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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
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Adonis li rois — Aderftstel.

der Hohen Acht, Sahrbcrg, Nürburg, Kelberg,Arenberg u. a.; Eisen- u. Bleigruben; ein Hüt-tenwerk (Stahlhütte); Gerberei u. Tuchweberei.2) Flecken, Kreisort; Sitz des Landrathsamtesu. Friedensgerichtes; Tuchweberei und Gerberei;1427 Ew.; in der Nähe Blei- u. Eiscngrnben.

Adenis li rois, franz. Dichter, geb. Mittedes 13. Iahrh.; lebte am Hofe Heinrichs III.,Herzogs von Brabant, und ist Vers, des Aben-teuerromans Oloomackes, sowie der ImkanoesOgior, der üsrts aux g'rans piss u. des Usnvsäs OomarolUs, welche Überarbeitungen ältererKarls-Epen sind. Sein bestes Gedicht ist Herbe,hcrausgeg. von G. Paris, Paris 1832. Auch der6IsomLäs8 ist von Van Hasselt, Brüss. 1868,2 Bde., veröffentlicht worden n. war das Vor-bild für den Roman In otisval äs Inst, denGirard d'Amiens im 14. Iahrh. dichtete u. dernoch unedirt ist.

Adenitis (v. Gr., Med.), Drüsenentzündung,besonders Lymph-A., Lymphdrüsen-Entzündung.

Adenoid, Adcnös, drüscnähnlich.

Adenologie (v. Gr., Anat.), Lehre von dmDrüsen, besonders den Lymphdrüsen.

Adenom (v. Gr., Med.), geschwulstförmigcNeubildung von Drüsengewebe in den Drüsender äußeren Haut u. der Schleimbäute (Schleim-polypen) u. in vielen anderen Drüsen, besondersaber in der Schilddrüse (s. Kropf). Es ist ge-wöhnlich eine mehr gutartige, keine Rücksällebedingende u. sich nicht über den ganzen Körperansdehnende Neubildung mit einer besonderenNeigung zu schleimiger, seltener zu cvllolder Me-tamorphose.

Läenopbors 7^/se/r., Pflanzengatt, aus der Fam.der Campanulacecn (V. 1), mehrjährige Pflan-zen mit lanzettlichen, gesägten Blättern u. pyra-midaler, ausgcbreiteter, endständiger Blüthen-rispe; Blüthen glockig, wie bei Oomynnnla.aber mit röhrenförmigem, die Basis des Griffelsumgebendem Discus. Art.: 4 litütolia Lecksb.,in Bergwäldern des östlichen Europa und Asienzerstreut, auch hier u. da als Zierpflanze.

Läenoropium Pslanzcngatt. aus der

Fani. der Euphorbiaceen. Von 4. muUitiänm I?.sind die haselnußgroßen, blaßbraunen Samen alsHnos8 pnrAanbss officinell.

Läenostsmms INI.,Pflanzengatt, aus der Fam.der Lompositao-Ünxgloriaesas. tl. tinetorinmLlcrss., enthält Indigo u. kann zum Blaufärbenangewendet werden; in China cultivirt.

Läenoshlos Pflanzengatt, aus der Fam.Lomiiositae -lünpatoriaosao (XIX. 1), große,mehrjährige Kräuter mit langgestielten, nieren-förmigen oder rundlichen Grnndblättcrn u. amGrunde geährten Stengelblättcrn; Blüthenköpf-chen 3—6, seltener 20blüthig, mit HellrothenBlüthen. Arten, in den Gebirgen Mittel- undSüdeuropas: 4. albitrons Tkero/rb., an waldi-gen Orten der Voralpcn, Vogesen, Sudeten undim Schwarzwalde. .4. alpiim L/. cL- u.

4.. IsuoopIizUa Leie/rb., nur in den Alpen.

Adcodatus, Römer, erst Mönch zu Rom,wurde 672 Papst (der 75.); st. 676.

