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geht, man darf wohl sagen, ein neues Leben an, wo man dasGanze mit Augen sieht, das man teilweise in- und auswendigkennt."
„Ich lebe sehr diät und halte mich ruhig, bannt die Gegen-stände keine erhöheteSeele finden, sondern die Seele er-höhen."
8. „Ich denke auch aus der Wahrheit zu sein, aber aus derWahrheit der fünf Sinne."
Auch das zweite jener augedeuteten Momente in dem Ver-anschaulichungsprinzipe lebte in seiner Natur. Er konnte nurvon: Großen, Ganzen zum Kleinen und Einzelnen herabstcigen;erst mußte ihm jenes werden, bevor er in dieses mit Geist undScharfsinn einzudringen vermochte.
1. „Es fängt an, besser zu gehen, lind ich komme mehr indie Bestimmtheit und in das lebhaftere Gefühl des Bildes. DasDetail wird sich schon nach und nach herausmachen. Auch hiersehe ich, daß ich mir vergebliche Mühe gebe, vom Detail insGanze zu lernen. Ich habe immer nur mich aus dem Ganzenins Detail herausarbeiten und entwickeln können. DurchAggregation begreife ich nichts."
2. „Es giebt eine andere Weise, die Natur nicht gesondertund vereinzelt vorzunehmen, sondern sie wirkend und lebendig,aus dem Ganzen in die Teile strebend, darzustellen."
Nichts aber war ihn: mehr zuwider, widerstrebte seiuer Naturmehr, als die Herrschaft des Wortes, der toten, blasierten, un-lebendigen, abstrakteil Begriffe. Sie waren ihm in innerster Seelezuwider, sie konuten ihm sinnlichen Widerwillen und Ekel erregeil.„Wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort sich ein." Er suchtenicht abstrakte, sondern anschauliche Begriffe. Diese fand ernicht iil Büchern, darum konnte er aus ihnen zu Anfang nichtslernen. Er schätzte sie mir, inwiefern sie historische Aufschlüsseihm lieferten und wirkliche Anschauungen verklärten. Darum warer ein Feind der eigentlicheil Gelehrsamkeit, der Gelehrten, welcheder Herrschaft des Wortes unterliegen. Er meinte, daß das Tote,Unlebendige durch sie sich verewige und den Geist der Menschenknechte. Voll ihrer Despotie emanzipierte er sich und die Welt.
Diesterweg. Ausgew. Schriften. 2. Aust. I. 2Z