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1 (1890)
Entstehung
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voraus. Bekanntlich herrschen unter den Sachkundigen, den Ver-tretern der Wissenschaften, nicht bloß über den Inhalt, sondernauch über die Anordnung irgend eines wissenschaftlichen Systems,namentlich über die objektive Methode, die verschiedensten, oftdiametral entgegengesetzten Ansichten, ^.cUcncr snb gnclias lis a»t.Wie nun? Welcher ist nun das Objekt? welche Methode hatdasselbe an und für sich? Um ans dem Gebiete des Unter-richts zu bleiben und ein Beispiel zu nennen: ist das grammatischeObjekt, die lateinische Sprache, objektiv wahr dargestellt vonRamshorn, von Otto Schulz, von Znmpt oder vonanderen? Die Muttersprache von Rein deck, von Heinsins,von Schmitthenner, von Herling, von Becker? AmEnde glaubt jeder, daß er das wahre System habe; die Anfor-derungen an die Methode werden daher so mannigfaltig sein alsdie sogenannten Systeme (waren es nur immer wirklicheSysteme!), und nun und nimmermehr werden wir auf solcheWeise die Lehrer zu übereinstimmendem Verfahren bewegeitkönnen.Darum sagte ich, daß jene Forderung, welche von der Methodeverlangt, daß sie ihre Regel von dem Objekte hernehmen solle,gefährlich sei. Auf dem gegenwärtigen Standpunkte, selbstder Elementar-Wissenschaften, müssen wir daher den Lehrern ein-schärfen, daß sie den formalen Gesichtspunkt festhalten, sich aufden subjektiven Standpunkt stellen.

Aber auch das Objekt macht gerechte Anforderungen; gewiß,auch sollen sie befriedigt werden. Nur sind sie nicht das erste,sondern das zweite. Und in betreff der El e m entar - Methodeim eigentlichen Sinne des Wortes sind sie nichtig. Denn diesebewegt sich, wie gesagt, überall von dem Anschaulichen ans zumAllgemeinen hin, davon weiß das Objekt an und für sich nichts;das Subjekt aber verlangt es. Dem Objekt widerfährt sein Recht,wenn man sich in der Aufeinanderfolge der Teile des Unterrichtsnach ihm richtet; d. h. es bestimmt die Gliederung oder Reihen-folge der Lehrpensa, mit einem Worte: den Lehrgang, abernicht die Methode. Und dieses wiederum nur dann, wenn esden Forschern gelungen ist, den betreffenden Gegenstand so dar-zustellen, daß sich die Teile ihrer Natur gemäß auseinander ent-