Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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derselben, die übrigen sind aus beiden gemischt. Der Lehrer sprichtentweder allein, oder die Schiller reden mit monologisch, dia-logisch. Das Vor- und Nachsprechen, bei den kleinsten Schülernnicht überall zu verwerfen, ist kein Dialog. Wer diesen anstellt,verlangt, daß der Antwortende denn der Schnldialog bestehtaus Fragen und Antworten; leider fragt der Lehrer in der Regelallein von dem Seinigen, seine Vorstellungen und Gedankendazu thue. Das Innere der Intelligenz des Schülers tritt durchden Körper der Sprache in die Außenwelt; durch die Sprache,die Tochter des Geistes und ihr Ebenbild, die von dem Vaterzeugt. Die Art des Sprechens charakterisiert den Sprechenden,seine Klarheit und seine Unklarheit, seine Lebhaftigkeit und seineTrägheit, seine Freudigkeit und seinen Kummer, seine Bildung undseine Roheit. Je lebendiger, rascher, mutiger, freudiger diesprechende Wechselwirkung zwischen Lehrer und Schüler: destomehr entwickeln sich die Fittige und Schwingen des Geistes desjungen Menschen. Wie verschwindet die Lahmheit der Glieder,die krumme Haltung, die Mattheit der Angen und der Züge, dieTrägheit der Zunge, wenn der lehrkräftige Lehrer die geistige Renn-bahn eröffnet, und welche Befriedigung für ihn selbst, wenn allein freudiger Thätigkeit, in belebendem Wetteifer nach dem Zielestreben! Da meinen manche, der entwickelnde Dialog bewege sichnur zwischen einzelnen; die übrigen, die Masse nehme keinen Teildaran, diese Lchrform passe daher nur in Privatverhältnisse, nichtin die öffentliche Anstalt, hier müsse der Vortrag herrschen*.

* Obige Worte deuten den Kommentar an, der zu den Worten desRektors der Berliner Universität (Imtax I-eetionum Lsrolini, 1838):Uosguniein aiin no Loeratos rationo ckoesrs eoaoti sninu8, guock mnltissimui (tklmmns utilss os8k, »so eum 8lnAuIis, gnvä (?) nupsr dsnevoisntin8guam pruüsntin8 xo8tulatnn> 68t, Loerntieo moäo po88urau8 8srmonö8 eon-8srors, 8i 6xeipimu8 sa8 exereitatione8, gnae in 8eminarÜ8 vel 8srniimriornmrations enm pnnei8 in8titunntnr", zu schreiben wäre, wenn es hierher ge-hörte.Es geht nicht, wir sind gezwungen", sprechen sie, und doch beweistdie Universität Brüssel (Ilnivsrsitö lidrs), daß es geht. Wenigstens hat einpädagogisches akademisches Seminar als pädagogisches Institut dieHauptaufgabe, die Zöglinge zum bildenden, d. h. entwickelnden, folglich auchsokratischen Unterricht, nicht mit einzelnen, sondern mit Massen