durch sie im Besitz der Religion zu sein; die damit verbundeneSucht, Abweichungen davon zu verwerfen, oder zu verketzern;kurz die Meinung, durch den Glauben an das Wort die Religionzu haben, von der mau doch trotz dieses Glaubens himmelweitentfernt sein kann; die Affektatiou von Gesinnungen, An-sichten, Gefühlen über Gott und göttliche Dinge, über König undVaterland, über Deutschtum uud Patriotismus; kurz die gauzeWiderwärtigkeit eines gebrochenen oder verrenkten, eines pur äußer-lichen uud innerlich leeren, eines gemachten und forcierten Wesens,wie es unter Schullehrern vorkommt. Man lese nur, um uureins zu erwähnen, das Pathos, in welchem manche unsererpreußisch-brandenburgischen Geschichten geschrieben sind, um denEkel zu begreifen, den gerade Menschen bei dem Anblick solchentehrender lind schändlicher Selbstwegwersung empfinden müsseil.Und solche Menschen träumen an andern Orten von Emanzipationder Schule und des Schulstandes, erheben Klagen über Mangelaii Achtung und Anerkennung und Verdienst, sie, welche noch dieersten Schritte der Emanzipation, die von ihnen selbst abhängt,zu thun habe», sie, die höchstens einen Schein äußerer Bildungsich angeeignet, aber total unfähig sind, die Merkmale aufzusassen,an welchen man den wahren Menschen erkennt, sie, die es füreine Ailfgabe halten, die Welt in der niederträchtigsten Unter-würfigkeit zu erhalten, kurz, die alles andere eher sind als Männervon Tüchtigkeit im Wissen, Können und Wollen!
Wovon Ihr Euch zu befreien habt, ich habe es Euch genannt,ich habe Euch einiges von dem genannt, die Eleinen tar-stu fe. Erhebt Euch auf und über dieselbe, dann wollen wirEuch das weitere nennen. Es gilt um Befreiung, um Selbst-befreiung von den Banden der Knechtschaft, um Abstreifung ent-würdigender Eigenschaften lind Zustände. Es sind drei Nega-tionen, Aufforderungen zur Gewinnung negativer Resultate. Aberwie in jeder Negation, stecken auch in ihnen positive Keime. Sollein Acker fähig werden, Frucht zu tragen, so muß mau ihn zu-erst vom Unkraut reinigen, dann den guten Samen säen. Ohneihn keine Halmen, ohne Halmen keine Ähren, ohne Ähren keineFrüchte.