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Zwecken zu verwenden. Dieser Drang wohnt in der Seele, wiein dem Körper. Dieser strebt als Leib nach allseitiger freierEntwickelung und Stärkung der Glieder. Er verschlingt nichtbloß Stoffe, sondern er verarbeitet, assimiliert sie. Gelingt es ihn:damit nicht, indem die Stoffe entweder seiner Natur nicht Zu-sagen,, oder, seine Kräfte dazu nicht hinreichen, so verdirbt derLeib und wird gelähmt, jedenfalls geschwächt. Gerade so ver-hält es sich mit dem Geiste. Er sucht nach passender Nahrung,faßt sie freudig auf, genießt sie, wächst durch dieselbe, stärktsich und erstarkt dadurch zu größerer Energie. Von unendlicherWichtigkeit für den Lehrer ist die Lehre, die daraus fließt, umso mehr, weil unsere Kultur- und Zivilisationsstufe, das Her-kommen, oder wie man es nennen will, uns veranlaßt oder nötigt,dem jugendlichen Geiste Nahrungsstoffe zu reichen, die nicht immerauf der Bahn natürlicher Entwickelung liegen. Unsere Kulturist nicht bloß eine historische, darum gegebene, sondern auch,wenigstens zum Teil, eine künstliche, gemachte. Darum müssenwir mit mn so größerer Sorgfalt darauf denken, daß die Schülerdie Lernstoffe verarbeiten, assimilieren. Es ist nicht genug, daßwir bei ihrer Gewinnung, Auffindung, Erkennung naturgemäßverfahren; nicht genug, daß sie in organischer Gliederung auf-treten: die Schüler sollen sie in freies Eigentum verwandeln,welches sie ganz beherrschen — in snoeuiu st sanA-uinsm, nachdem alten Ausdrucke. Die objektive Wissenschaft als Selbstzweckbekümmert sich darum nicht; wir Lehrer aber müssen dem Schülerdazu verhelfen, wollen wir ihn anders formal bilden. Darausfolgt, daß die Elementarmethode einübend und anwendendverfährt, und zwar auf jeder Stufe so lange, bis der äußereGegenstand vollständig ein innerer geworden, den der Schülermündlich und schriftlich in jedem Augenblicke von den verschie-densten Seiten aus zu produzieren und auf allen Stufen frei zuverwenden versteht. Der wahre Elementarunterricht ist damitzugleich nicht bloß übend und amvendend, sondern vorb ereitend,grundlegend, propädeutisch. Vollendend, abschließend ist nur dieganze Wisseirschast, der wissenschaftliche Unterricht; jeder andereUnterricht ist anbahnend, vermittelnd, basierend. Darum sollte