Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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307
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Wiederkehr desselben bringe keine Ermüdung, immer von vornanfangen sei nicht abspannend wir glauben es ihnen nicht,die tägli che Erfahrung widerspricht ihnen zu unserm Leidwesen.Ich habe noch keinen Mann, der etwas leistet und längere ZeitLehrer gewesen, gekannt, der das Geschäft des Lehrers für nichtmühselig erklärt hätte. Eigene Kinder erzieht man einmal unddann ist man fertig. Dies ist das Los der Eltern. DerLehrer fängt lebenslang, wenigstens jedes Jahr, oft jeden Tagvon unten wieder an. Und nun bedenke man: jeder Mensch hatseine Zeit. Für jeden kommt die Zeit, dem einen früher, demandern später, aber sie kommt, wo er des Kinderlärms, derKinderunruhe müde ist. Wie dann? Wo sind die Asyle, in dieer sich zurückziehen könnte?-

Mühseligkeit ist sein Los. Glücklich der, der mit stahlfesterGesundheit begabt, mit Frieden im Herzen, mit Anerkennung seinerUmgebung seine Aufgabe löst! Auch diesen: glücklichen Lehrerschlagen schwere Stunden. Des Tages Arbeit und Mühe istgetragen, mit gefurchter Stirn und niedergebeugtem Gefühl kehrter in seine Häuslichkeit zurück. Heute wollte ihn: sein Werknicht gelingen, heute hatte er einen unangenehmen Vorfall miteinem der Väter seiner Kinder, heute hat er au einen: seinerbesten Schüler eine schmerzliche Entdeckung gemacht kurz erkehrt niedergeschlagen heim. Was willst du nun thun, Weibdes Lehrers?

Darüber würde ich zu d>en Lehrerfrauen reden, wenn ich sieversammelt sähe.

In ihrer Hand ist dann seine Stimmung, sein Friede,sein Geschick. Du weißt es, Musik erheitert sein Gemüt, dukennst seine Lieblingsstücke: lege sie ihn: zurecht, bitte ihn um dieFreundlichkeit, dir eins zu spielen; spiele es ihm, wein: du esvermagst, vor.

Er hat seine Lieblingslektüre, seine alten, treuen, stummenund dach so beredten Vertrauten. Säume nicht, teile seine Leiden,seine Freuden!

In der Nachbarschaft wohnt der ihn: werte Amtsbruder.

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