nil nur Küsten-flüsse, und zwar wieder nur im westlichen Theil,wo n. a. der Schclif in Algerien u. der Moluriahin Marokko die bedeutendsten sind. Die WKüstehat außer den genannten (Senegal, Niger undKongo) angrößercuFlüssenden Tcnsiftin Marokko,den Quanza u. Oranje-Garib (u. etwa nochden Ogowaiu. Kunenc) aufzuweisen. Der Quanzaentspringt in Angola n. verläßt die Hochebenedurch eine Reihe von Katarakten, die ihn alsVerkchrsstraße ungeeignet machen; der Oranjcflußaus der Vereinigung des Nu Garib u. des Baal,beide vou den Drakenbergcn (Quathlamba-Geb.)gebildet, fließt meist durch Wüsteneien, u. viele sei-ner Nebenflüsse liegen außer der Regenzeit trocken.
DaS Capland hat nur Knsteuflüsse, von denen derGr. Fischfluß u. der Ganritz die wichtigsten. DieOKüste von A. ist in Bezug auf Bewässerung dieverhältnißmäßig ärmste, denn sie hat neben demZambesi als größeren Fluß nur den Limpopo auf-znweisen; die übrigen sind Küstcnflüsse, u. auch derLimpopo ist von nur geringer Bedeutung, da fürseine Schiffbarkeit nur geringe Aussicht besteht.
Eine große Zahl der Seen A-s trügt den Charak- , ^ _
ter von Sümpfen; diese liegen im Innern, und seltenen Reichthum au trefflich erhaltenen Verzwar mehr westl. von einer durch die Mitte des steinerungen. Außer der NummulitensormationErdtheils von N. nach S. gezogenen Linie; sie ^ ist namentlich die obere Kreide in einer bisherPicnrZ Univcrsal-Coiidersatioiis-Lexikon, 6, Aufl, I. Band. 16