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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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^ ärittura —- Adulis.

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15,419 Uchm (2800 sststM) groß. Es ist mit demIonischen Meere durch die Straße von Otrantoverbunden; die Tiefe ist in den nördlichen Theilenbedeutend geringer, als in den südlichen: in derBreite von Venedig durchschnittlich nur 30—40 in,inderBreitevonMausredoniaübcr300 m; bespült1980 um Küsten der fruchtbarsten Länder Eu-ropas und bildet, besonders auf der Ostseite,viele Untiefen, Buchten und Inseln; hat aufder Westseite weniger Häfen. Herrschende n. ge-fährliche Winde sind die aus NO. (Bora) stoß-weise kommenden u. der heftigere, doch wenigergefährliche Sirocco. Im A. M. sind verschiedeneStrömungen, auch, besonders im Winter, einigeWirbel; Ebbe n. Fluth unbedeutend. Busen:Golf von Venedig, Manfrcdonia, Triest u. Quar-ucro; die wichtigsten ihm zuströmcudcn Flüsse:Po, Etsch, Nareuta u. Drin; die bedeutendstendaran liegenden Handelsstädte: Ancona, Venedig,Triest, Brindisi, Bari, Barletta, Pesaro, Nimmt.Bis zur Umschiffung Afrikas ging über das N.M. der größte Theil des ostind.-europ. Handels,jetzt ist cs wieder durch den Triester Llohd,besonders seit Eröffnung des Snezkanals, einewichtige Post- und Handelsstraße nach demOrient u. Ostasicn geworden. Der Fischfang lie-fert besonders Thunfische, Sardellen, Makrelen,Brachsen, Meeraale und Schwertfische; berühmtsind die Austern von Venedig. Seit 1867 habenvon Seiten Österreichs n. 'Italiens neue Küsten-aufnahmen des A. M. stattgefundcn; vgl. Öster-reicher, Küstenkarte des A. M., Triest 1872.

ü ünttura (ital.), geraden Weges, ohne Um-wege, unmittelbar. Im Wechselvcrkehr so vielwie einen Wechsel direct auf den Verpflichteten.ziehen, wie dieses bei dem Rückwechscl vorge-schriebe» ist.

lläroit (franz.), gewandt, behend, schlau.

Adrnuretum (a. Gcogr.), Hptst. in Byzacinm(Afrika), am Meere, von Phöniciern erbaut,später römische Colonie; von den Vandalenzerstört, wurde sie von Justinian wieder um-mauert, daher auch Jüstiniana n. später Herakleagenannt; jetzt Herkla, nach Anderen Hamamet.

Adschmir (bei den Engländern Ajmcer), 1)District im brit. Ostindien, auch Radschastan ge-nannt, zum Gouvernement der NWProvinzengehörig, 6910 sUlcm (125,- (UM); 426,268 Ew.,darunter 347,742 Hindu u. 54,000 Mohamme-daner; ist seit 1818 Eigenthum der Engländer.Boden vorherrschend sandig u. trocken, meist nurdurch künstliche Bewässerung fruchtbar g.macht.Im Sommer steigt die Temperatur im Schattenhäufig bis 35-L.; die Winternächte sind dagegenoft sehr kalt. Tic höheren Klassen der Bewohnersind Radschputen, schlank, mittelgroß, zur Krie-gerkaste gerechnet; außerdem nieist Ackerbauer,unter welchen zahlreiche Dschats, ein kleiner Men-schenschlag von sehr dunkler Farbe. Vorherrschendist der Brahmanenglaube. 2) Hauptstadt mit engl.Fort (Taragarh) u. Grabmal Alondis, eines mo-hammed. Heiligen, das Ziel zahlreicher Wallfahr-ten; 23,000 Ew. In der Nähe Blcigruben.

Adschur, rnss. Flottenstation auf der größe-von den beiden gleichnamigen Inseln im südöstl.Theil des Kaspischen Meeres, seit 1843 errichtet,

!um die Secräuüercicn der Tnrkomanen zu ver-^ hindern und diese, sowie Persien zu überwachen.

