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Afrika (Lage, Grenzen,
sich in Berlin eine Afrikanische Gesellschaft, deren >Zweck die wissenschaftliche Erschließung der noch lunbekannten Gebiete oon Ccntral-A. ist; über >deren Thätigkeit s. u. Afrikanische Gesellschaft, sII. Geographie, Lage u. Grenzen u. kallgemeine Verhältnisse. A. ist der fürhlEuropa am längsten nncrschlossene Erdthcil, er-!,streckt sich vom Nadelcap im S. (34" 49' s. Br.)! lbis zum Cap Blanco im N. (37" 21' n. Br.Üiu. vom Cap Verde im W. (0" 7' ö. L.) bis zum tCap Guardafui im O. (68" 54' ö. L.); von S. inach N. mißt es über 8000 km und von W. lnach O. 7800 Ion; sein Flächeninhalt beträgt !
20.900.000 Hjlcm (552,000 HW.), wovon 627,000 l(11,400) auf die Inseln kommen, was einem iVerhältnis von 48,5 zu 1 entspricht. A. ist 3V, lmal so groß wie Europa u. macht etwa ^ alles lFestlandes der Erde aus. Von Europa durch idas Mittelländische Meer u. durch die über 14 km sbreite Straße von Gibraltar, von Asien durch den cArabischen Meerbusen und die Straße Bab el !Mandcb getrennt, früher mit diesem durch die 126 Slern breite Landenge von Suez, seit 1869 durch den iKanal durchstochen, zusammenhängend, im übrigen >von dem Atlantischen n. Indischen Ocean umge- !ben, erscheint dieser Erdthcil im Gegensätze zu zden beiden anderen Theilen der alten Welt lin fast inselartiger Abgeschiedenheit. Beinahe lohne alle horizontale Gliederung, da cs an tie- sseren Buchten, Einschnitten oder Meeresarmen lfehlt, beträgt der Umfang seiner Küsten an l
26.000 Irin, wovon auf die Küste des Mittel- 1mecres 4430, auf die des Rothen Meeres 2510, >auf den Atlantischen Ocean 10,860 u. auf den lIndischen 8290 km kommen. Es steht in: Vcr- lhältniß des Flächeninhaltes zmn Küstenumfang lallen anderen Ervtheilen, selbst Australien nach. 'Sein.Verhältniß zu Europa in dieser Hinsicht list z. B. wie 1: 6—7. Als größere Golfe er- ^scheinen neben einer Anzahl kleinerer nur der iMeerbusen von Guinea mit den Baien von Benin >u. Biafra an der Westseite, dann die beiden Shr- 'ten (Meerbusen von Sidra und Kabes) im N.;die einzige Halbinsel von Belang bildet das >Somäliland, das den Erdthcil im O. mit dcniCap Guardafui abschlieht. Zahlreich sind die!Vorgebirge, so an der Nordseite: Cap Spartcl,Dreigabclcap, C. Bngaroni, C. Fer, C. Bon,C. Masurata, C. Rasatin n. C. Burlos; an derWestseite: C. Blanco, die Vorgeb. Kantin u. Ger,Non, Bojador, C. Verde (Grünes Vorgeb.), Roxou. Berga, die Vorgebirge Mesurado, Palmas,der Dreispitzen, Lopez, Negro u. Frio, an derSüdspitze das C. der guten Hoffnung u. das Nadcl-cap (Agulhas), endlich anderOstseite C. Corricntes,^Delgado n. Guardafui oder C. Djard Hafun.Bei der so armen Gliederung der abgerundetenKüsten u. bei den meist nur flachen Meereseiu-spülungen erscheint die Abgeschlossenheit A-s umso charakteristischer, als auch nur einige derInseln den Küstensaum begleiten.
L. Oberflächengestaltung(senkrechteGlic-dernng). Man unterscheidet meist fünf Abtheilungen:1. Hochafrika, das sich von der Südspitze des Erd-theils bis 10° n. Br. in der Gestalt eines Dreieckeserstreckt; ihm liegt in NW. das Hochland von
Oberflächengcstaltung).
