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1 (1890)
Entstehung
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Gott ab-, eine gründliche Spekulation aber zu ihm hinführt, wieBacon meint, so gilt solches auch gewiß von jeder gründlichenErforschung der Natur. Sie steht im unmittelbarsten Bezüge zuihrem Schöpfer, Erhalter und Herrn.Die Natur," sagt Linus,diese Königin, ist die Tochter Gottes. Sie, die aller DingeLehrerin, die sich von sich selbst belehrt, waltet ohne Unterlaß,thnt alles Notwendige, nichts Unnützes."

Noch verdient eine Stelle von dem großen Chemiker Davy(Sir Humphry Davys tröstende Betrachtungen auf Reisen,oder die letzten Tage eines Naturforschers, verdeutscht von vonMartius, Nürnberg") hier mitgeteilt zu werden:

Die Lehre der Materialisten war für mich immer auch iirder Jugend eine kalte, schwere, trübe, unerträgliche Lehre, diemir notwendig auf den Atheismus hinzugehen schien. Wenn ichin den anatomischen Sälen mit Ekel das System der Physio-logen entwickeln hörte, wie sich die Materie allmählich anhäufeund mit Irritabilität begabt werde, wie sie zur Sensibilitätreife, durch die inhärierenden Kräfte die notwendigen Organe er-hielte, und endlich zu einer intelligenten Natur sich erhöbe,da brachte ein Gang in die grünen Fluren, in die Wälder, denStrom entlang, meine Gefühle von der Natur zu Gott zurück,ich sah in allen Kräften der Materie die Werkzeuge der Gottheit.Die Strahlen der Sonne, der Hauch des Zephyrs weckten Lebenin Formen, welche durch göttliche Weisheit vorbereitet waren, esauszunehmen. Der unempfindliche Same, das schlummernde Ei,die zum Leben erweckt werden sollten, erschienen mir, wie dasneugeborene Tier, Werke des göttlichen Geistes. Abgesehen vonallem gemeinen Nutzen, von allen Anwendungen für die bürger-liche Gesellschaft, die Betrachtung der Ordnung und Harmoniein den Dingen des irdischen Systems gewährt ein eigenes Ver-gnügen. Gewiß ist es das reinste Vergnügen, zu wissen, wie unddurch welche Prozesse diese Erde mit Grün und Leben bekleidetwird, wie die Wolken, die Nebel, der Regen sich bilden, was dieUrsachen in den Veränderungen aller Dinge unseres Erdorganis-mus sind, und durch welche göttliche Gesetze in anscheinenderVerwirrung beständige Ordnung erhalten wird. Es ist eine er-

Diesterweg, Ausgcw. Schriften. 2. Aust. I. 21