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1 (1890)
Entstehung
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jeden von uns, Sonne, Mond nnd Sterne sind nicht von ihmgetrennt. Sie sind ewiger Natur, gleich ihm.

Am Sein erhalte dich beglückt:

Das Sein ist ewig: denn GesetzeBewahren die lebendigen Schätze,

Aus welchen sich das All geschmückt." (Goethe.)

Auch im Weltall ist nicht alles begreiflich. Am Ende derrückwärts verfolgten Reihen stoßen wir auf ein Erstes, Urau-fänglicheS, folglich Unbegreifliches, Geheimnisvolles und Wunder-bares. Drei Unendlichkeiten giebt es, die des Geistes, die der Weltim unendlich Kleinen und im unendlich Großen.Der Menschsieht," sagt der jüngere Herschel (Einleitung in das Studiumder Naturwissenschaft. Ans dem Englischen von Weinlig),daß, wie sehr ihm auch das längste Leben und die größtegeistige Kraft Fähigkeit zu eigenen Entdeckungen und Zeit zurBenutzung fremder geben mag, dies alles nur dazu dienen kann,ihn an die wahre Grenze der Wissenschaft zu führen und ihmeinen entfernten Blick in jene unermeßlichen Reiche zu gestatteil,wohin noch kein menschlicher Gedanke gedrungen ist, die aber, erist es überzeugt, jenem höheren Wesen, dessen Spurener durch die Schöpfung verfolgt, eben so bekannt seinmüsse», als die auffälligsten Wahrheiten, die er selbst täglich zuden gemeinsteil Zwecken verwendet. Ist es zu verwundern, wennein so eingerichtetes Wesen zuerst die Hoffnung und nach undnach die Überzeugung gewinnt, daß seine geistige Existenz nichtmit der Auflösung seiner körperlichen Hülle endige, sondern daßes in einem künftigen Sein, entledigt der tausend Hindernisse,welche ihm seine gegenwärtige Lage entgegenstellt, begabt mitschärferen Sinnen, höherer Fähigkeit, mit volleil Zügen aus derQuelle trinken werde, nach der es der leise auf Erden ge-nommene Vorgeschmack mit so brennendem Verlangen erfüllt hat?"

Die größten Astronomen waren erfüllt von großen Ahnungenund Gefühlen. Wenn ein Unterschied darin ist, ob ein Ecken-steher oder ein König das Schaffot betritt, so ist auch darinein Unterschied, wenn ein Newton oder ein armseliger Menschversichert, daß er in der Welt die Gottheit vernehme. Weil» eswahr ist, daß eine oberflächliche Kenntnis der Philosophie von