XIX
Mer den Unterricht in der mathematischen Geographieund populären Himmetskunde.^
Einsichtsvolle Menschen nnd belebte Lehrer habenzu allen Zeiten auf die mathematische Geographie große Stückegehalten. Kann man irgend eine Wissenschaft interessant nennen,so verdient sie diesen Namen; sie ist anziehend, reizend.Worin das liegt, wollen wir hier nicht untersuchen; genug, es isteine Thatsache.
Aber auch für Schüler ist sie ein Labsal. Durch siewerden sie auf grüne Matten, frische Auen geführt.
Gewiß, es gehört nicht viel Lehrgeschick dazu, die Geometriedein Schüler lieb und wert zu machen. Die anschauliche Be-trachtung, die sie gewährt, die strenge Richtigkeit und Genauig-keit, die sie veranlaßt, die Verbindung des Erkennens mit demKonstruieren und Machen, diese nnd andere Eigenschaften erhebenbei Lehrer und Schüler die Beschäftigung mit Geometrie zu einerleichten und anziehenden Thätigkeit. Aber ich glaube doch mitSicherheit behaupten zu können, daß die Schüler sich freuen,wenn ihnen Veranlassung gegeben wird, aus der Höhe der reinenGedanken zu praktischen Anwendungen überzugehen. Den Schüler
* Nach den in diesem Aufsatze enthaltenen Ansichten ist die Schriftgearbeitet:
Lehrbuch der mathematisch en Geographie und populärenHimmelskunde. Zum Schul- und Selbstunterricht.Berlin, bei Th. Enslin.