Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
270
Einzelbild herunterladen
 

270

sich von da zum Allgemeinen hin, oder ihr Verlauf geschieht, ummit Hegel zu reden, von der Anschauung aus zu der Vorstellunghin, und gelangt von jener durch diese zum Begriff. Ist dieses,woran seit Locke und Kaut Rousseau und Pestalozzinicht inehr zu zweifeln, eine ausgemachte, wenn auch noch wederallgemein bekannte, noch weniger allgemein befolgte Wahrheit;so muß der Elementarunterricht, der formal wirken will, an-schaulich verfahren. Dieses ist eine notwendige Folge vonjenem. Formal und darum anschaulich! Und zwar aufdem ganzen Gebiete des Elementarunterrichts, dessen Grenzenwir hier nicht abstecken. Das Gegenteil des anschaulichen Unter-richts ist der wissenschaftliche. Er beginnt mit dem Allge-meinen und schreitet von da zun: Besonderen fort; er stellt denBegriff an die Spitze, erläutert ihn durch Vorstellungen undwendet ihn auf sie an; er hat es mit der systematischen Gliederung,konsequenten Ableitung des Besonderen aus dem Allgemeinen zuthun. Der Elementarunterricht nicht also; er verfährt also nichtwissenschaftlich, sondern anschaulich, elementarisch.

Doch hier stoßen wir aus einen Streitpunkt, an dessei: Er-ledigung die Gegenwart arbeitet. Nicht um dieses, sondern umder Sache willen müssen wir einen Augenblick darauf eingehen.Es ist ein Mißverständnis zu beseitigen.

Wurst, als Repräsentant der Gegenpartei zu be-trachten, setzt fest: die Methode muß sich nicht nach dem Subjektrichten, sondern nach den: Objekt eine Forderung, die sich vonselbst zu verstehen scheint und darum ohne weiteres angenommenwerden möchte. Aber sie ist falsch und gefährlich.

Versteht man nämlich unter Methode die Art des Ver-fahrens des Elementarlehrers, die Art der Behandlung desStoffs, so muß sie sich, wie oben angedeutet, der Natur der Ent-wickelung des Menschen anschließen, der Stoff muß ihren An-forderungen gemäß bearbeitet werden, d. h. die wahre Methodeist die subjektive, nicht die objek tive.

Sollte sich die Methode zu oberst nach den: Objekte richten, sosetzte dieses eine vollständige, objektiv-wahre, subjektiv-objektiv-wahre, nach Hegel begriff mäßige Darstellung des Objekts