Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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Hoffnungen von seiten der Volksschule in ihren: Unwert und ihrerUnwahrheit erscheinen, und wir uns auf dem Gebiete, ans den:wir einheimisch sind, befestigen: so sind wir doch weit entfernt,den mittelbar großen Einfluß der Volksschule auch auf die Ge-staltung des äußeren Lebens in Abrede zu stellen. Ihn lehrt allent-halben die Geschichte. Wie die Einrichtungen und Gesetze den Geistdes Volkes bestimmen helfe::, so wirken Gewohnheiten, Sitten, Unter-richt und Erziehung zurück aus Einrichtungen und Gesetze. KeinVolk auf Erden erträgt auf lange Zeit solche Lebensverhältnisse,welche mit seinen Grundsätzen und Strebungen in: Widerspruchstehen. Leitet inan nicht zu rechter Zeit Reformen ein, so entstehtfrüh oder spät wer kann das Wann bestimmen eine Um-wälzung *. Fortbildung in Kenntnissen, Einsichten und Tugendensind Reformen, stets heilsame Reformen. Die Schulen dienenihnen. Ihr Wirken ist an das Gesetz der Stetigkeit gebunden.Wienicht ein einziger Tag einen Mörder macht", sogestaltet nun: auch nicht in einen: Tage einen Staat um. Aberwo Schulen blühen, da ist der Fortschritt gesichert, der langsame,allmähliche aber unausbleiblich. Einsichten sind Macht.

Dieser Gedanke veranlaßt mich, noch auf eins aufmerksamzu machen, was ich als Aufgabe der Lehrer, welche die An-forderungen der Gegenwart erkennen, betrachte. Es ist dieDurchführung des Prinzips der Anschaulichkeit. Dieses ge-hört zu den: Thema, von den: ich rede.

Die Gegenwart verlangt einsichtsvolle, strebende Menschen,Tüchtigkeit von jeden: einzelnen, der nicht zu Grunde gehen will.Die Konkurrenz steigt mit jeden: Tage in allen Richtungen. Schonwerden jährlich Tausende durch die Bedrängnis, die sie herbeiführt,über den Ocean getrieben. Andere, weniger Glückliche oder wenigerGeschickte vermehren den Pauperismus, die Zahl der Armen. Dagilt es bei der Mittelklasse, besonders den: Teil, welcher der Gefahrder Verarmung preisgegeben ist, Einsicht und Besonnenheit zubesitzen. Auf der andern Seite reizt der Fortschritt der Zeit zu

* Evolution oder Revolution. Zwischen beiden hat man dieWahl solange es Zeit ist. Will man jene nicht, so stellt sich diese vonselbst ein. Dieses hat Frankreich gezeigt: jetzt zeigt es Spanien.