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Bd. 1 (1875) A - Arabische Religion
Entstehung
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-4.... Aachen.

A. . griechische Vorsetzsilbe, vor Voealen an(algüa privativnm), hebt den Begriff des damitzusammengesetzten Wortes auf, oder zeigt einenMangel, eine Umkehrung des ursprünglichen Be-griffes an, ist also dem deutschen un ... oder derangehängten Silbe.... los entsprechend, z B.Apathie, Unempfindlichkeit; anorganisch, unorga-nisch, anonym, namenlos.

Alt auf röm. Inschriften u. Münzen: zwei^.u^usti (Kaiser), umgek. w: zwei Kaiserinnen.

Aa (einsilbig, auch Ah, Ahe, Aha, Ach, Aach, u.an: Ende von Zusammensetzungena,ach,ichgeschrieben^ ist das mittelhochdeutsche abs. althochd.aba. goth. allva, fließendes Wasser, u. urverwandtnnt dem lat. agna. Es findet sich als häufigerName von Flüssen u. Bächen 1) in Deutsch-land: die Aa im Kreis Borken der preuß. Prov.Westfalen mündet auf niederländischem Gebiet indie Alte Assel; ein Nebenfluß der Vechte impreuß. Kr. Burgsteinsurt; ein solcher der Werre,bei Herford mündend; der oberen Ems, berührtMünster, ist durch den Max-Clemens-Canal mitder Vechte verbunden u. fällt bei Greven in dieEms; der Ems, der, aus der Hopster u. Jbbcn-bürencr Aa bei Spelle gebildet, bei Elbergenmündet; die Aa bei Ahaus (Westfalen) nimmtauf niederländischem Gebiet den Namen Schipbcekan, mündet bei Deventer in die Assel; eine zweite(Bredevoorter Aa), im Ahauser Kr. entsprin-gend, fällt bei Dötinchem in die Alte Assel.2) In der Schweiz: Bergwasscr, das bei Käpf-nach in den Züricher See fließt; Flüßchen im Kant.Zürich, das den Pfäffikoner See durchfließt, u.nachdem es das Aathal bewässert, bei Moder-nster in den Greifensee mündet. Im Kant. Aar-gau, Fluß, der durch den Baldegger u. HallwylerSee fließt und oberhalb Wildegg in die Aaremündet. Im Kant. Schwyz, wildes Bergwasscr,welches das Hinter- u. Vorder-Wäggithal durch-fließt u. bei Lachen in den Züricher See mün-det; dann, Bach vom Rigi, der bei Arth in denZuger See fließt. Im Kanton Unterwalden:Ausfluß des Lnngern-Sees, der den Sarner Seedurchfließt, die Melch-Aa ausuimmt u. bei Alp-nacht in den Vierwaldstädter See mündet; imgleichen Kanton die Engelberger Aa, Hauptflußder Kantonshälste Nidwalden, an den Surrcnenentspringend und unweit Buochs in den Vier-waldstädter See mündend; endlich, Flüßchenim Kant. Thurgau, von dem die Ortsnamen Aadorfund Aawangen abzuleiten sind. 3) Im nördl.Frankreich: die Aa im Dep. Pas de Calaisist von St.-Omcr an kanalisirt u. schiffbar u. thciltsich dann in zwei Arme, deren einer als Colmeber Dünkirchen, der andere als Aa bei Grave-lingen in den Kanal mündet. 4) In den Nieder-landen: die Aa in der Prov. Groningen, kommtaus dem Bourtauaer Moor, nimmt die Musel-oder Vissel-Aa auf u. mündet schiffbar in denDollart auf der niederländisch-preuß. Grenze; dieAa in der Prov. Brabant, die von Gemmert anschiffbar wird u. bei Herzogenbusch sich mit derDomniel vereinigt. 5) JndenOstseeprovinzen:die Aa in Kurland, aus der Muffe u. Menicl,berührt Mitau, theilt sich in 2 Arme, wovon dereine in den Rigaischen Busen, der andere, die

Bolder-Aa, in die Düna fließt; die Aa, Trci-dcrn-Aa oder Gauja in Livland, ein ansehnlicherFl., der bei Zarnikau in den Rigaischen Meerbusen...die Heilige Aa, auf der Grenze zwischen Kurlandu. Lithauen, die in die Ostsee mündet.