Guinea oder Hoch-Sudan u. in Nordost das Hoch-land von Abessinien vor. 2) Flach-Sudan, dasvom Nigrer an nach O. hin streicht und nachN. den Übergang von Hoch-A. zu 3) der WüsteSahara bildet. 4) Die Stufenländer des mitt-leren u. unteren Nil, endlich 5) daS Hochlandder Berbcrei oder Atlasland u. das Plateau vonBarka, von denen jenes im O. der großen u. diesesim W. der kleinen Ehrte liegt, so daß beidevöllig von Hoch-A. getrennt sind. Hoch-N. selbstnimmt man als ein zusammenhängendes Hoch-land an, das in vielen Theilen noch völlig un-bekannt ist n. zu welchem der Übergang von denmeist schmalen Küstenebencn häufig durch Ter-rasscnlaudschaftcn u. Randgcbirge vermittelt wird,ein charakteristischer Grundzng in der afrikanischenOberflächengestaltnng, der z. B. einen schnei-denden Contrast zu den amerikanischen Ketten-shstemen bildet. Am bekanntesten ist der Südrand,an welchem sich drei sehr steil abfallende Hanpt-terrassen unterscheiden lassen: di: Küstencbcnc,Karroo u. die Hochebene des Oranjeflusfes. Vonder schmalen Knstenebcne des Caplandes, auswelcher sich im SW. ein isolirtes Gcbirg mitdem 1052 in hohen Tafelberg erhebt, steigt manzu der 2. Stufe hinauf, deren steilen Abfall dasCedro- (mit dem über 2070 in hohen Schnee-berg) u. Zuuregcbirg, ferner die kleinen u. gro-ßen Zwartenberge (Schwarzen Berge) bilden.Diese Gebirge werden von ungeheuer tiefen, engenQuerthälern durchbrochen, welche man Kloofsnennt. Die 2. Stufe selbst, Karroo (d. h. hart)genannt, ist eine aus Sand n. Thon bestehendeEbene, im Mittel 1000 m hoch u. von etwa5500 dflim Flächeninhalt, in welcher während derwarmen Jahreszeit alle Quellen u. Flüsse ver-siegen, fast jeder Pflanzenwuchs erstirbt u. derBoden nahezu steinhart wird, zur Regenzeit abersich in ein Blumen- u. Grasmeer verwandelt,das von den aus den Nachbargebirgen mit ihrenHcerden herabkommenden Bewohnern belebt wird.Die Karroocbcne ist im W. durch das Noggcveld-gebirge, ini S. durch die Nicnwevelds-, Winter-,Schnee- u. Wittberge von der inneren Terrassegetrennt, welche man als die Hochebene de?Oranjcflusses bezeichnet. Im Schneegcbirgc liegtder 2682 in hohe Kompaßberg oder Spitzkop,die höchste Erhebung des Caplandcs, nebenwelchem ein Paß nach dem Oranjegebicte fübrt.Letzteres enthält unermeßliche Ebenen, hier u. damit Tafelbergen, wie die Karreeberge, besetzt, u.zwischen den beiden Quellslüsscn des Garib baum-lose Savannen; weiter abwärts an dem Garibgestaltet sich das Land durch seinen sandigenBoden n. den Mangel an Regen zu einem dertrostlosesten und ödesten der Erde. Die OSciteHoch-A-s zeigt einen ähnlichen Terrasfenbau, der^ sich durch Kassraria u. Natal bis gegen dieDclagoa-Bai erstreckt. Anfangs streichen die Ge-: birgc parallel der Küste, entfernen sich abernach N. mchr u. mehr von derselben. Der gegen60 bin breite Küstenstrich ist hügelig, nament-lich gegen Natal hin; westl. von ihm liegt deruntere, von Thalschluchie» zerrissene Gebirgs-rand, der bis 600 m aufsteigt. Über denselben er-hebt sich ein Tafelland, das niedere Bergrücken n.