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den König der Aufklärung, den wir mit Recht den Einzigennennen, wer vermag es zu bestimmen, welchen Einfluß die Art,in welcher der königliche Knabe und Jüngling mit dem Bucheund mit dem Katechismus, mit Erbsünde, Gnadenwahl undExorzismus Bekanntschaft machen mußte, ans die ganze Richtungseines Lebens gehabt hat, und wie dasselbe vielleicht anders ge-richtet gewesen, wenn jene Art eine andere gewesen! Auf dieArt und Weise, auf den Gebrauch kommt es also an, ob dasGeschenk Gntenbergs uns zum Heil ausschlagen soll, oder sichin das Gegenteil verkehren. Ein Buch ist in des Lehrers Handein Werkzeug, nichts weniger, aber auch nichts mehr.
Am ersten Tage, an welchem ein Kind die Schule besucht,geben wir es ihm in die Hand. Es freut sich über dasselbe,wie über ein Spielzeug; mit strahlendem Auge nimmt es das-selbe unter den Arm. Ohne wehmütige Freude kann der Er-fahrene solches nicht wahrnehmen. Was alles erwartet nichtdas Kind unter der täglichen Beschäftigung mit diesem süßwillkommene», nachher bittersüßen, oft nur bitter» Spielzeug?Denn ein Kind, ein Schulkind und ein Buch, sie sind immerbeisammen, unzertrennliche Gefährten. Da liegt nun das Buchmit seinen wunderlichen Charakteren, schwarzen, toten Zeichen,regimenterweise anfgeführt, mit Gemeinen, Offizieren und Unter-offizieren, vor den Augen des glücklichen Inhabers. Wüßte erimmer, was ihn erwartet, könnte er die Minuten der Angst,der Thränen oder die schrecklichen Stunden der Langweile -denn diese Eigenschaft der Schulen und der Lehrer, langweiligzu sein, ist ihre schrecklichste — zählen, wahrlich — — dochwozu, wir könnten wehmütig werden, wenn wir es ausmalten,ja wenn wir nur einige Züge aus dem Leben mancher Schule(ist es Leben?) uns erlaubten, wenn wir auseinander setzten, wieder Bücherdruck in manches Hand zu einem Mittel geworden,den schrecklichsten Druck ans den aufstrebenden Sinn der Kinderauszuüben. Ewig gepriesen seien die. Männer, welche dieTyrannei der Lehrer verbannt, welche ihre harten Herzen er-weicht, Kindersreundlichkeit sie gelehrt und sie befähigt haben, diegöttliche Heiterkeit den Kindern auch in der Beschäftigung mit