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und Pfarrer — was würde es fruchten, wenn die Kinder auchnoch so fleißig die Schule besuchten; soll mau sie in den Pferchsperren, um durch geistloses Manöverieren von deiner Seiteihnen alle Natur und Originalität auszntreiben? Nein, auch i chwürve dir nicht helfen, sondern dich ziehen lassen deine Straße;denn man hilft nur dem, dessen Thätigkeit die Sache fördert,nur derentwillen inan ihn angestellt hat.
Drittens: Emanzipieret Euch von sch ose len Ge-sinnungen! Ich werde damit nicht hinter dem Bergehalten: vom Hochmut, von der falschen Demut,von äußerer Wortgläubigkeit, von aller Affek-ts tion und andern Arten des Geistesruines.
Das Wissen ist die erste, das Können die zweite, das Wollendie dritte Potenz in dem Leben des Lehrers. Das Wissen istaber ebenso gut in dem Willen, als die Gesinnung, der Kern desrechten Willens. Keine Ansicht ist schiefer und gemeiner als die,daß das Wissen im Kopfe sei, daß man es wie ein äußeres Besitz-tum habe, daß man es sich mit dem Gedächtnis aneigne. Nein,das echte, wahre, lebendige Wissen ist Sein, ist Substanz desGeistes, ist Charakter. Von dem Können, im Dienste des Willens,versteht sich dasselbe; darum kommt es hier noch auf die Rich-tung des Willens, auf die Motive, die ihn bewegen, die Ge-sinnungen, die ihn leiten, an. Der Hochmut, der über allesandere hinwegsieht, der Schullehrer-Hochmut, der das Schul-meistertum überall als Nummer Eins ansieht; der Dünkel derselbsteignen Vortrefflichkeit trotz ureigner, innerster Nichtigkeit;die Unfähigkeit, etwas über sich anzuerkennen; die Sucht, dieWirksamkeit der Schule als ersten Faktor aller Intelligenz undKultur zu betrachten; die falsche Demut ans der andernSeite, nämlich die äußerliche, knechtische und heuchlerische Ver-ehrung einflußreicher Personen neben der Nichtachtung der Ideenund Ideale oder der gänzlichen Unfähigkeit, diese aufzufindcn;die Sucht, allem eiue religiöse oder religiös scheinende Farbe zugeben, das sogenannte Ordinäre durch salbungsvolle Phrasen undStichwörter zu veredeln; die äußere Wortgläubigkeit beiinnerer Leerheit von lebendig befruchtendem Glauben; der Wahn,