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fruchtbare Art des Lesens der Bücher und über das Gegenteil,ja worüber könnte ich nicht reden, ohne mich von dein Gegen-stände des Festes zu entfernen? Daruin muß ich zu einer Wahlschreiten.
Wir sind Lehrer, Jugendlehrer, praktische Lehrer. Ich redezu praktischen Lehrern der Volksjugend. Deren eine Hauptauf-gabe ist es, Kinder anznleiten, Bücher zu verstehen, Schulbücherzu verstehen, ihren Inhalt sich anzneignen. Woblan, lassen Siemich davon reden, wie man Schulbücher, d. h. Bücher, die fürden Gebrauch in der Schule geschrieben sind, in rechter Art ge-braucht. Auf den rechten Gebrauch kommt es an. Mali kannein Buch mißbrauchen. Ohne Übertreibung kann man sagen, derrechte Gebrauch ist wichtiger als der Inhalt. Woraus eine Bieneden Honig sammelt, daraus saugt der Basilisk sein Gift, undfür die eigentlichen Bestien sind die Blumen gar nicht da. Wirsind praktische Lehrer, praktisch, nicht in dem Sinne, in welchemdas praktischste Volk der Welt das Wort mißbraucht, indem esdarunter den Inbegriff der Künste versteht: to malrs luons^,sondern praktisch in dem edlen Sinne, nach welchem wir dieKinder befähigen, veranlassen, bestimmen, daß der Geist einesBuches zum Inhalt ihres Geistes werde.
Praktisch ist unser Beruf. „Er ist praktisch," von einemSchulmanns gesagt, ist ein spitllston oimans für ihn; mögenandere Bücher schreiben, die geistvollsten, tiefsinnigsten, edelsten— was hilft es, wenn die Mensche», die sie lesen, sie nicht ver-stehen; und wie sollten sie sie verstehen, wenn sie eS nicht alsKinder gelernt haben, wenn sie nicht bloß als solche die, achleider oft zu nichts führende Fertigkeit des Lesens, sondern dieeigentliche Lesekunst des Verstehens in der Jugend, in den Schulenan den Schulbüchern nicht gelernt haben!
Wie oft wird auch mit ihnen ein schreiender Mißbrauch ge-trieben! Man erschrickt, wenn man einen Routinier, den mandas Unglück gehabt hat, zum Schüler zu haben, in der Schulehandwerksmäßig machen sieht, was er selbst doch nicht handwerks-mäßig betreiben sah. Man erschrickt aber auch, wenn manBücher, die in der Hand des geistigen Lehrers Geist sind, geistlos