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1 (1890)
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nähren? Non einein Schulunterricht, der sich für Tausende vonBindern, die des Unterrichts am meisten bedürfen, weil das Lebenihnen nichts Ähnliches mehr bietet, beschränkt auf die kümmerlicherlernteil Fertigkeiten des Lesens, Schreibens und des Katechismus?Von Schullehrern, deren Bildung oft so mangelhaft gebliebenund deren Dienste geringer belohnt werden, als der Dienst einesSchreibers, eines Lakaien, eines Pferdes? Widerlege dieseBehauptungen, wer es vermag! Und zeige einer, daß diese Bildungausreicht für das ungeheure Bedürfnis und die notwendige Er-ziehung der Kinder der Bürger der niedereil Stände! Hier mußalles anders werden. Was man gethan hat, ist dankenswert;aber es befriedigt auch die mäßigsten Anforderungen nicht. O,ich kenne sie, die da sprechen: für den Pöbel und seine Kinderist solches genug! der braucht nicht gebildet zu werden, sonstwird er übermütig dagegen muß man die Knute häufiger inAnwendung setzeil! Aber von solchen und zu solchen spreche ichnicht; denn ich hasse sie.

Wollt ihr den Zweck, müßt ihr die Mittel wollen? Einsdieser Mittel, eins der wichtigsteil, ist Unbildung der zu einemnützlichen und thätigen Leben unentbehrlichen Kenntnisse Ent-wickelung der Selbstthätigkeit und der Kraft von Jugend aufdurch geistbildenden, erregenden, kräftigenden Unterricht Ge-wöhnung an Zucht, Ordnung, Fleiß, Gehorsam, Pietät Ein-flößung des Abscheus vor Faulheit, Bettelei, Gemeinheit Er-ziehung zu einem menschenwürdigen, ehrenhaften, selbständigenLeben. Diese großen, umneßbar wichtigeil Zwecke verfolgt dieöffentliche Schule durch Unterricht und Zucht. Solleil sie erreichtwerden,

a, so dürfen nur erfahrene, einsichtsvolle und kenntnisreiche,pädagogisch gebildete, thatkräftige Männer, welchen der Gedankeder Volks- und Menschenbildung zu einem Eigentum des Cha-rakters geworden, zu Erziehern des Volkes bestellt werden, lindman muß sie nach ihrem großeil Verdienste und ihrem müh-seligsten aller Geschäfte auf dem weiten Erdenrunde belohnen.Denke man sich die Größe und Schwierigkeit ihrer Aufgabe!Wer das, weil die Erfahrung ihm abgeht, nicht kann, der mache