> Adstriction (v. Lat.), Zusammenziehung. Da-her Adstringircn, zusammcnziehen; Ndstringi-rcnde Mittel (,4c1strinASntia), zusammenzie-hende Mittel, diejenigen Arzneien, welche die Ge-webe der berührten Theile dichter u. fester machen,indem sie theils Flyern n. Zellen verkleinern

! (z. B. Alaun), theils thicrischc Flüssigkeiten zum! Gerinnen bringen (z. B. Eiwcißgchalt durch! Miueralsäuren, Gcrbestosf n. Höllenstein); äußer-lich besonders zur Stillung von Blutungen benutzt.

tlä turpis nemo obiigstur (lat.), zum Schänd-lichen ist Niemand verpflichtet.

Adu, in der jüdischen Zeitrechnung die Ver-legung des Neujahrstages auf den Tag nachdem Tage des mittleren Neumondes, welcher dernächste an der Herbstnachtgleiche ist, sobald der! erste Neumond des Jahres auf cinen Sonntag,

! Mittwoch oder Freitag fallt.

> Aduntuci (a. Gcogr.), Volk im belgischen Gal-lien, ein Theil (6000 Mann) der in Gallien cinge-drnngcncn Cimbern n. Teutonen, welche, währenddie Änderen südwärts zogen, zur Bewachung desGepäckes zurückblieben u. sich dann westl. vonder Maas ansicdelten; sic wurden von Cäsar nachkräftigem Widerstande 57 v. Ehr. vernichtet.

/V (tue (ital. Mus.), zu zwei; so a eins vooi,für 2 Stimmen; a eins stramanti, für 2 In-strumente; n eins maul, für 2 Hände.

Aduer (a. Gcogr.), reiches, mächtiges, aberverweichlichtes Volk im südlichen Theil dcsLugdu-ncnsischen Gallien; sie standen lange an der Spitzealler gallischen Völkerschaften, waren aber späterdurch die Sequancr in den Hintergrund gedrängtworden; sie knüpften zuerst unter den gallischenVölkern freundschaftliche Verbindungen zum Schutzevor ihren Gegnern mit Cäsar an, der auch ihrfrüheres Ansehen wieder hcrstellte. Ihr jährlichvon den Priestern gewählter Fürst (Bergobrctus)durfte nie die Grenze des Landes überschreiten. IhreHauptst. warBibractc (Augustodunum,jetzt Autun).

Adüla, zu Römerzeitcn Bezeichnung dcr vomGotthard östl. gelegenen Alpenkette, heute einermächtigen Centralmassc dcr Granbündner-Alpcn(Schweiz), in deren Eis-Revieren die Quellendes Hinterrheins entspringen. Von der A-Gruppelaufen das deutsche Rhcinwaldthal, die italienischenThäler Val Mesocco (durch welches die Straßedes Bernhardin-Passes geht), V. Calanca u. V.Blcgno, sowie nördl. die romanischen Thäler desMedelser Rheins (durch welche der Paß über denLukmauicr geht.), das V. Somvix u. V. Lugnetz! ans. Höchster Punkt das Rheinwaldhoru oderPiz Valrhein, 3398 m, mit dem Zapport-Glet-scher, zuerst erstiegen 1789 vom Bencdictincr-Mönch Placidus a Spescha aus Disentis. DasGufferhvrn, 3393 m, erstieg zuerst Weilenmannans St. Gallen 1859.

! Adular heißen die meisten klaren Varietäten^cs Kalifcldspathes; s. Feldspath. Er ist benanntnach seinem schönen Vorkommen auf dem St.Gotthard, den man früher für den Mons Adulader Alten hielt.

Ndnlireu (v. Lat.), schmeicheln, speichellccken.

Adülis (Adule), im Alterthum Stadt iu Äthio-