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Käme der heute zum Abendbrot, der Gram würde schwiudeu,wenn er ihu sähe. Gieb dem Amtsbruder heimlich eineu Wink!
Uud was vermag nicht die sorgsame Liebe einer sanftge-stimmten, treuen Seele auch über den düstern Schwermut, überdie Leidenschaft des wildesten Mannes! Die Frauen haben dasGeschick des Lehrers in ihrer Hand. Heil dem, dem ein glücklichLos fiel! Dreimal Heil ihm, dem, sollten auch Kollegen ihm dasLeben verbittern, Vorgesetzte ihn beengen, ein treues Weib dieFurchen von der Stirn glättet, das seine Kinder weise erziehtund ihm wenigstens die Häuslichkeit zu einem heiteren Asyl macht!
„Der beste Freund wohnt in dein Himmel." Gewiß, uudder wird keinem untreu. Aber er erscheint nicht unmittelbar,sondern bald in der Gestalt eines geistverwaudteu, edlen Amts-bruders, bald in der eines anerkennenden, belebenden Vorgesetzten,bald in der einer edlen Weiblichkeit. Darum pflegt auch oft der„Freund in dem Himmel" sich zurückzuziehen, wenn auf Erdennur Dämonen den Lehrer umgeben. Von Herzen wünschen wirdarum, daß kein so schweres Geschick irgend einen überfalle. Ihmwäre es nicht gut, noch weniger der lieben Jugend. Wir ver-langen zwar von ihn: als Mann, daß er männlich streite undsiege, aber der Kampf darf nicht allzu schwer sein, soll er glück-lich hinausgeführt werden, und nicht vorzeitig ein Hügel überseinem gebrochenen Herzen sich anftürmen, — „Bete und arbeite!"