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gebrauchen, seiner Poesieen, im Gegensatz gegen die Sentimentali-tät anderer, seiner objektiven Menschen- und Weltschöpsungen.
„Bis jetzt" — sagt Goethe über den Improvisator Wolfs- „ist er noch in den Kreis der modernen, subjektiven, mit sichselbst beschäftigten, in sich selbst befangenen Poesie eingeengt.Was sich auf innerer Erfahrung, Gefühl, Gemüt und Reflexiondarüber beschränkt, gelingt ihm recht gut, und eine Aufgabe, diehierzu Gelegenheit bietet, wird er glücklich lösen. In allemeigentlich Gegenständlichen aber hat er seine Fähigkeiten bishernoch nicht ausgebildet, ja er fühlt — wie alle Neuern (!) —gewissermaßen eine Scheu vor dem Wirklichen, wor-auf denn doch alles Imaginative sich gründen undalles Ideelle sich niederlassen muß."
So entwickelte und dachte Goethe überall nach natürlichenGesetzen, er trug das ewige Gesetz der Entwickelung des Menschen,das ihn auf die anschauliche Erkenntnis hinweist, lebendig undkräftig in seinem Innern, und er kann dadurch, daß er unsdieses Gesetz vorlebt, und seine Richtigkeit in den klassischenResultaten, seinen Meisterwerken, unter welchen in anschaulich-objektiver Gestaltung seine Iphigenie, sein Tasso und seinFaust hervorragen, sich bewährt, nicht bloß als ein künstlerischer,sondern auch als ein p äd ago gisch er Heros angesehen werden.So ist er nicht bloß ein theoretisches, sondern, was mehr sagenwill, ein praktisches Vorbild.
Fragen wir endlich noch nach der Quelle dieser außer-ordentlichen Erscheinung und der großartigsten, auf deutschem Bodenfast mit nichts zu vergleichenden Erscheinungen, die alle wahren,gesunden Menschen in reifem Alter (!) Hinreißen, so findenwir sie in dem unmittelbaren, unbedingten Vertrauen zuräußeren und zu seiner inneren Natur. Daß jene dieobjektive Wahrheit enthalte, der Mensch sie aufzusassen vermöge,daß das Wahre, Große, Edle in ihn: angelegt sei, nur durchnaturgemäße Entfaltung aus ihm selbst entwickelt werden könne— diese Grundsätze leiteten ihn allewege. Die großen Altenerblickten auf ihrem Standpunkte der Natürlichkeit, im Gegensätzegegen die Idealität des Mittelalters, überall in der Natur das
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