Aa,1)Pieter, van der,Kunst-u.Buchhändlerin Leyden. Er betrieb mit seinen Brüdern, demBuchdrucker Balduin u. dem Prospectzeichner u.Kupferstecher Hildebrand, zu Anfang des 18..Jahrh. eines jener bedeutenden Buchhändlergc-schäfte, wodurch sich die Niederlande lange Zeitin der literar. Welt hervorgcthau; er verlegtedie Thesauren von Grouovius u. Grävins u a.Werke des Letzteren u. des Erasmus, eine Samm-lung Reisen mit 200 Karten u. a. Werke. Er st.,etwa 1735. .2) Christian Karel Hendrikvan der, ber. luth. Geistlicher zu Haarlem, geb.25. Aug. 1718 zu Zwolle, studirte Theologie zuLeyden u. Jena; ward 1739 zum Pastor au die-luth. Kirche zu Alkmaar, u. 3 Jahre später an dievon Haarlem berufen. Hier wirkte er segensreichbis an seinen Tod, 23. Sept. 1793. Seine An-wartschaft auf ein Andenken späterer Zeiten beruhtauf seiner Verbindung mit der wissenschaftlichenGesellschaft ..Hoilanäsobs Naatsollapxij vanVo-tensobappsn", welche er 1752 mit gründen halfund für welche er viele Beiträge über Natur-geschichte zu den Jahresberichten lieferte u. vor-nehmlich zur Gründung eines besonderen Zweigesderselben zur Förderung socialer Wissenschaftendüvonomiselw ll' beitrug.

Ääa, Insel der Kirke, s. u. Odysseus.

ü. s. 6., anno ants Obristnm, im Jahre vorChristi Geburt.

Aach, kleine St. im Bezirksamt Stockach des.bad. Kr. Konstanz, im alten Hegau, 940 Ew.;auf einem steilen Felsen, Papierfabrik, Torflager;dabei die Ruine der gleichnamigen Burg, welchebis11S8Sitz eines eigenen Dynastcngeschlechtes waru. 1368 abbrannte. Bis 1806 bildete die Stadtnebst Gebiet eine schwäb.-österreichische Herrschaft,kam aber im Presburger Frieden an Württem-berg und 1810 an Baden. Hier am 25. März1799 Gefechte zwischen Franzosen und Oester-reichern. Aach heißen auch mehrere in denBodensee u. dessen Theile mündendeFlüsse: Dorn-birncr A., in Vorarlberg, mündet bei Fussach inden Bodensee; Bregenzer A., vom Widderstein,mit der Wissen A., bei Haard; Seeseldencr A.im bad. Kr. Konstanz, bei Seefelden; StockacherA. cbd., bei Ludwigshafen; Radolfzeller A., ebd.bei Radolfzell.

Aachen, Regbez. der preuß. Rheinprovinz,besteht aus Theilen der ehemaligen Dep. Roer,Nicdermaas, Ourthe u. Saar, od. aus den frü-heren deutschen Landen Jülich, Schleiden, Stadt A.,Köln, Trier, Luxemburg, Arenberg, Stablo,Malmedy, Blankenheim u. a. oder Theilen der-selben; 4166 sHüm ( 75 , 4 z H)M), 490,730 Ew.,davon 95A Katholiken, grenzt an die RegbezirkeDüsseldorf, Köln, Koblenz, Trier, an Belgien u.die Niederlande; gebirgig durch die Eifel u. dieHohe Venn; nördlich und östlich meist eben; be-wässert von der Roer (mit Urft, Jnde, Wurm,Merz rc.), Our, Kyll (zur Mosel), Erft u. Ahr(zum Rhein). Bedeutende; Industrie (Metall-