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Lebens-, hier eine geschichtliche That geschieht: das ist ein würdigerGegenstand der Betrachtung, „ist unsterblich und des Liedes wert".Daß diese deutsche Natur das Erbteil unserer Kinder bleibe; daßsie ungebrochen heranwachse, veredelt durch Religion, Wissenschaftund Kunst; daß die Blaßregeln für Unterricht und Erziehungauch fortan nicht das Edelste unserer Nation iw Kenne ersticken,sondern hegen und pflegen; das ist die hohe Aufgabe aller Lenkerund Leiter der Erziehung, die ihre Aufgabe begriffen; das ist auchdas Ziel, das allen denen vor Augen schwebt, die nicht bloß fürDisziplin des Geistes, sondern auch für die des Leibes, nichtbloß für Unterricht, sondern auch und mehr noch flir Übungaller Kräfte Sorge tragen, ist die Aufgabe aller derer, die fürfreie Thätigkeit der Lehrer jedes Alters kämpfen und darumunter anderem auch die Beschränkung der Unterrichtsfreiheit inner-halb gesetzlicher Schranken als einen Erbfeind hassen. Nur dasbringt Segen und Gedeihen, was man mit freiem Geist vollzieht;nur da ist man als Lehrer glücklich, wo man sich frei fühlt. Wiewenig haben darum die mich verstanden, die da meinten, ich wolledie studierenden Jünglinge um den Rest von Freiheit bringen,der ihnen geblieben; wie wenig die, die meinten und ineinen, diewahre, entfesselnde Thätigkeit des Lehrers (wozu die entwickelndeLehrart gehört) durch Schulzwang und Schulmeisterkttnste er-setzen zu wollen (ich wollte zeigen, wie man lerne und übe dasEntfesseln), sei mir in den Sinn gekommen; wie wenig die, dieineinten, ich sei ein Freund des Gängelns und Monierens und wolledas Schulmeistertum über die Jahre der Männlichkeit ausdehnen.„Was ich ohne dich wäre, ich weiß es nicht,
Aber mir grauet, seh' ich, was Tausende ohne dich sind."
Es wird einem wahrhaft schlimm dabei. —
Schillers großes Herz schlug bis zum letzten Atemzuge fürWahrheit und Recht. Noch in den letzten Tagen seines Lebensläßt er seinen „Demetrius" auf dem Reichstag in Krakau sprechen:„Es ist die große Sache aller StaatenUnd Throne, daß gescheh', was Rechtens ist,
Und jedem auf der Welt das Seine werde.
Denn da, wo die Gerechtigkeit regiert,
Da freut sich jeder seines Erbes,
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