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tiefere Wunden schlägt, als Klingen aus Damaskus, schärfer inden Geist eiuschueidet, als die schauervollen Szenen, Bastonadeuund Foltern, deren Knude von da zu uns Schaudernden gedrungen— eine Nadel in der Hand eines Giftigen, der Hammer einesgeistigen Cpklopen, ein Zepter in der Hand eines Königs, deredelste Diamant in seiner Krone, das Banner des Reichs, umdas sich die Getreuen scharen, das Erkennungszeichen mir heißenTage der Schlacht — doch, wo wollt' ich enden, meine Herren,wenn ich so fortfahren wollte! Fürwahr, ich könnte allein durchRedensarten mich ans der Verlegenheit ziehen. Aber es ist Zeit,mich daran zu erinnern, daß ich ein Schullehrer bin, zu Schul-lehrern rede. Wir müssen als solche das Fest feiern, wennwir es dadurch auch nicht vermeiden können, die blumigen Auenzu verlassen und ein gemeines Kornfeld zu betreten.
Als ein solcher könnte ich nun reden von der Herrlichkeitder Erfindung für Licht und Aufklärung des Volkes, könntereden von dem Werk, das wir das Buch schlechthin nennen,weil wir seinen freien Gebrauch der Buchdruckerkunst verdanken,könnte reden von dein Einfluß derselben auf die Denk- und
Gewissensfreiheit, wie nur die freie Presse diese hohen
Güter ins Dasein ruft und ihren Wert sichert, könnte davon
reden, — denn wer kann diesen Gedanken unterdrücken? — daßdie bevormundete Presse die Gedanken der einzelnen und derVölker nicht bloß nach der Geburt, sondern vor der Geburt
tötet, daß das Geschenk, welches die Vorsehung dem Menschen-geschlecht durch Gutenberg gemacht hat, erst durch den freienGebrauch seinen Wert erhält; reden von der Art, wie Bücherfabriziert werden sollen und wie nicht, oder daß sie vielmehrgar nicht fabriziert werden sollen; reden über die Frage, obes auch dem Schullehrer gezieme, Bücher zu schreiben oder nicht,worüber und worüber nicht, reden über die Pflicht, die uns dasheutige Fest nahe legt, den eigenen Geist lebenslang durch dieLitteratur fortzubilden — es soll Iwrribils ckiotn, auch in unsererStadt Lehrer geben, welche nicht nur keine pädagogische Zeit-schrift, sondern gar kein Buch lesen, gar keine Büchersammlnnghaben und sie ohne Schmerz entbehren — könnte rede» über die