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1 (1890)
Entstehung
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im Universum; in ihnen existiert die wirkliche Natur. Darumfragt derselbe Novalis:Kann sich Gott nicht mich in derMathematik offenbaren, wie in jeder andern Wissenschaft?" Sohat auch Kepler, so Newton, Leibnitz, so Pestalozzidie Sache genommen und gemeint. Kepler sagt, daß er Gottseine Gedanken nachdenke. Die heilige Schrift meint es nichtanders, wenn sie spricht, daß der Schöpfer alles nach Zahl, Maß undGesetz bestimmt habe. Hat Laplace wirklich gesagt, daß er langeund viel in den Sternen geforscht, aber Gott nicht gefunden habe,was hat er damit gesagt? Doch nur dieses, das man ihn nurrechnend und messend, nur mit Quantitäten beschäftigt,nicht finde. Und das ist denn ein sehr schönes Wort, wieSchmittheuner bemerkt. Es folgt, daß der Astronom auchauf das Qualitative zu sehen hat und sieht.Das Quadrat(oder Dreieck)," sagt Pestalozzi, und mit ihm Fichte undHerbart,liegt nicht nur der intellektuellen, sondern selbst auchder moralischen Ordnung zu Grunde. Wer Winkel und Linienrichtig anschant, lernt auch Wahrheit und Irrtum unverworrenanschauen, Recht und Unrecht haarscharf unterscheiden und kannnur das Wahre und Nichtige wollen." Die Wahrheit inachtuns frei von Wahn und Aberglauben, wie von Lug und Trug.

Nichts ist innen, nichts ist außen" sagt Goethe. Erspricht von der Natur. Sie ist nicht bloß Form, nicht bloßeQuantität, sondern auch Qualität. In ihr durchdringen sichForm und lebendige Eigenschaften. Was jener tiefe Geist vonder Mathematik, der Wissenschaft des Quantitativen, aussagt,gilt darum in höherem Sinne von der lebendigen Natur, vondein einzigen wahren und wirklichen pm-pstnum mobile, Sonnen-system genannt. In allem Geschaffenen wirkt und lebt Gott, inallen Wissenschaften ist daher ein theologisches Element: ebenin den großen Erscheinungen des Weltalls ist er am ersten zufinden.

Die Erscheinungen der Natur sind Symbole, Wirkungenund Offenbarungen der Gottheit. Die Weltgesetze sind Gedankenderselben. Die Welt ist nicht Gott, aber Gott ist die Welt, inder äußeren, wie in der inneren. Er ist nicht ferne von einem