Adephagus (gr.), ein Gefräßiger; Adephä-gie, Gefräßigkeit, Freßsucht.

Adept (v. lat. aäixiseor, ich erlange; aäoptns,Einer, der erlangt hat), 1) ein in die innerstenGeheimnisse der Alchemie Eingeweihter, Gold-macher, der den Stein der Weisen gefunden —erlangt — hat (s. Alchemie). 2) SelbstgewählterName des Paracelsus u. dann des van Helmontu. A., weil sie eine besondere Wissenschaft undOffenbarung von Gott erlangt zu haben Vor-gaben. Ihre Philosophie: Adeption.

Ader, 1) (Anat.) häutige, durch den ganzenKörper verbreitete, vielfach verzweigte, aber un-ter einander in ununterbrochenem Zusammen-hänge stehende Röhren, die die znr Ernährungu. Erhaltung des Körpers dienenden Flüssigkei-ten vom Herzen nach allen Theilen hin- u. zu-rückleitcn. Sie zerfallen in Pulsadern (Arterien),die das Blut vom Herzen weg, Blutadern (Ve-nen) u. Saugadern (Lymphgefäße), die Blut,rcsp. Lymphe, zum Herzen znrückführen, u. Haar-gefäße (Capillarcu), die den Zusammenhang zwi-schen den Pulsadern u. den Blutadern vermitteln(vgl. die einzelnen Artikel). 2) Goldene A.,so v. w. Hämorrhotdal-Ader, auch Hämorrhoiden.3) Größere fortlaufende Lagen oder Streifeneiner gewissen Stein- oder Erzart. 4) So v. w.Wasserader. 5) Bunter Farbenstreif, z. B. aufPapier, Marmor rc.

Aderbeidschan, so v. w. Aserbaidschan.

Aderer (Adrar), Oasenlandschaft im westlichenTheil der Wüste Sahara (Afrika), nördlich vonSencgambicn; hügelig, schön und fruchtbar;Producte: Weizeu, Gerste, Hirse, viele Datteln,Schafe, Kamele, Rinder. Die Einwohner (Araber)treiben einen nicht unbedeutenden Handel, welcherdurch regelmäßige Karawanen mit Marokko, denNigerländcrn, dem franz. Senegal unterhaltenwird u. europäische Maaren (Baumwollenzcug,Cnlico rc.), Steinsalz, Stranßfedern rc. ver-treibt. Hauptort ist Wadän mit 5000 Ew,

Adcrfigur, der cntoptisch wahrgcnommcneSchatten der Nctzhnntblntgefnßc des menschlichenAuges; s. u. entoptische Gesichtserscheinungen.

Äderfistel, eiternde Geschwulst infolge einerz. B. durch Aderlässen hervorgcrnsencn Verletzungder Venen; heilt eine solche nicht, so erfolgt einBluterguß in das benachbarte Bindegewebe underzeugt in demselben durch Gerinnung alsbaldeinen Blutpfropf, welcher meist bis an die Venen,zuweilen selbst bis in diese hinein reicht. Ist der-selbe von bedeutendem Ümfange, so entsteht dersogen. Aderkropf. Das Blutgerinnsel wird nunmeist, besonders bei geringerem Umfange, nachund nach resorbirt; mitunter aber entsteht indem Bindegewebe Eiterung und Verjauchung, sodaß sich in der Umgebung der Venen Abscessebilden, welche durch Fistelgänge sich nach außenentleeren; in diesen Fällen spricht man von einerAdersistel oder Aderlaßfistel. Die Vene selbst wirdhäufig bei dem ganzen Vorgänge gar nicht inMitleidenschaft gezogen (falsche A.); in anderenFällen aber erstreckt sich Gerinnung, Eiterung undVerjauchung auch auf die Vene (wahre A.). DieA. kann an jedem Gefäße auftreten, kommt abermeist nach dem Aderlässe an der Drosselvenedes Pferdes vor. Ihre Beseitigung ist oft nurauf operativem Wege möglich.