^<1 relerenclnra — Adrian.
213
gegen Theben, eroberte es, verlor aber seinenSohn Ägialcus u. st. ans Schmerz ans der Rück-kehr in Megara. Er ward nun zu Sikyon, Me-gara u. auf Kolonos bei Athen als Heros ver-ehrt.
ück esterenäum (lat.), zur Berichterstattung.
Adressant sfr.), der Anwcisende, Absendende;Adressat, der Empfänger.
Adressbuch, alphabetisches Verzeichnis; vonPrivatpersonen, Beamten, Geschäftssinnen, Han-dels- u. Productivgcsellschaften, unter Angabe vonDomicil, Straße, Hausnummer. Es gibt Adreß-bücher für Städte u. Bezirke, wie für bestimmteStände, besonders Beamten n. Militärs (Rang-listen) ?c. Dem A. wird gewöhnlich pine Serievon Geschäftsanzeigcn als Anhang Angegeben;manche Adreßbücher bestehen sogar lediglich auSsolchen Anzeigen.
Adressüurcaux (Adrcßcomptoire) bezweckendie gewerbliche Vermittelung zwischen Angebotu. Nachfrage, indem sie dem eine Waare oderLeistung Anbietenden die Gelegenheit zur Ver-werthung seines Angebotes n. dem eine Waareoder Leistung Suchenden die Gelegenheit zurBefriedigung seines Bedürfnisses Nachweisen. Jereger n. vielseitiger das industrielle Leben n. jemehr das Princip der Theilnng der Arbeit ansdem Felde der gewerblichen Production zur Gelt-ung kommt, um so höher steigt die Bedeutungsolcher Unternehmungen. In der Regel fungirendieselben überhaupt als geschäftliche Auskunfts-bureaux n. beschäftigen sich z. B. auch mit Er-mittelung der gewerblichen u. persönlichen Ver-hältnisse der Gcwcrbtreibendcn u. Anderer, welchefür den Nachfragenden von Interesse sind. Be-sonderer polizeilicher Controlc waren früher dieGesinde-Vermiether unterworfen; jetzt bedürfe»sie einer Concession nicht mehr, nur kann Den-jenigen, welche wegen aus Gewinnsucht began-gener Vergehen oder Verbrechen gegen das Ekgen-thum oder wegen Vergehen oder Verbrechen gegendie Sittlichkeit bestraft worden, dieses Gewerbeuntersagt werden. Eine besondere Art der A,sind die Annonecnbureanx (s. d.l.
Adresse (v. Lat.), 1) Aufschrift eines Briefes.2) Schrift, die an irgend' Jemanden gerichtet ist.Besonders 3) Schrift, welche an die höchste Per-son eines Staates (den Regenten), oder auch aneine andere Person von einer Corporation odervon einem für diesen Zweck znsammengetretcnenVerein oder einer Volksversammlung gerichtetwird, um Wünsche oder Beschwerden, Gefühledes Dankes (Dank-A.), der Hochachtung, od. auchdes Mißtrauens ?c. zu äußern. Die A-n habenihren Ursprung in England, und noch jetzt wer-den dem Parlament oder dem König A-n mitmehreren Hunderttausendcn von Unterschriftenoft in einem feierlichen Zuge überreicht, wobei dieA. selbst im Prunk vorangetragen wird. Von dorthat sich der Gebrauch auf die übrigen constitu-tioncllen Staaten verbreitet. Das Recht zurErlassung derselben wird in der Regel als einBestandthcil des constitutionellcn Staatsbürger-rechtes angesehen n. daher in den Verfassungs-Urkunden gewöhnlich ausdrücklich gewährleistet.Besonders gebräuchlich und wichtig waren bis
1848 die A. als Antworten auf die Thronrede,mit der die Kammern von dem Regenten er-öffnet wurden, indem in der Regel darin diepolitischen Grundsätze der Majorität ihren Aus-druck fanden. Doch ist der Gebrauch dieser Ant-worts-A-n neuerdings abgekommen. Der Miß-brauch, welcher mit'A-n getrieben werden kann,rief übrigens für Deutschland in dem Bnndcs-bcschluß vom 5. Juli 1842 ein Verbot solcherA-n hervor, welche in Volksversammlungen be-schlossen würden. Dasselbe fiel aber mit Aus-hebung der Ausnahmegesetze im 1.1848 wiederweg. Particnlarrechtlich ist öfter vorgeschriebe»,daß die A-u nicht persönlich überreicht werden,daß A-n unter einem Gesammtnamen nur Be-hörden und Eorporationcn gestattet sind, sowiedaß A-n der Kammern an den Landcsfllrstcn nurgemeinschaftlich erfolgen dürfen, wovon nur etwabei der Antworts-A. auf die Thronrede eineAusnahme verstattet wird.
Adrrsspartci, politische Partei im ungarischenLandtage 1881, deren Spitze Deak war, n. welchegegenüber der Beschlußpartei, den magyarischenUltras unter dem Grafen Teleki, in dem KampfeUngarns wegen seines Verhältnisses zu Österreichn. den Nebenländcrn der Monarchie das von derRegierung erlassene Diplom vom 20. Oct. 1860und das Patent vom 26. Fcbr. 1861 als nichtvorhanden ansah n. in einer nach Dcaks Redeentworfenen Adresse die vollständige Wiederher-stellung der ungarischen Gesetze von 1848 von derkaiserlichen Regierung zu erreichen strebte. S.Östcrr.-Ungar. Monarchie.
Adrett (v. Fr.), anstellig, nett.
Adria, 1) (a. u. n. Geogr.) auch Hadria,volkreiche u. wichtige Stadt Oberitalicns, nochjetzt A., ist Hauptstadt eines Districts der ital.Prov. Rovigo, am Kanal Bianco, früher amAdriatischen Meere, das nach ihr den Namen er-hielt, jetztlülcmdavon entfernt; schöne Kathedrale,Gynmasinm, Steingntfabrikation, Handel mit Korn,Pferden, Rindern, Fischen, Leder; 14,140 Ew. Siewar von Tnskern gegründet u. später von Korin-thern colonisirt; dann setzten sich Gallier hier fest;218 v. Ehr. wurde sic von den Römern erobert.2) (Hadria, Atria) St. im südl. Picenum (Mittel-italieu), lag am Matrimus, nahe dem Meere; vonhier stammten die Vorfahren des Kaisers Hadrian;jetzt Atri.
Adrian, I) St. A., s. Adrianns. 2) Röm.Kaiser, so v. w. Hadrian. 3) Joh. Valentin,gcb. 17. Sept. 1796 zu Klingcnberg, seit 1823Professor der neueren Sprachen zu Gießen, seit1830 Oberbibliothckar daselbst. Er st. 18. Juni1864. Erschr.: Erzählungen,Frkf.1821; DiePrie-sterinnen der Griechen, 1823; ProvcnzalischeGrammatik, 1825; Bilder aus England, Franks.
1828, 2 Thle., fortgcs. als Skizzen ans England,1830, 2 Thle.; Neuestes Gemälde ans London,
1829, und gab das Rhein. Taschenbuch und By-rons sämmtliche Werke, übersetzt von Mehreren,heraus, Frkf. 1830, 12 Bde., n. A. 1837.
Adrian, Hptst. des County Lcnawcc im Nord-amerika». Staate Michigan, unter 42" n. Br. u-84° w. L., an einem Arme des Raisin River u.an der Michigan-Sonthern-Eiscnbahn; die Eric-